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Brandenburg/Havel Brielow stürmt Marzahne davon
Lokales Brandenburg/Havel Brielow stürmt Marzahne davon
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00:18 29.06.2017
Pokalverteidiger Marzahne beim Löschangriff. In diesem Jahr reichte die Zeit nicht für den Sieg. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Brielow

Was macht die Filmtierschule beim Feuerwehrsport? Inhaber Michael Schweuneke hat den Kampf der Brandschützer gegen die Flammen auf seinem Marzahner Firmengelände nicht vergessen. Beinahe hätte vor einigen Wochen ein Feuer sein unbezahlbares Requisitenlager vernichtet. Doch die Kameraden aus den Beetzsee-Gemeinden konnten damals das Schlimmste verhindern. „Ich möchte Danke sagen. Das war ein harter Einsatz, der unvergessen bleibt“, sagte Schweuneke beim Antrittsappell der Feuerwehren vor den Wettkämpfen um den Pokal des Amtes Beetzsee in Brielow. Der Filmtierchef revanchierte sich unter dem Beifall der Teilnehmer mit zwei Kästen Radeberger je Feuerwehr.

Die siegreiche Mannschaft der Brielower Feuerwehr. Löschgruppenführer Bernd Hanisch (2.v.l.) hält den silbernen Amtspokal, bei dem es sich um einen Wanderpokal handelt. Quelle: Frank Bürstenbinder

Doch vor dem Feierabendbier mussten die Männer und Frauen noch einmal Leistung zeigen. Acht Teams maßen ihre Kräfte beim Löschangriff. Am Ende gab es Riesenjubel bei den Gastgebern. Nach vielen, vielen Jahren waren es die Brielower, die den anderen Mannschaften davon stürmten. Genau 33,89 Sekunden brauchte die Truppe um Löschgruppenführer Bernd Hanisch, um die Tragkraftspritze in Betrieb zu nehmen, eine Ansaugleitung zum Wasserbehälter zu verlegen, gut hundert Meter Schläuche auszurollen, einen Verteiler einzubauen und zwei Zieleinrichtungen mit je zehn Liter Wasser zu befüllen. An den beiden Strahlrohren jubelten Renè Wernitz und Alexander Kneib über die gelungene Vorführung.

Torsten Richter, Feuerwehrchef der Gemeinde Beetzsee, erläutert vor den Wettkämpfen die Handhabung der Ziegler-Tragkraftspritze mit Elektrostarter. Quelle: Frank Bürstenbinder

Erstmals setzte das Amt Beetzsee bei den Wettkämpfen eine elektronische Messeinrichtung ein. Dank der digitalen Anzeige konnte das Publikum die Zeitnahme live mitverfolgen. Stoppuhren gehören der Vergangenheit an. Die von Frank Hartmann bediente Startklappe war per Kabel mit der Anlage verbunden. Nach dem Zuschlagen lief die Zeit bis beide rot-weiße-Zieleinrichtungen mit Wasser gefüllt waren. Je drei Messfühler meldeten die Erfüllung der Wettkampfaufgabe. Pokalverteidiger Marzahne brauchte 40,74 Sekunden. „Der Kauf der Anlage wurde vom Land mit Lotto-Geldern unterstützt“, berichtete Amtsdirektor Guido Müller.

Zum Programm des Lindenfestes gehörte eine Aufführung der Hula-Hoop-Gruppe aus der Radeweger Grundschule. Dort leitet Schulsozialarbeiterin Katrin Otto (l.) eine Arbeitsgemeinschaft. Quelle: Frank Bürstenbinder

Über den 2. Platz konnten sich die Kameraden aus Fohrde (36,19 Sekunden) freuen. Die Pritzerber brauchten 38,66 Sekunden. Am Start waren auch Päwesin/Riewend mit 41,81 Sekunden, Radewege mit 44,01 Sekunden und Hohenferchesar mit 46,23 Sekunden. Bei den Roskowern blieb die Anzeige bei 1,03 Minuten stehen.

Am Stand der Feuerwehr konnten sich die jüngsten Besucher des Lindenfestes beim Löschangriff ausprobieren. Quelle: Frank Bürstenbinder

Der Amtsausscheid fiel in diesem Jahr mit dem Brielower Lindenfest zusammen. Vor heimischem Publikum konnte deshalb Löschgruppenführer Bernd Hanisch aus den Händen von Verwaltungschef Guido Müller und Amtsbrandmeister Jan Lehnhardt den Amtspokal entgegennehmen. Vielleicht war die Siegerehrung auf dem Festplatz neben dem Gerätehaus ein Grund für die ungewöhnliche Feierlaune der Brielower. Ortsvorsteherin Elisabeth Elsner und Beetzsee-Bürgermeister Rainer Britzmann gehen von einem Besucherrekord aus.

Die Mannschaft aus Päwesin/Riewend beim Start zum Löschangriff. Quelle: Frank Bürstenbinder

Den ganzen Nachmittag erfreuten sich die Gäste an der Vorführungen der Kita-Kinder, der Radeweger Hula-Hoop-Gruppe und der Kuchentafel der Brielower Landfrauen. Mit Musik und Unterhaltung ging es bis in die Abendstunden weiter, bevor zum Auftritt der Brandenburger Band „Pegasus“ das Tanzbein geschwungen wurde. Ungewohnter Hochbetrieb herrschte am Getränkestand und vor der Grillstation. Für Essen und Trinken musste Nachschub beschafft werden. An die 1000 Steaks, Würste und Bouletten gingen über den Rost – so viele, wie noch nie in den letzten Jahren.

Von Frank Bürstenbinder

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