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Brandenburg/Havel Stadtförsterin Kornelia Magritz geht in den Ruhestand
Lokales Brandenburg/Havel Stadtförsterin Kornelia Magritz geht in den Ruhestand
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16:59 13.09.2018
Stadtförsterin Kornelia Magritz im Gördenwald. Quelle: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/H

Brandenburgs langjährige Stadtförsterin Kornelia Magritz geht zum 31. Oktober in den Ruhestand. Seit 25 Jahren ist sie im Dienst der Stadtverwaltung Brandenburg tätig. Wer ihr Nachfolger wird, ist noch offen.

„Derzeit läuft das Nachbesetzungsverfahren für die Teamleitung Forst bestehend aus Auswahlgesprächen, der anschließenden Bewertung und Auswahlentscheidung und abschließenden Einweisung des Bewerbers in die Stelle“, sagt Stadtsprecher Jan Penkawa. Dieses Nachbesetzungsverfahren (...) wird aber bis zum Ausscheiden unserer bisherigen Teamleiterin beendet sein.“

Im November 1993 trat sie ihren Dienst an

Kornelia Magritz kennt den Stadtwald wie ihre Westentasche. Am 1. November 1993 trat sie ihren Dienst an. Geboren ist Kornelia Magritz vor 60 Jahren im sächsischen Görlitz.

Der Stadtwald ist nicht nur Naherholungsgebiet, sondern zugleich ein Wirtschaftsbetrieb. Holz muss vermarktet und der Waldumbau vorangetrieben werden. Im vorigen Jahr waren die Orkanschäden von Xavier und Friederike im Stadtwald eine enorme Herausforderung für das Team um Kornelia Magritz. „Noch immer haben wir nicht alle Sturmschäden beseitigt“, sagt die Stadtforsträtin.

Fast 80 Prozent reiner Kiefernwald

3700 Hektar groß ist der Forst. Er reicht im Norden an die Gemarkungsgrenze von Fohrde, im Süden bis an das Wenzlower Gebiet. Der Forst von Paterdamm, Gollwitz, Kirchmöser, Plaue und Mahlenzien gehören dazu wie ein Teil des Wusterwitzer Waldes. Zum Stadtwald zählt auch der 29 Hektar große Krugpark, ein offizieller Erholungswald. Im Laufe der Jahre kamen 370 Hektar Wald dazu. Zu 78 Prozent besteht er aus Kiefern. Auf rund zehn Prozent sind nach Angaben von Susanne Wiegner von der Pressestelle der Stadt Brandenburg Laub- und Mischwald gesetzt worden. Weitere Baumarten „mit nennenswerten Anteilen“ im Stadtwald sind Eiche und Roterle. Der Boden ist typische märkische Streusandbüchse.

Der Sturm hat nun von diesem Wald mehrere tausend Festmeter Holz gefällt. Die erste Schätzung zwei Wochen nach den Orkanen lag bei 2000 Festmetern. Die sieben Mitarbeiter mussten die Schäden beseitigen, Wege freiräumen und Gefahren entschärfen. 150 Kilometer Straßen verlaufen durch den Stadtforst. Auch im laufenden Betrieb muss das siebenköpfige Team aus Waldarbeitern und Förstern für die Verkehrssicherheit ihres Abschnittes an den Bundesstraßen B 1, B 102 und an der Autobahn sorgen.

Dutzende Eichen fällte der Sturm

8000 Festmeter Holz hat die Stadtförsterin in diesem Jahr bereits verkauft, die Hälfte davon war Sturmholz. Das aus dem Wald zu holen, ist personalintensiver als das Fällen von Bäumen. In anderen Jahren kamen auch schon mal 22.000 Festmeter Holz zum Verkauf, doch diese Zahl fuhr die Stadtforstverwaltung über die Jahre langsam zurück.

Der Stadtförsterin wurde schon weh ums Herz, als sie die Schäden etwa einer 40 Hektar großen Fläche am Bohnenländer See in Augenschein nehmen musste. Dutzende Eichen hat der Orkan umgehauen. Die stolzen gut 120-jährigen Eichen dort hat die Försterin Jahrzehnte wachsen gesehen, sie sollten sechs Jahrzehnte später erst gefällt werden und wertvolles Holz liefern. „Das war ein lieb gewonnener Bestand“, sagte Kornelia Magritz damals und der Satz sagt viel über das Selbstverständnis dieser Frau zu ihrem Wald, zu ihrer Arbeit aus. Mit ihrem geländegängigen Forstwagen – natürlich in Grün wie ihre Arbeitskleidung auch in Försterfarben ist – fährt sie die unwegsamsten Wege ohne Scheu, vertrauend auf die Technik und die Fahrzeughöhe.

Ihre Zeit möchte Kornelia Magritz künftig auch ihrer Familie und den Enkeln widmen. Schon seit mehr als einem Jahr freut sie sich daher auf ihren Ruhestand.

Von Marion von Imhoff

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