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Brecht-Schüler gewinnen Kunstwettbewerb

Brandenburg an der Havel Brecht-Schüler gewinnen Kunstwettbewerb

„Bund statt blau“ – unter diesem Motto rief die DAK bundesweit Schüler dazu auf, sich über das Thema Komasaufen Gedanken zu machen und dazu ein Plakat zu entwerfen. Anne Kuleßa und Liroy Reschke vom Berthold-Brecht-Gymnasium in Brandenburg belegten mit ihrem Bild Platz eins auf Landesebene. Das wollten sie zuerst allerdings nicht glauben.

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Liroy Reschke und Anne Kuleßa: Die Brandenburger Gewinner des Plakatwettbewerbs „bunt statt blau“

Quelle: A. Jensen

Brandenburg/H. Komasaufen – schon der Begriff lässt einen erschaudern. Das Betrinken bis zur Besinnungslosigkeit ist trotzdem besonders unter Jugendlichen ein gern genutzter Zeitvertreib auf Partys. Dass das gefährliche Folgen haben kann, thematisiert die Krankenkasse DAK in ihrer Aufklärungskampagne „bunt statt blau“. Schüler aus ganz Deutschland waren in einem Kunstwettbewerb aufgerufen, sich Gedanken zu machen. Wie lässt sich mit Hilfe eines Plakates auf die Gefahren des Rauschtrinkens hinweisen?

7000 Schüler haben einzeln oder in Gruppen an dem Wettbewerb teilgenommen. 184 Plakate kamen von Brandenburger Schülern. Den ersten Platz auf Brandenburger Landesebene haben Anne Kuleßa (15) und Liroy Reschke (14) vom Berthold-Brecht-Gymnasium in Brandenburg-Nord mit ihrem gemeinsamen Plakat belegt. Doch damit nicht genug: Auch die beiden Zweitplatzierten kommen vom Brecht-Gymnasium.

„Wir dachten zuerst, das wäre ein Druckfehler“, beschreibt Liroy den Moment, als er und Anne das Glückwunschschreiben der DAK in den Händen hielten. „Auf den ersten Plätzen waren nur Brecht-Schüler und so nahmen wir an, dass diese drei Bestplatzierten, die Besten innerhalb der Schule waren und nicht vom Gesamtwettbewerb. Wir dachten, es würden noch hunderte andere Teilnehmer zur Preisverleihung kommen. Es waren aber nur fünf Teams.“ In dem Moment realisierten sie, dass sie tatsächlich zu den drei Besten im ganzen Land gehörten.

Hintergrund

Die aktuellste Bundesstatistik mit Zahlen für das Jahr 2015 zum Thema zeigt, dass 22 000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Im Land Brandenburg ist die Zahl der betroffenen Kinder zwischen 10 und 19 Jahren um sieben Prozent auf 341 Kinder gestiegen.

Der Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ der Krankenkasse DAK will dem entgegentreten.

Seit mittlerweile acht Jahren findet die Präventionskampagne jährlich statt. Bisher haben sich rund 87000 Menschen beteiligt.

Die beiden Neuntklässler und ihre Mitschüler sollten im Kunstunterricht Ideen zum Thema entwickeln. Danach kamen die Skizzen und dann haben sie entschieden, welche Ideen sie umsetzen wollen. Es gab einzelne Künstler und Teams, die sich zusammentaten. Liroy gefiel Annes Idee und so schloss er sich ihr an.

Auf ihrem Plakat ist eine Person zu sehen. „Man kann nicht erkennen, ob es eine Frau oder ein Mann ist, weil wir kein Gesicht gemalt haben. So steht die Person für jeden von uns“, erklärt Anne ihre Idee. Eine Flasche schüttet eine blaue Flüssigkeit in die Person. Langsam füllt sie damit das Herz. „Aber die Sorgen bleiben“, gibt Anne zu verstehen. „Der Hintergrund ist, dass der Alkohol alles verschlimmert“, sagt Liroy. „Außerdem wollten wir darstellen, was die Folgen aus dem Trinken sein können.“

Die beiden Gymnasiasten haben im Unterricht mehrfach über die Themen Alkohol und Drogen gesprochen. „Komasaufen war aber nicht Thema bei uns“, versichert die Schülerin. Dass es durch die Kasse mithilfe eines Plakatwettbewerbs ins Bewusstsein der Jugendlichen gerückt wird, findet sie gut. „Ich denke, es sollte mehr über Komasaufen direkt informiert werden, weil nur wenige etwas darüber wissen und die Gefahren deswegen nicht einschätzen können.“

Auch Liroy denkt so: „Von Alkohol halte ich gar nichts. Ich war noch nie betrunken und möchte es auch nie sein. Ich kann einfach nicht verstehen, wie man sich bis zur Besinnungslosigkeit betrinken kann.“

Von Annika Jensen

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