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Brandenburg/Havel Bürgermeister denkt an Klage gegen Land
Lokales Brandenburg/Havel Bürgermeister denkt an Klage gegen Land
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17:28 10.04.2018
Reth Kalsow (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Groß Kreutz (Havel). Quelle: JACQUELINE STEINER
Groß Kreutz (Havel)

Der Bürgermeister der Gemeinde Groß Kreutz (Havel), Reth Kalsow (CDU), äußert weiterhin Kritik am Entwurf der Landesentwicklungsplanung. Diese blockiere auch die Entwicklung der Kommune. Das 600 Seiten starke Papier ist der zweite Entwurf der Landesentwicklungsplanung. 1100 Anregungen waren zuvor aus den Kommunen dazu eingegangen. „Davon sind nicht viele in das Papier berücksichtigt worden“, sagte Kalsow im jüngsten Hauptausschuss. So sei die Strukturebene eines Grundzentrums nicht eingeführt worden. Durch diese Festsetzungen sind Groß Kreutz nur bestimmte Wohnraum-Entwicklungen zugesprochen worden. Diese empfinden Verwaltung und Kommunalpolitiker als Knebel.

Vorschläge der Brandenburger Gemeinden nicht beachtet

Die Stadt Brandenburg gilt danach wie Potsdam, Frankfurt (Oder) und Cottbus als Oberzentrum. Groß Kreutz und Kloster Lehnin wurde keine Zentrumsfunktion zugesprochen. Werder und Beelitz gelten als Mittelzentren in Funktionsteilung. Sie sind wichtige Standorte für Wirtschaft, Handel und Dienstleistungen und wichtig für den ländlichen Raum, auch als Bevölkerungsschwerpunkt. Die Forderung, Grundzentren einzuführen und Lehnin und Groß Kreutz als solche einzustufen, haben die Planer auch in ihrem zweiten Entwurf zur Seite geschoben. „Dafür aber sollten wir kämpfen“, sagte Bürgermeister Kalsow. Die Kommune überlege, gegen die Planung notfalls gerichtlich vorzugehen und sich hierfür einer Sammelklage anzuschließen.

Anhand des bisherigen Entwurfes sollen nur fünf Prozent des Wohnungsbestandes 2018 für die Jahre 2019 bis 2029 in der Gemeinde an Neubauten zugelassen werden. Das wären nicht einmal 200 Wohneinheiten über zehn Jahre. Schon mehrmals hat Kalsow den Planern vorgeworfen, mit falschen Daten zu arbeiten. Auch werde das Entwicklungspotential der Kommune durch die Bundesstraße 1, den Regionalexpress RE 1 und die Nähe zu den Autobahnen 2 und 10 nicht anerkannt.

Von Marion von Imhoff

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