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Brandenburg/Havel Brauchwasserstreit in Kirchmöser ist beigelegt
Lokales Brandenburg/Havel Brauchwasserstreit in Kirchmöser ist beigelegt
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02:15 22.04.2017
Aus zwei Brunnen dürfen die Kleingärtner bis zu 8000 Kubikmeter Wasser fördern. Quelle: STEINER
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Kirchmöser

Der Kleingartenverein „Bergfrieden“ in Kirchmöser und die Stadtverwaltung Brandenburg/Havel haben ihren Streit aus dem vergangenen Jahr gütlich beendet. „Der Rechtsstreit ist damit überflüssig geworden“, versichert Kleingärtner Dieter Thämlitz.

Im vergangenen Juni hatte die MAZ über die Sorgen des etwa 200 Mitglieder starken Vereins und dessen Klage vor dem Verwaltungsgericht berichtet. Streitpunkt war die Brauchwasserversorgungsanlage nahe der südlichen Wendseespitze.

Das Wasser zum Gießen ihrer Pflanzen beziehen die meisten Pächter der 120 Kleingärten in der Wusterwitzer Straße über diese Anlage. Mit der mehrmals verlängerten behördlichen Erlaubnis förderten sie das Uferfiltrat über zwei Pumpen. Das meiste Brauchwasser kommt aus Brunnen 1, der den Bedarf aber nicht komplett deckt.

Daher ist auch Brunnen 2 in Betrieb. Das Problem: Das fragliche Wasser ist belastet mit Alkylphenolen und Benzol, also schädlichen Substanzen. Daher genehmigten die zuständigen Behörden der Stadtverwaltung im vergangenen Jahr nur noch die Förderung von 6000 Kubikmetern aus Brunnen 1, also eine Menge, die für den kompletten Verein in einem heißen Sommer nicht sicher ausreicht.

Die Alternative, für 60- bis 80 000 Euro Trinkwasserleitungen zu beauftragen, war für die Kleingärtner nicht finanzierbar. Nach eine Gespräch mit Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) und weiteren Besprechungen fanden beiden Seiten eine Lösung, wie Thämlitz berichtet.

Der Bergfrieden ist also geschlossen. Die Kleingärtner haben die Genehmigung erhalten, 8000 Kubikmeter Brauchwasser zu fördern, das sie wie bisher nur für die Bewässerung ihrer Pflanzen benutzen dürfen. Die Genehmigung gilt Dieter Thämlitz zufolge fünf Jahre lang.

Von Jürgen Lauterbach

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