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Brandenburg/Havel Brandvital schließt – 100 Jobs gehen verloren
Lokales Brandenburg/Havel Brandvital schließt – 100 Jobs gehen verloren
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15:03 01.11.2016
Rollstühle für Kranke und Behinderte. Ein Bild aus besseren Tagen, damals noch als Schulte-Derne-Standort. Quelle: Heike Schulze
Brandenburg/H

Den Standorten Brandenburg/Havel und Rietz hat der Firmenzusammenschluss vor gut zwei Jahren kein Glück gebracht. Denn das Reha-Technikunternehmen Brandvital aus dem westfälischen Schwerte hat seine Brandenburger Niederlassung mit rund hundert Beschäftigten geschlossen. Geschäftsführer Marcel Lautsch musste seinen Hut nehmen. Nur einzelne werden für den Innenstadt-Laden und den Notfall noch gebraucht.

Vor dem Arbeitsgericht Brandenburg/Havel sind etliche Kündigungsschutzklagen anhängig. Allein Rechtsanwalt Simon Daniel Schmedes vertritt etwa 10 von 18 klagenden Brandvital-Mitarbeitern, die am Sitz im Rietzer Gewerbegebiet beschäftigt sind. Nach seiner Kenntnis gehen in diesen Tagen weitere 18 Klagen im Gericht ein von Frauen und Männern, die bis zur Fusion im Juli 2014 bei Schulte-Derne arbeiteten.

Die jüngste Entwicklung beim Reha-Technik-Dienstleister geht auf den Gesellschafterbeschluss vom 15. August zurück, das dezentral aufgestellte Unternehmen zu zentralisieren und eine bessere Kostenstruktur zu erreichen. Nach Darstellung des Brandvital-Anwalts arbeiten der Brandenburger und andere Standorte nicht wirtschaftlich. Er sprach von „rapide roten Zahlen“.

Nach dem Eindruck des ersten Gütetermins bei Arbeitsrichterin Dietlinde-Bettina Peters haben die meisten in Brandenburg beschäftigten Mitarbeiter Ende September Änderungskündigungen erhalten. Sie könnten ihre Arbeit also im etwa 400 Kilometer entfernten Schwerte oder Lünen fortsetzen.

Die Sanitätshäuser Spanke und Schulte-Derne hatten sich im Juli 2014 zur Firma Bandvital mit 370 Mitarbeitern an zwanzig Standorten zusammengeschlossen. Marcel Lautsch, Sohn des Brandenburger Firmengründers Norbert Lautsch, wechselte von Rietz aus in die Brand-Vital-Geschäftsführung nach Westfalen. Er sei freigestellt, heißt es aus der Firmenzentrale.

Der Löwenanteil der Arbeit, also die komplette Disposition und den Außendienst, erledigt nun das Dienstleistungsunternehmen Santrans Network aus der Nähe von Düsseldorf. Den gesamten Umbau will Brand Vital bis zum 31. Januar abgearbeitet haben. „Dann ist nichts mehr da in Brandenburg“, kündigte der Rechtsvertreter von Brandvital an.

Unter den klagenden Arbeitnehmer sind langjährig beschäftigte Kundendienstmonteure und Reha-Technikern. Einige lehnen den Umzug nach Lünen oder Schwerte schon aus familiären Gründen ab, andere haben die Änderungskündigung unter Vorbehalt angenommen. Allerdings scheint unklar, welcher Bedarf dort für sie besteht.

Der Betrieb im Rietzer Weg läuft jedenfalls nur noch auf äußerster Sparflamme. Eine Vollzeitkraft achtet bis auf weiteres auf die eingelagerten Hilfsmittel, die nicht mehr benötigt werden, eine weitere wird noch für die Notfallwerkstatt benötigt.

Außerdem will der Brandvital nach Aussagen von Firmenanwalt Tim Dammenhayn das Sanitätshaus in der Hauptstraße weiterführen.

Von Jürgen Lauterbach

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