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Brandenburg/Havel Brecht, Saldern und das Literatur-Duell
Lokales Brandenburg/Havel Brecht, Saldern und das Literatur-Duell
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14:02 15.03.2018
Kerima Bouarara gewann in der Klassenstufe 7./8. Klasse. Sophia Göthling, bei den 9./10. Klassen, Helene Koch (17) wurde Beste der 11./12. Klasse (von links). Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Tiefe Einblicke in die jugendliche Seele gab es am Mittwoch in der Aula des Von-Saldern-Gymnasiums in Brandenburg an der Havel. Zum 8. Mal wurde der Literaturwettbewerb in Kooperation mit dem Bertolt-Brecht-Gymnasium ausgetragen. Eine Jury aus Lehrkräften und Schülern beider Lernanstalten kürte aus insgesamt 19 Beiträgen die besten drei.

Die Teilnehmer wurden nach Sekundarstufen unterschieden. Bewertet wurden unter anderem Themenwahl, sprachliche Kreativität, Betonung und Lautstärke des Vortrags. Erlaubt waren eigene Geschichten und Gedichte, die die Länge einer A-4-Seite nicht überschreiten durften.

Knapp 20 Teilnehmer mussten sich der Jury aus Schülern, Lehrern und einer Vertreterin der Fouqué-Bibliothek stellen. I Quelle: Rüdiger Böhme

Etwa 60 Gäste lauschten den Beiträgen der Jugendlichen, die größtenteils äußerst düster ausfielen. Während der erste Vortrag noch sehr humorvoll das Leben von „Klaus, dem Schnupfen“ beschrieb, wechselte die Stimmung bereits im zweiten Beitrag. Dieser schilderte aus der Perspektive eines Mobbingopfers dessen Zusammentreffen mit dem reuigen Schläger im Krankenhaus.

Drei Schülerinnen vorn

In den Jahrgangsstufen 7. und 8. gewann Kerima Bouarara (13), Bertolt-Brecht-Gymnasium.

Die Beste aus den Klassen 9. und 10. ist Sophia Göthling (16), Bertolt-Brecht-Gymnasium.

Den Sieg in der Kategorie Klasse 11 und 12 hat Helene Koch (17), Von-Saldern-Gymnasium, davon getragen.

Danach folgten Texte zu einer gescheiterten Geiselübergabe, Trennung, häuslicher Gewalt sowie Depression. Unterbrochen wurde das Programm von kleinen Sketchen und Musikstücken auf dem Klavier.

Diese standen mit ihrer Leichtigkeit in Kontrast zur Weltschmerzverarbeitung der Lesebeiträge. Intime Einblicke in die Gefühlswelt eines jungen Schülers offenbarten beispielsweise einen nagenden Liebeskummer. Und damit keine Scheu, diesen auch mutig vor einem Publikum zu bekennen.

Im Rahmenprogramm zeigten Oliver-Markus Kalsow, Paul Hildebrandt, Julian Klesz und Jordan Chris Henkel (v. re.) einen Sketch. Quelle: Rüdiger Böhme

Dann die Innenansichten einer jungen Einzelgängerin mit zwei Gesichtern, die sich nicht vom Leben klein kriegen lässt. Auch die Verarbeitung der Trennung von Eltern durfte nicht fehlen.

Amerika als „Kriegstreiber“ wurde ebenso kritisch beäugt wie gar die eigene Generation. Treffend mahnte eine junge Vorleserin die „Like-Kultur“ und den Handywahn der modernen Jugendlichen an, die lieber auf ein Display als sich in die Augen schauen. Einen Lichtblick in all der Düsternis bildete jedoch eine junge Schülerin, deren Text das Tanzen beschrieb.

Sehr bildhaft beschrieb sie das Losgelöstsein und damit die Schönheit der Bewegungen. Um dann allerdings doch mit einer verflossenen Liebe zu enden.

Von Tobias Wagner

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