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Brücke ist für Passanten wieder offen

Brandenburg an der Havel Brücke ist für Passanten wieder offen

Eine Brücke über den Sandfurthgraben am Reckahner Weg in Brandenburg an der Havel ist nun vorerst wieder passierbar – zumindest für Fußgänger und Radfahrer. Motorisierte Fahrzeuge dürfen allerdings nicht darüber rollen. Das hat einen triftigen Grund.

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Es gibt nun einen provisorischen Fuß- und Radweg.

Quelle: Mathias Latocha

Brandenburg/H. Die Paukrierbrücke über den Sandfurthgraben am Reckahner Weg ist nun vorerst wieder passierbar für Fußgänger und Radfahrer. Motorisierte Fahrzeuge dürfen allerdings nicht darüber rollen.

Der beliebte Weg als Verbindung vom Wohngebiet Eigene Scholle zum Autobahnsee beziehungsweise nach Reckahn war seit Ende vergangenen Jahres nur eingeschränkt passierbar, weil das Bauwerk wegen Holzschäden gesperrt werden musste. Eine Erneuerung des gesamten Holzbelages einschließlich der Geländer sollte im Juni erfolgen, damit zur Badesaison im Hochsommer die Brücke wieder offen ist.

Doch die erste Ausschreibung scheiterte, sie musste aufgehoben werden. „Es gab kein annehmbares Angebot für die Leistungen, deshalb müssen wir die Ausschreibung wiederholen“, sagt der städtische Brückenspezialist Peter Reck. Deshalb würden die Arbeiten dann eher im Spätsommer realisiert. Um wenigstens eine Passierbarkeit für Radler und Passanten herzustellen, hat die Zimmerei Steffen einen Geh- und Fahrstreifen mit Schalungsplatten hergestellt und befestigt. Das ist keine Lösung, wenn es Schnee und Eis gibt, doch bis dahin soll die Brücke längst erneuert sein.

Laut Ausschreibung müssen für den neuen Fahrbahnbelag elf Kubikmeter Nadelholz in 14 x 14 Zentimeter starken Balken ausgebaut und durch ebensolch dicke Eichenbalken ersetzt werden. Die drei Längsbalken sind insgesamt 86 Meter lang. Zuvor müssen die sieben stählernen Längsbalken gereinigt und entrostet werden. An den Enden werden insgesamt zwei Kubikmeter Eichenbalken von 10 x 10 Zentimetern Stärke als Kippverbände angesetzt. Zwölf Spannanker aus Stahl sollen der Konstruktion Festigkeit geben. Gebraucht werden zudem 29 Meter Holzgeländer aus Eichenholz. An den Enden sind jeweils vier so genannte Tränenbleche anzubringen, die Riffelbleche mit diagonalen Mustern sorgen für Tritt- und Rutschsicherheit, sollen die Stolpergefahr minimieren.

Der Auftrag ist mit einem Volumen von 50.000 bis 60.000 Euro nicht unattraktiv, doch kämpft die Verwaltung wie andere potentielle Auftraggeber auch mit einem Problem – die Handwerksfirmen sind wegen des Baubooms derzeit allesamt stark eingespannt und haben volle Auftragsbücher. Die Kommune ist zudem zum Sparen angehalten und kann oder will manche überhöhten Preise, die vereinzelt aufgerufen werden, einfach nicht zahlen.

Die Paukrierbrücke war zum letzten Mal 1983 komplett rekonstruiert worden, auch 2006 und 2014 gab es Sanierungsversuche, die offensichtlich keine lange Wirkung hatten.

Von André Wirsing

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