Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Brennabor-Höfe vor Neunutzung
Lokales Brandenburg/Havel Brennabor-Höfe vor Neunutzung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:12 03.07.2015
Gewerbe in historischer Kulisse: In den Brennabor-Höfen haben sich mehrere Geschäfte angesiedelt. Quelle: P. Rißling
Anzeige
Brandenburg an der Havel

Am Freitag findet um 18 Uhr die wohl letzte Vernissage unter der Regie des Brandenburger Theaters (BT) in der Galerie Brennabor statt: Dann eröffnet die Ausstellung „Götz Lemberg: H_V_L – CUTS – Porträt einer Flusslandschaft.“

„Hier haben bekannte und weniger bekannte bildende Künstler ihre Werke ausgestellt. Allen gemeinsam war, dass sie Ausdruck aktueller Zeitgenössischer Kunst sind“, heißt es vom Kulturbeirat, dem beispielsweise die Künstlerin Jeanette Goldmann angehört. Wie groß das Interesse an dem Ort ist, beweise eine Unterschriftensammlung: 700 Besucher hätten in den zurückliegenden Monaten für den Erhalt votiert.

Letzte Vernissage

Die Vernissage will der Kulturbeirat nutzen, um gegen die Pläne der Schließung zu demonstrieren und nach Lösungen für den Erhalt zu suchen. Deshalb soll ab 19 Uhr ein kurzweiliges Programm gezeigt werden, mit dem Künstler die Gründung eines Freundeskreises zum Erhalt der Kunsthalle anschieben wollen. Obschon dort viele Ausstellungen gezeigt wurden, entwickelte sich der Ort nie zum Publikumsmagneten und bescherte dem Theater alljährlich ein fünfstelliges Defizit.

Überraschend hatte vor eineinhalb Wochen der Kulturbeigeordnete Wolfgang Erlebach (Die Linke) dennoch die Rettung der Galerie verkündet. Viele wunderten sich über diesen Vorstoß. Nur zwei Tage später wollte er davon nichts mehr wissen und verwehrte im Aufsichtsrat seinem Vorschlag die Unterstützung. Seither grübeln selbst Unterstützer, was in ihn gefahren sei. Womöglich gibt es längst andere Pläne für Brennabor.

Wie die MAZ erfuhr, soll sich die Deutsche Rentenversicherung, die in Brandenburg die Riester-Renten (ZfA) berechnet, für die Brennabor-Höfe interessieren, die sich in privater Hand befinden.

Die ZfA will 250 zusätzliche Arbeitsplätze in Brandenburg schaffen und hatte dafür einen Neubau gegenüber des Bahnhofes oder auf dem früheren Bushof ins Auge gefasst. Doch die Neubaupläne haben sich zerschlagen, so dass eine Nutzung der Brenna borhöfe, zusätzlich zu den nahen Gebäuden in der Potsdamer Straße, nun eine Option ist.

Zweckbindung für Kunsthalle

Auf Nachfrage bestätige Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) dies. Es gäbe seitens von Investoren ein Interesse, die riesigen, zum großen Teil leer stehenden Gebäude für die ZfA nutzbar zu machen. Allerdings werde sich der kleinere Teil der Höfe, in dem sich die Galerie befinde, nicht einfach zum Bürogebäude umbauen lassen, sagt Scheller. Das Haus sei mit Mitteln aus dem Urban-Programm für die Bahnhofsvorstadt hergerichtet worden und habe eine Zweckbindung für die Bereiche Kultur und Kreativwirtschaft.

Die Investoren hätten angeboten, diese Zweckbindung abzulösen. „Daran haben wir kein Interesse“, sagt Scheller. Er halte es für möglich, dass ZfA und eine Galerie nebeneinander existieren. Auf Arbeitsebene hätten sich die Wirtschaftsförderung und die Kulturverwaltung zu dem Thema bereits verständigt.

Wenn es nötig sei, die Galerie in eine andere Etage zu verlegen, werde man sich dem nicht verweigern, so Scheller weiter. Aber: „Wir wollen an dem Kultur-Standort festhalten.“

Von Benno Rougk

Brandenburg/Havel Zulieferer baut Getriebe für neuen Premiumkunden - ZF: Produktion für Jaguar-Sportwagen

Wenn das Brandenburger Getriebewerk der ZF Friedrichshafen AG am Sonnabend 100 Jahre ZF mit einem Familienfest feiert, dann blicken die Brandenburger Getriebebauer auch auf ihren jüngsten Serienstart zurück. Denn neben BMW, Daimler und Porsche zählen die Brandenburger Getriebebauer seit wenigen Monaten einen weiteren Premiumhersteller zu ihren Kunden.

06.07.2015

Nun kommt es zum Schwur: Stehen die Brandenburger Parteien, Institutionen, Kirchen und Vereine hinter Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann und ihrem Referenten Jan Penkawa (beide CDU), die seit Monaten unermüdlich gegen die von SPD und Linken im Land geplante Einkreisung der Stadt Brandenburg in einen Großkreis mobil machen?

05.07.2015

Ein Projekt der Stadtverwaltung in Brandenburg an der Havel, das bereits seit mehr als einem Jahr hohe Wellen schlägt, wird endgültig begraben. Es wird keine hauseigene Stadt-Postille mit dem Namen Rathausboten geben. Nun wollen die Sozialdemokraten die verplanten 80.000 Euro jährlich in Sicherheit von Badenden investieren.

05.07.2015
Anzeige