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Brandenburg/Havel Brauerei-Ruine soll Wohnungen weichen
Lokales Brandenburg/Havel Brauerei-Ruine soll Wohnungen weichen
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00:31 10.01.2016
Gewölbekeller sind alles, was von der Adler-Brauerei noch zu erkennen ist. Quelle: Marion von Imhoff
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Brandenburg/H

Die Volkssolidarität ist eine Problem-Immobilie los geworden. Dem Verband gelang zum Jahreswechsel der Verkauf der früheren Adler-Brauerei in der Brandenburger Bergstraße. Das mehr als 3000 Quadratmeter große und völlig verwilderte Gelände am Fuße des Marienberges hat die Axma Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH in Berlin um Nelly Smachtin erworben. Diese plant darauf eigenen Angaben zufolge Wohnbebauung mit Baustart 2017. Die Rede ist auch von seniorengerechtem Wohnen. In drei, vier Monaten könne sie mehr dazu sagen, so Nelly Smachtin: „Wir müssen uns erst einmal um das Grundstück kümmern.“

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Schon lange war die Fläche, die mit einem Steilhang zum Marienberg hin abschließt, für die Volkssolidarität ein Klotz am Bein. Der Stadtverwaltung war der Zustand des Areals am früheren Buga-Gelände ein Dorn im Auge. Nun teilt Angelika Jurchen von der Öffentlichkeitsabteilung der Stadt mit: „Die Verwaltung geht davon aus, dass der neue Eigentümer die ursprünglichen Planungen zur Errichtung einer Seniorenwohnanlage wieder aufgreift und einen entsprechenden Bauantrag stellt.“

Der erste Verkauf des Brauerei-Areals war glücklos

Schon einmal hatte die Volkssolidarität das an sich idyllisch gelegene Gelände verkauft. Doch der neue Eigentümer hatte nach Angaben von Vize-Landesgeschäftsführer Peter Lange nie den Kaufpreis überwiesen. Lediglich die Brauerei habe dieser abreißen lassen, so Lange. Der Vertrag wurde schließlich rückabgewickelt und der Sozialverband musste sich auf die Suche nach einem neuen Kaufinteressenten begeben. Mehrere Jahre war das Grundstück gegenüber dem Sankt Marien-Krankenhaus auf dem Markt, bevor es der Maklerfirma Nickel-Immobilien gelang, einen Käufer zu finden.

Die Adler-Brauerei in der Bergstraße um 1940. Quelle: Stadtmuseum Brandenburg

Erworben hatte die Volkssolidarität die Immobilie Anfang der 2000-er Jahre. Sie wollte dort mit einem Investor Seniorenwohnungen entstehen lassen. Doch diese Pläne zerschlugen sich.

Kellergewölbe ragen aus Schuttbergen

Der jetzige Anblick ist trostlos. Der Bauzaun bietet nur mangelhaften Schutz vor unbefugtem Betreten. Kellergewölbe ragen aus Schuttbergen hervor. Dort, wo einst ein imposanter Schornstein und die repräsentative Brauerei in verspielter Backstein-Architektur standen, wuchern Büsche und junge Bäume.

Von der Bergstraße aus zeugt nur noch der schmiedeeiserne Zaun von der einstigen Geschichte des Grundstücks. Die frühere Eigentümer-Familie um Cornelia Dirr machte ihrem Unmut schließlich Luft und ging an die Öffentlichkeit. Aus nächster Nachbarschaft musste sie dem Verfall der vormals stolzen Brauerei-Gebäude zuschauen. „Es ist ein beschissenes Gefühl, das zu sehen“, sagte Dirr damals vor zwei Jahren.

1991 hatte die Brauerei dicht gemacht. Gegründet worden war sie 1894.

Die Adler-Brauerei

Fast 100 Jahre Firmen-Geschichte umfassen die Geschicke der Adler-Brauerei in Brandenburg. Gegründet 1894 als Kaiser-Brauerei bot sie zeitweise bis zu 30 Männern und Frauen Arbeit. Bis zu 100 000 Hektoliter Bier wurden dort pro Jahr gebraut.

Die Eigentümer-Familie Dirr wurde zu DDR-Zeiten enteignet. Anschließend wurde das Unternehmen in Volkseigener Betrieb VEB Adler-Brauerei umbenannt. Nach der Wende wurde der Betrieb rückübertragen an die früheren Eigentümer. Zuletzt wurden in den Gebäuden nur noch Getränke abgefüllt. 1991 kam es zur Firmen-Schließung.

Von Marion von Imhoff

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