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500 Flüchtlinge binnen 72 Stunden

Aufnahmestelle in Brandenburg/Havel 500 Flüchtlinge binnen 72 Stunden

Brandenburg an der Havel bekommt innerhalb kürzester Zeit eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Binnen 72 Stunden müssen die Voraussetzungen für bis 500 Menschen geschaffen werden. Während das Land nach MAZ-Information auf den Stahlpalast setzt, hat die Stadt einen anderen Favoriten.

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Der Stahlpalast soll innerhalb kürzester Zeit zum Erstaufnahme umfunktioniert werden.

Quelle: STG Brandenburg

Brandenburg an der Havel. Das Innenministerium des Landes Brandenburg hat die Stadtoberen von Brandenburg an der Havel am Mittwochnachmittag darüber informiert, dass in der Stadt kurzfristig eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge eingerichtet werden muss. Diese Unterbringung erfolgt unabhängig von den regelmäßig laufenden Zuweisungen, die sich auf etwa 70 Flüchtlinge pro Woche beläuft.

Die Verantwortlichen stehen nun vor einer Mammutaufgabe, denn nach MAZ-Informationen sollen die Pläne innerhalb von 72 Stunden in die Tat umgesetzt werden. Bis zu 500 Menschen sollen demnach in den nächsten Tagen nach Brandenburg an der Havel kommen.

Täglich ein Sonderzug mit Flüchtlingen: Weitere Infos zur Erweiterung der Erstaufnahmestelle im Land Brandenburg>>

Von der Stadtführung wurde ein Verwaltungsstab unter Leitung des Beigeordneten Michael Brandt (CDU) einberufen, um sich einen Überblick über die Lage und auf die Stadt zukommende Aufgaben zu verschaffen. Im Anschluss informierte Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) die Mittwoch regulär tagende Stadtverordnetenversammlung über den neuen Stand. Das Land plant, die Flüchtlinge im Stahlpalast unterzubringen. Die Mehrzweckhalle nahe des Stadions am Quenz ist eigentlich ein Veranstaltungsort für Events aller Art, der an das Wohngebiet Quenz grenzt.

Stadt hält Stahlpalast für problematisch

Dem Vernehmen nach soll der Betreiber des Stahlpalastes dem Land auch angeboten haben, das neben der Halle liegende Axxon-Hotel für die Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. 750 Menschen fänden dann dort insgesamt Platz. Der Verwaltungsstab bewertet die Wahl des Stahlpalastes aber als problematisch und hat einen Alternativstandort angeboten. Unbestätigten Meldungen zufolge soll es sich um den vor Wochen leer gezogenen Real-Supermarkt in der Potsdamer Straße handeln. Der Markt lässt sich mit Sanitärcontainern in kurzer Zeit zum Aufnahmelager umbauen. Überdies kann das Gelände leicht gesichert werden.

Innenminister "lässt sich verleugnen"

Derzeit versucht die Stadt dem Land den Standort „schmackhaft zu machen.“ Allerdings ist es das Land, das das Objekt aussucht, anmietet und betreibt. Die Oberbürgermeisterin hat Bruno Küpper, den Leiter des Flüchtlingsstabes des Landes, angeschrieben und ihn um etwas Aufschub gebeten. Tiemann: „Es geht nicht nur um die reine Unterbringung, die Menschen müssen verpflegt werden, es müssen Transporte, Ver- und Entsorgung sichergestellt werden." Tiemann beklagt zudem, dass sich Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) seit Tagen verleugnen lasse, für sie nicht erreichbar sei und stattdessen Bürgerdialoge zur Kreisgebietsreform abhalte.

Erst am frühen Nachmittag hatte das Innenministerium Kontakt mit der Stadtverwaltung aufgenommen und von den Plänen berichtet, dass in allen kreisfreien Städten neue Erstaufnahmeeinrichtungen errichtet werden sollen. Um 15 Uhr traf sich daraufhin der für Notsituationen ins Leben gerufene Verwaltungsrat der Stadt, um das kurzfristige Vorgehen zu beraten. Tiemann informierte anschließend die Stadtverordneten über die neuen Entwicklungen.

Erinnerung an Potsdam

Auch in Potsdam ist kürzlich binnen kürzester Zeit eine Erstaufnahme für Flüchtlinge eingerichtet worden. In der Not wurden in alten Ministeriengebäuden Betten aufgestellt, Spenden gesammelt, Vorbereitungen getroffen. Viele freiwillige Helfer hatten sich gefunden, die mit ihrem Engagement den Flüchtlingen einen guten Start in ihr Leben in Potsdam ermöglichten. Sie sind bis heute im Einsatz. Aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse, gab es erst im Anschluss eine Infoveranstaltung für Anwohner, die wichtige Fragen zum Thema an Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter richten konnten.

So sieht es in Potsdams Erstaufnahmestelle aus>>

Von Benno Rougk und Philip Rißling

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