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Brandenburg/Havel Brandenburgs Blitzer hat 900 Fahrer erwischt
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburgs Blitzer hat 900 Fahrer erwischt
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13:41 24.06.2016
Der neue Blitzer ist aufmerksam. Seine Augen erwischten in der ersten Woche seit der Scharfschaltung rund 900 Raser. Quelle: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/H

Der neue Superblitzer in Höhe des Brandenburger Hauptbahnhofs hat seine Feuertaufe bestanden und die ersten fast 900 Fahrer geblitzt. Nach den aktuellen Aufzeichnungen ist die Zahl der Tempoverstöße aber drastisch gesunken. Ein Autofahrer hat allerdings kräftig Gas gegeben. Als Schnellster der Woche war er in Höhe des Blitzers mit 106 Stundenkilometern unterwegs. Zulässig sind dort 50 km/h.

Stadtsprecherin Angelika Jurchen hat an diesem Freitag die ersten Messzahlen vorgelegt. Die neue Messsäule hat demnach innerhalb knapp einer Woche 878 Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt. Der genaue Zeitraum für dieses Ergebnis lautet: von der Inbetriebnahme am 16. Juni, 16.30 Uhr, bis zum 22. Juni, 24 Uhr.

Am schnellsten war in dieser Zeit das erwähnte Auto unterwegs. Dem Raser, der mit 106 Stundenkilometern geblitzt wurde und somit mehr als doppelt so schnell war wie erlaubt, drohen nun ein Bußgeld von 280 Euro, zwei Punkte in Flensburg und zwei Monate Fahrverbot.

1900 Euro Bußgeld-Tageseinnahme

Die neue Poliscan-Säule am Hauptbahnhof füllt ganz nebenbei auch die Stadtkasse, weil nun im Unterschied zu früher nicht nur stichprobenartig, sondern durchgängig geblitzt wird. Die 0,57 Prozent Verstöße am Mittwoch bedeuten eine Bußgeld-Tageseinnahme von etwa 1900 Euro durch dieses Gerät.

Die Einnahmen der Stadt würden sich aufs Jahr hochgerechnet auf knapp 700 000 Euro belaufen, wenn es bei dieser Quote bliebe. Bei dieser Rechnung ist allerdings nicht berücksichtigt, dass an Wochenenden weniger Verkehr unterwegs ist.

Sinkt die Quote wie prognostiziert auf 0,2 Prozent, würden sich die Einnahmen auf rund 200 000 Euro im Jahr verringern.

Die Aluminiumsäule mit den vier dunkelroten Ringen hat etwa 80 000 Euro gekostet. Sie kann mehrere Fahrspuren in beide Richtungen überwachen und erfasst Geschwindigkeits- sowie Rotlichtverstöße.

In den ersten Tagen, in denen die Säule in Betrieb war, liefen noch nicht alle detaillierten Statistikauswertungen. Das spezielle Softwaretool dafür steht nach Angaben von Angelika Jurchen seit Mittwoch zur Verfügung. Die Daten des ersten komplett erfassten Tages bieten interessante Erkenntnisse.

Am 22. Juni 2016 passierten 23 200 Fahrzeuge den Messplatz. In der stadtauswärtigen Fahrtrichtung passierten 11 800 Pkw und 479 Lastwagen den Messplatz. 83 Pkw und zwei Lastwagen wurden wegen Geschwindigkeitsüberschreitung geblitzt. Das entspricht einer Verstoßquote von 0,69 Prozent. Der schnellste Wagen in dieser Fahrtrichtung war mit 89 Stundenkilometern unterwegs.

In der Fahrtrichtung stadteinwärts passierten am selben Tag 10 600 Pkw und 268 Lastwagen den Messplatz. Kein Lastwagen, aber 49 Pkw wurden geblitzt. Der Schnellste der Schnellen fuhr 96 Stundenkilometer. Das Tagesergebnis entspricht einer Verstoßquote von 0,45 Prozent.

Früher zählte die Stadt zehnmal mehr Tempoverstöße

In der Summe beider Fahrtrichtungen wurden am 22. Juni bei den rund 23 200 Durchfahrten 132 Verstöße dokumentiert. 0,57 Prozent aller Auto-, Motorrad- und Lastwagenfahrer waren zu schnell unterwegs, also in etwa jeder 200. Fahrer.

Als die Verwaltung den Messplatz plante, kalkulierte sie aufgrund von Erfahrungswerten von einer anfänglichen Verstoßquote von etwa. 0,5 Prozent ausgegangen. Diese Prognose ist zumindest an diesem einen Messtag eingetroffen.

Die Quote vom 22. Juni liegt um bemerkenswerte 91 Prozent niedriger als Ergebnisse, welche die Stadt bei früheren verdeckten Verkehrszählungen an diesem Standort an Verstößen festgestellt hat. Seinerzeit wurden etwa zehnmal so viele Tempoverstöße täglich registriert, nämlich 1482 bußgeldrelevante Übertretungen (Quote: 6,39 Prozent).

Nach den Prognosen der städtischen Verkehrsexperten wird die Zahl der Raser weiter sinken. Sie rechnen mit einer weiteren Reduzierung der Verstöße auf etwa 0,2 Prozent, wenn sich die Existenz der Superblitzers noch weiter rumgesprochen hat. Angelika Jurchen: „Insoweit trägt die Anlage zur Verkehrssicherheit wesentlich bei.“

Von Jürgen Lauterbach

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