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Brandenburg/Havel Touristenparadies am Plauer See
Lokales Brandenburg/Havel Touristenparadies am Plauer See
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18:39 04.08.2016
Investorenteam: Walter Gerhardt, Dagmar Herden, Tatjana und Hans-Peter Bruckert (von links). Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg/H

Dagmar Herden hat die Herzen der Kirchmöseraner schnell erobert: „Ich habe mich in diesen Ort sofort verliebt.“ Die Nähe zum Wasser und zur Natur habe sie schlicht umgehauen. Am Mittwoch hat die zusammen mit ihren Mitinvestoren von der Pro Seega GmbH (Pro Seegarten) alle Verträge im Rathaus unterschrieben.

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Mehr als 500 Gäste kamen zum Brückenfest in den Biergarten des KdE.

Einen Tag später erzählt sie ihren neuen Nachbarn, was sie mit dem Denkmal-Ensemble vorhaben: Aus der Klinik wird ein Haus mit Wohnungen und Ferienwohnungen, aus dem Klubhaus ein Hotel mit 40 bis 45 Zimmern, ein Teil davon komme in einem Neubau unter. Die vorhandene Gebäudesubstanz sei sehr gut, die Raumverteilung mit dem riesigen Saal „eine Herausforderung“.

Am 12. Oktober werden sich 18,19 Architekturstudenten im Masterstudium „Bauen im Bestand“ dem Haus widmen „und in jede Ritze kriechen, um herauszufinden, was man damit machen kann“. Das Zusammenspiel mit allen Ämtern im Rathaus sei hervorragend, wie sie es nirgendwo anders erlebt habe.

26 000 Quadratmeter

Seegarten/Klubhaus der Eisenbahner sowie das ehemalige Klinikum Kirchmöser samt Grundstücken beanspruchen eine Fläche von 26 000 Quadratmetern sind Mitte April an die Pro Seega GmbH vom Hauptausschuss verkauft worden.

Beide Immobilien, die seit 1992 unter Denkmalschutz stehen, hat die Stadt im Jahr 2003 vom Bundeseisenbahnvermögen übertragen bekommen.

Pro Seega sind Geschäftsführerin Dagmar Herden, ihr Mann Walter Gerhardt sowie die Immobilienentwickler Tatjana und Hans-Peter Bruckert, die bereits mehrere Sanierungsprojekte unter anderem in Magdeburg realisiert haben.

Das Klubhaus steht seit 1992 fast durchgängig leer. Problematisch für die künftige Nutzung dürfte der Festsaal mit 600 Quadratmetern Nutzfläche sein.

Die Investoren planen faktisch in drei Bauabschnitten. Zuerst wird es im nächsten Jahr ein Sanieren und Umbauen des alten Klinikums geben. Danach folgt das Klubhaus mit dem Hotel, das sich einspielen wird, um nach zwei, drei Jahren auch die Gäste in den Ferienhäuschen zu versorgen. Die kleine Siedlung soll auf dem Areal entstehen, auf dem es jetzt noch Fußball- und Tennisplätze stehen. Doch gehören die Flächen noch dem Eisenbahnbundesvermögen, mit der Behörde muss noch eine Einigung erzielt werden.

Dann sieht sich auch die Stadt noch in der Pflicht. Sie muss nämlich dann andere Flächen für die Vereine zur Verfügung stellen. Im Gespräch sind Grundstücke unweit Uferstraße/Platz der Einheit. „Erst wenn es die Alternative gibt, werden die Sportplätze weggenommen“, verspricht Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann vor den mehr als 500 Gästen.

Für das Betreiben von Hotel und Ferienanlage gebe es bereits einen deutschen Hotelbetreiber als Partner. Dass dieser von der Pro Seega, die dann sanierten und neu gebauten Immobilien erwirbt, sei wahrscheinlich, sagt Dagmar Herden, „schließlich will er seinen Betrieb als Eigentum irgendwann führen“. Zuerst müssen die Bauherren aber kräftig in Vorleistung gehen. Für das Klubhaus rechnet die Geschäftsführerin mit etwa fünf Millionen Euro Investitionskosten, für das Klinikum sind es drei bis vier.

Von André Wirsing

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