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Bürger entdecken Müllberge in Kirchmöser

Polizei und Staatsanwalt ermitteln Bürger entdecken Müllberge in Kirchmöser

Wieder einmal türmen sich illegale Müllberge auf Brandenburger Stadtgebiet auf. Am Rande des Industriegebiets Kirchmöser-Nord haben Unbekannte kürzlich geschätzte 200 Tonnen Abfall abgeladen. Umweltbehörde, Polizei und Staatsanwalt sind informiert. Bisher führt keine Spur zum Verursacher. Eine Probe soll Aufschluss geben über die Zusammensetzung der Abfälle.

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Hajo Eucken ist auf die illegale Müllablagerung aufmerksam geworden und hat die Verwaltung darüber informiert.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Als hätte der Brandenburger Ortsteil Kirchmöser nicht schon genügend Probleme mit dem illegalen Lagern und Verbrennung schadstoffbelasteten Abfälle gehabt, türmen sich dort weder einmal illegale Müllberge auf.

Am Rande des Industriegebiets Kirchmöser-Nord haben Unbekannte in jüngerer Vergangenheit geschätzte 200 Tonnen Abfall abgeladen. Umweltbehörde, Polizei und Staatsanwalt sind informiert. Bisher führt aber keine Spur zum Verursacher. Eine Probe soll Aufschluss geben über die Zusammensetzung der Abfälle.

Die Müllhaufen sprechen dafür, dass ein Lastwagen die unerwünschte Ladung einfach abgekippt hat. Wann dies geschehen ist, lässt sich schwer sagen, da niemand Augenzeuge war. Bürger aus Kirchmöser haben die illegalen Müllplätze jedenfalls vor einigen Wochen in der Straße Bahntechnikerring entdeckt, etwa zweihundert Meter vom Bahnstromkraftwerk entfernt, dort wo wenig Verkehr herrscht.

Entlang der Straße finden sich auf beiden Seiten alte, schon lange Zeit ungenutzte Backsteinbaracken, die sich im Eigentum der Stadt Brandenburg befinden. Zwischen den gesicherten Baracken sind größere versiegelte Flächen angelegt.

Acht größere Berge Müll häufen sich am hinteren Ende von zwei dieser Betonflächen. Die Haufen bestehen aus Holz- und Kunststoffabfällen sowie undefinierbarem Müll. Die Haufen sind so angeordnet, dass der Verursacher mit Absicht genügend Plätz gelassen hat für weitere illegalen Mülllieferungen. An diesem Montag war der Zustand allerdings noch unverändert.

Illegaler Schrott- und Müllplatz Elisabethhütte

In der Stadt Brandenburg hat es in den vergangenen Jahren mehrere Müllablagerungen in großem Stil gegeben.

Die ehemalige Gießerei Elisabethhütte diente bereits vor mehr als zehn Jahren als illegale Müllhalde.

Der Staatsanwalt klagte den Grundeigentümer an, 300 bis 500 Tonnen Siedlungsmüll und Baustellenabfälle illegal auf dem 30 000 Quadratmeter großen, stillgelegten Firmengelände abgeladen zu haben. Von diesem Abfall befindet sich immer noch ein großer Teil in dem verwahrlosten Gebiet. Die Stadtverwaltung sagt eine Prüfung zu.

Auf dem einstigen Flugplatz in Briest wurden zwischen April 2009 und März 2011 ohne Genehmigung schadstoffbelastete Abfälle gelagert und geschreddert. Die Verursacher mussten sich inzwischen vor Gericht verantworten.

Hajo Eucken und andere aufmerksame Bürger aus Kirchmöser haben die Brandenburger Stadtverwaltung auf das jüngste Umweltproblem des Ortsteils aufmerksam gemacht.

„Die Fachgruppe Umwelt und Naturschutz der Stadtverwaltung Brandenburg an der Havel hat eine Anzeige wegen des Verdachts der umweltgefährdenden Abfallbeseitigung bei der Polizeiwache in Brandenburg erstattet“, teilt Verwaltungssprecherin Angelika Jurchen mit. Der Verwalter der Liegenschaft sei über die Ablagerung informiert.

Die Umweltschützer der Stadt haben außerdem eine Probe entnommen und sie der Kriminalpolizei in Potsdam zur Analytik übergeben.

Die Polizei hat inzwischen die Staatsanwaltschaft Potsdam über die Ablagerung informiert. Solange die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen nicht abgeschlossen sind und die Analyseergebnisse nicht vorliegen, können die Abfälle nicht beräumt werden, teilt Angelika Jurchen mit.

Somit ist nicht auszuschließen, dass der unbekannte Müll eine ganze Zeit dort liegen bleibt, wie das Beispiel der einstigen Elisabethhütte in der Caasmannstraße zeigt.

Von Jürgen Lauterbach

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