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Bronze, Silber und Gold für treue Tänzerinnen

Prunksitzung des BKC Bronze, Silber und Gold für treue Tänzerinnen

Am Wochenende waren wieder die Jecken los. Im großen Saal des Brandenburger Theaters hielten die Karnevalisten des BKC ihre Prunksitzung ab. Das Publikum erlebte über vier Stunden ein närrisches Feuerwerk.

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Die Überraschung des Abends waren die „Pulversäcke“ Mit ihrer Tanzeinlage rissen sie das begeisterte Publikum restlos von den Sitzen.

Quelle: Rüdiger Böhme

Brandenburg/H. Mitten in der Saison und in Höchstform sind die Jecken des Brandenburger Karnevalklubs BKC 1964 e.V. Am Samstag war im Großen Haus des Brandenburger Theater wieder Karnevalszeit und der Saal knackevoll. Doch es sollte dieses Mal nicht nur darum gehen, dem Publikum eine satte Portion Spaß und gute Laune zu verpassen. Im Mittelpunkt standen auch verdienstvolle Mitstreiter. So wurden mehrere junge Damen aus dem Bereich Tanz mit der Treuenadel des BDK (Bund Deutscher Karneval) ausgezeichnet. Für ihre langjährige Arbeit als Trainerin erhielt Daniela Wollenhaupt die Treuenadel des BDK in Gold. In Silber wurde Nadine Heienbrock die Ehrung für ihre langjährige Arbeit als Co-Trainerin überreicht. Jeweils die Ehrennadel in Bronze erhielten Claudia Blankenhorn, Stephanie Pabst, Marie Schulze und Theres Richter. Alle sind seit vielen Jahren aktiv im Tanz dabei.

Zu den Ausgezeichneten des Abends gehörten auch Claudia Blankenhorn (l) und Daniela Wollenhaupt

Zu den Ausgezeichneten des Abends gehörten auch Claudia Blankenhorn (l.) und Daniela Wollenhaupt.

Quelle: Rüdiger Böhme

Mit einem Flashmob stimmten die Haus- und Hofsänger zur 3.Prunksitzung des BKC ein und fordeten Präsidentin Jaqueline Damus und die Prinzenpaare der 53.Saison mit ihren Garden zu Begrüßung auf die Bühne. Katrin III. und Alexander LIII versprachen, dass das Programm nicht nur die Aktiven ins Schwitzen bringen wird. Allein schon die Neugier auf „Running Gag“ Henrik Reinkesmeier schraubte die Erwartungen des Publikums nach seinem Bekanntwerden in den Medien richtig in die Höhe.

Doch zuerst träumten sich einmal die Kleinsten, die „Knöpfchen“, mit ihrem Tanz „Traum bleibt Traum“ in die Herzen der Gäste. Aus seinem doch so schweren Schulalltag und von seinen „Sorgen“ mit Papa berichtete danach Ive Fischer. Damit war er an diesem Abend aber nicht der Einzige, der den Finger in die Wunde legte. Die BKC-Büttenrdener sind ja seit Jahren bekannt für ihre spitze Zunge. Ältestes Paar sind die „Handwerker“ mit Wolfgang Brust, der seit 33 Jahren dabei ist und nunmehr mit Christian Ostermann. Sie versuchen die politische Welt zwischen Donald Trump und Dietlind Tiemann zu verstehen. Dabei kommen ihnen noch die Parteien in die Quere. So kann man das „BüfüBü“ schon mal mit „Döner“ verwechseln. Aufklärung brachte da Oliver Windeck. In der nun schon traditionsreichen Figur des „Roland“ rückte er die Weltpolitik ins rechte Narrenlicht und erklärte allen die wahren Zusammenhänge.

Seit 33 Jahren in der Bütt ist Wolfgang Brust gemeinsam mit seinem Handwerkerkollegen Christian Ostermann, dem er wieder einmal die Welt- und St

Seit 33 Jahren in der Bütt ist Wolfgang Brust gemeinsam mit seinem Handwerkerkollegen Christian Ostermann, dem er wieder einmal die Welt- und Stadtpolitik erklären muss.

Quelle: Rüdiger Böhme

Was so alles daneben gehen kann, wussten die „Zwei für alle Fälle“ zu berichten. Nancy Vogler und Falko Ditscher sind die Feuerwehrfrau und der Polizist. Aber so richtig schwer hatte es Tim Blankenhorn mit seinen Erlebnissen auf den Ü-30-Partys. Gleich dreimal forderte „Harz der IV.“, alias Henrik Reinkesmeier, die Lachmuskeln des Publikums. Schon seine Einführungen zur Lebenserfahrung nach 35 Arbeitsjahren, davon immerhin zwei Jahre aktiv, und seine 20 Umschulungen, die ihn als Überqualifizierten auszeichnen, sorgten für Beifallsstürme. Dabei erklärte er dem Publikum auch, warum er denn ab und an auch unter die Gürtellinie muss. Sonst lacht ja keiner und die Lacher benötigt er, um Pause machen zu können. Die Pausen wurden dann besonders lang bei seinem 2. Auftritt, wo er sich Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann und der Stadtpolitik widmete. Seinen 3.Auftritt hätte er dann fast verpasst, zusehr musste er sich auf die Gags konzentrieren. Aber auch das klappte dann alles.

Im großen Haus des Theaters herrschte eine prächtige Stimmung

Im großen Haus des Theaters herrschte eine prächtige Stimmung.

Quelle: Rüdiger Böhme

Glanzpunkte beim BKC setzen seit vielen Jahren die Tanzgruppen. Besonders überraschend und der Hingucker in dieser Saison schlechthin waren die „Pulversäcke“. Was die boten, war einfach nur Klasse und kam total überraschend. Aus dem gewohnten Klamauk heraus, boten die Mannen um Hauptmann Wolfgang Brust und Soldatin Anett Rostalski, das auch die „Truppe“ tänzerisch was drauf hat. Aber ebenso überzeugten die Showtanzgruppen und die Gardetänzerinnen wieder einmal. Nicht umsonst kamen sie von der diesjährigen Landesmeisterschaft mit tollen Platzierungen zurück. Auf den Prunksitzungen zeigten sie dann dem Publikum ihr Können. Dabei wissend, das nach der Saison vor der Saison ist und es schon bald wieder losgehen wird, um neue Tänze einzustudieren. Was vor allem viele Proben bedeutet.

„Mach dein Ding“ sangen Jacqueline Damus und Rene Klepzig dem Publikum zum Abschluss zu

„Mach dein Ding“ sangen Jacqueline Damus und Rene Klepzig dem Publikum zum Abschluss zu.

Quelle: Rüdiger Böhme

Zum großen Finale wurde es noch einmal eng auf der Bühne. Alle Aktiven waren dabei und auch die Gäste vom KCH. Gemeinsam klang der Abend nach tollen viereinhalb Stunden aus. Für den Auskehrer sorgte BKC-Präsidentin Jaqueline Damus gemeinsam mit Rene Klepzig höchstpersönlich und gab dem Publikum mit auf den Weg: „Egal was passiert. Mach dein Ding.“

Von Rüdiger Böhme

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