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Buckelpiste wird wieder Automeile

Brandenburg an der Havel Buckelpiste wird wieder Automeile

Die Kaiserslauterner Straße wird im Abschnitt zwischen den Autohäusern im Frühsommer saniert, aber erst nachdem es Druck aus der Kommunalpolitik gab, weil ein Vor-Ort-Termin Verheerendes offenbarte und weil sie ab Herbst als Umleitungsstrecke für die B 102 unbedingt benötigt wird.

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Die Löcher und Verwerfungen auf der Fahrbahn sind ein Härtetest für jede Fahrzeugfederung, weiß Panajotis Zatlidis.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg//. Die Kaiserslauterner Straße gereicht der Automeile nicht zur Ehre, gerade in dem gebogenen Abschnitt zwischen den Autohäusern hindurch. Nur mit richtig gutem Willen könnte man die Buckelpiste zur Teststrecke für die gerade erworbenen Boliden erklären.

Für die meisten Autofahrer und Gewerbetreibenden ist die Fahrbahn ein ständiges Ärgernis – und dies schon seit einigen Jahren. „Wir zahlen nicht gerade wenig Steuern, dann können wir davon ausgehen, dass die Stadt eine vernünftige Infrastruktur schafft“, sagt Gerüstbau-Unternehmer Panajotis Zatlidis. Er hat sechs Lkw auf dem Hof, die mehrmals täglich die Strecke passieren müssten. Er verlange ja keinen Komplettneubau, weil die Anliegerbeiträge auch manchen Gewerbetreibenden überfordern könnten. Doch eine Reparatur sollte doch drin sein.

Das Thema war auch Gesprächsstoff im jüngsten Wirtschaftsausschuss. „Wir dürfen nicht nur an die Touristen und an die Innenstadt denken, sondern auch an die heimische Wirtschaft, die Arbeitsplätze schafft. Wen n wir tatsächlich zusätzliches Geld vom Land bekommen, stecken wir es doch auch in die Straßen“, sagt Norbert Langerwisch (Büfübü). Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) hat in seinem Doppeletat-Entwurf keinen entsprechenden Posten vorgesehen.

Doch es gibt eine Lösung: Vor wenigen Tagen gab es einen Vor-Ort-Termin mit dem städtischen Tiefbauexperten Peter Reck und Bauhofchef Mathias Latocha. „Vor Jahren hatten wir schon einmal eine Entwurfsplanung für einen Komplettneubau erstellen lassen. Das Büro wird beauftragt, die Pläne auf eine Sanierung umzuschreiben und ein Leistungsverzeichnis zu erstellen“, sagt Reck. Auf 430 Metern Länge und einer Fläche von 2650 Quadratmetern wird der Belag um mindestens vier Zentimeter Höhe abgefräst, an den größeren Verwerfungen auch noch tiefer. Dann kommt eine neue Asphaltdecke darüber. „Es ist nur noch nicht ganz klar, ob wir Kalt- oder Heißasphalt einbauen, je nach Methode kostet das 130.000 bis 160.000 Euro.“ Das Geld wird aus dem Unterhaltungsfonds für Straßen entnommen, die Anlieger zahlen keine Beiträge.

In den nächsten Wochen wird Recks Team auf die Gewerbetreibenden zugehen und die Details wie Zufahrten absprechen. Bis auf das Fiat- und das Toyota-Autohaus haben alle Betriebe zwei Zufahrten, so dass dies kein Problem darstellt. Zudem soll die Fahrbahn in vier aufeinander folgenden Bauabschnitten erneuert werden. Im Frühsommer könnten die Arbeiten erledigt werden.

Der Sinneswandel in der Verwaltung sei auf Pragmatismus zurückzuführen, es habe mehrere Gründe gegeben, sagt Reck: Der wichtigste war der Eindruck vor Ort, Latocha hatte gesagt, es sei finanziell zu stemmen. Ab Herbst wird die B 102 weiter saniert und gesperrt, da wird die Umleitung für den Straßenverkehr unter anderem durch diesen Abschnitt geleitet, deshalb muss die Stadt auch vorher fertig sein. Nicht zuletzt habe der Druck aus der Kommunalpolitik für die nun positive Entscheidung gesorgt.

Von André Wirsing

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