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Brandenburg/Havel Briefmarken erzählen innerdeutsche Geschichte
Lokales Brandenburg/Havel Briefmarken erzählen innerdeutsche Geschichte
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00:31 10.01.2016
Wilhelm Schmidt zieht mit seiner Wanderausstellung quer durch Deutschland. Im Moment ist die Schau in der Bibliothek der Fachhochschule Brandenburg zu sehen. Quelle: Norman Giese
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Brandenburg/H

Auf eine Zeitreise mit Briefmarken können sich Interessierte seit Mittwoch in der Hochschulbibliothek der Fachhochschule Brandenburg begeben. Dort präsentiert der Premnitzer Wilhelm Schmidt seine Wanderausstellung „Verbundenheit bleibt ungeteilt“. Auf 25 Bildtafeln zeigt die Schau vergrößerte Briefmarken aus der DDR und der Bundesrepublik, die aus der Zeit der 40-jährigen Teilung Deutschlands von 1949 bis 1989 stammen. Mit seiner Gegenüberstellung möchte Schmidt zeigen, dass auch in diesen Jahren ein nationales Zusammengehörigkeitsgefühl über die innerdeutschen Grenzen hinaus existierte.

Einige Briefmarken aus der Ausstellung, hier zum Thema Märchen. Quelle: Norman Giese

„Die Ausstellung soll darlegen, dass sich Ost und West in der Zeit der Trennung nicht aus den Augen verloren haben“, sagt Wilhelm Schmidt. Seine These stützt der 77-Jährige auf die Feststellung, dass die Postverwaltungen beider deutscher Staaten in vielen Fällen den gleichen historischen Persönlichkeiten mit Briefmarken gedachten. So habe es zu runden Jubiläen Editionen mit gleichen oder ähnlichen Darstellungen gegeben. Beispiele für diese Beobachtungen sind etwa die Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, der Maler Albrecht Dürer sowie die Komponisten Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach.

Geschichte steht im Vordergrund

Die Schau dokumentiert aber auch die politischen und ideologischen Differenzen zwischen DDR und BRD. Eine der Bildtafeln beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit dem deutsch-deutschen Postkrieg. Im grenzübergreifenden Postverkehr war es demnach nicht unüblich, Briefmarken mit Motiven, die von der empfangenden Postverwaltung als provokativ oder staatsfeindlich eingeschätzt wurden, zurückzuschicken oder durch Lack- und Farbauftrag sowie Überklebemarken unkenntlich zu machen. Teilweise sind diese Marken sogar von den Postsendungen entfernt worden.

Der Briefmarken-Sammler-Verein Brandenburgia um seinen Vorsitzenden Eberhard Lange holte die Schau nach Brandenburg. Quelle: Norman Giese

Seine Ausstellung versteht Wilhelm Schmidt unterdessen nicht als klassische Briefmarkenausstellung. „Ich wollte die Menschen ansprechen, die keine Briefmarkensammler sind“, sagt er. Daher ist der Großteil der über 150 Marken auch in vergrößerter Ansicht zu sehen und nicht im Original. Nicht die Philatelie steht im Vordergrund, sondern die Geschichte. Diesen Punkt hob auch Eberhard Lange in einem Grußwort bei der Ausstellungseröffnung hervor. Lange ist Vorsitzender des Briefmarken-Sammler-Vereins Brandenburgia, der die Schau in der FH-Bibliothek organisiert hat. Er hofft, dass sich durch die Darstellungsform ein breiteres Publikum für die kleinen Postwertzeichen interessiert. „Briefmarken gehören zum Gesicht eines Landes“, findet Eberhard Lange.

Briefmarkensammler begründen Städtepartnerschaft

Noch bis zum 26. Januar ist die Wanderausstellung in Brandenburg zu sehen, einen Tag später wird sie bereits in Berlin-Mahlsdorf aufgebaut. Weitere geplante Orte in diesem Jahr sind das Heilbad Heiligenstadt in Thüringen (März/April), Ribbeck (Mai/Juni) und Dresden (Oktober/November). Im vergangenen Jahr waren schon Potsdam, Premnitz, Rathenow sowie Rendsburg (Schleswig-Holstein) und Niederkassel (Nordrhein-Westfalen) Zwischenstationen der Schau, die ursprünglich zur Würdigung der 25-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Premnitz und Niederkassel konzipiert wurde. „Zwei Briefmarkensammler haben diese Partnerschaft 1990 begründet“, erzählt Wilhelm Schmidt. Durch das allgemeine Thema wird mit der Dokumentation aber mittlerweile in vielen Ausstellungsorten an die Wiedervereinigung erinnert, die 2015 ebenfalls ihr 25-jähriges Jubiläum hatte.

Von Norman Giese

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