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Kreykenbohm ziert sich, SPD widerspricht sich

Bürgermeisterwahl in Kloster Lehnin Kreykenbohm ziert sich, SPD widerspricht sich

Kloster Lehnins Bürgermeister Bernd Kreykenbohm (57) beantwortet noch immer nicht die Frage, ob er zur Bürgermeisterwahl am 20. März noch einmal antritt. Der SPD-Ortsverein versucht zu verschweigen, dass er den Vorschlag des SPD-Unterbezirksvorstandes abgelehnt hat, Nicole Näther ins Rennen zu schicken.

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Überlegt immer noch, ob er antritt: Bernd Kreykenbohm.

Quelle: Jast

Kloster Lehnin. Kloster Lehnins Bürgermeister Bernd Kreykenbohm (57) beantwortet noch immer nicht die Frage, ob er zur Bürgermeisterwahl am 20. März noch einmal antritt. Der SPD-Ortsverein versucht zu verschweigen, dass er den Vorschlag des SPD-Unterbezirksvorstandes ablehnte, Nicole Näther als Kandidatin ins Rennen zu schicken.

Ende Mai war Bernd Kreykenbohm noch unentschlossen, hatte sich noch keinen abschließenden Gedanken gemacht. Seither ist ein halbes Jahr vergangen und der Denkprozess ist offenbar noch immer nicht abgeschlossen.

Näther abgelehnt

Kreykenbohm ziert sich jedenfalls in Bezug auf seine erneute Kandidatur. Dabei hat die Kommunalaufsicht in Teltow den Termin für den ersten Wahlgang inzwischen auf den 20. März 2016 festgelegt. Er liegt damit früher als es sich der Rathauschef selbst ausgerechnet hatte.

Der parteilose Kommunalpolitiker regiert die 11.000-Einwohner-Gemeinde seit dem Jahr 2002. Womöglich muss er im Unterschied zu seiner gewonnenen Wahl am 15. März 2008 mit einer Gegenkandidatur rechnen.

Allerdings hat sich die SPD in Kloster Lehnin in dieser Frage noch nicht gefunden. In der ersten Dezemberhälfte werde sich sein Ortsverein mit der Frage eines eigenen Kandidaten oder der Unterstützung Kreykenbohms beschäftigen, sagt der Vorsitzende Berthold Satzky, der von Berufs wegen der engste Mitarbeiter des Bürgermeisters im Rathaus ist.

SPD ringt mit sich

Satzky bestätigt auf Nachfrage nicht, dass der SPD-Ortsverein es abgelehnt hat, eine Kandidatur der Sozialdemokratin Nicole Näther aus Gollwitz zu unterstützen, die als Verwaltungsmitarbeiterin und Personalratsvorsitzende ebenfalls im Kloster Lehniner Rathaus arbeitet. „Das muss ein Gerücht sein“, sagt Satzky. Im Weiteren umkurvt der SPD-Ortsvereinschef die Wahrheit mit der Floskel, dass über Näther in Ortsvereinsversammlungen nicht gesprochen worden sei.

Da ist SPD-Unterbezirksvorstand Matthias Schubert aus einem anderen Holz geschnitzt. Er bestätigt, dass der Ortsverein den Vorschlag Näther abgelehnt habe. Gegen den Ortsverein werde der UB-Vorstand natürlich nichts durchsetzen. Grundsätzlich sei es aber schon die Linie der Landes-SPD, bei Bürgermeisterwahlen eigene Kandidaten aufzubieten.

Auch Näther selbst hat zur Kenntnis genommen, dass die SPD in Kloster Lehnin ihre Kandidatur nicht unterstützen würde. Für sie unerwartet habe Schubert sie im Mai gefragt, ob sie zur Kandidatur bereit wäre. Das habe sie unter anderem von der Unterstützung des Ortsvereins abhängig gemacht. Wegen des negativen Votums verfolge sie das Thema vorerst nicht weiter.

Gegenkandidat wahrscheinlich

Auch wenn von der SPD nichts kommt, muss Kreykenbohm sich auf eine Gegenkandidatur einstellen. „Wir arbeiten an einem eigenen Kandidaten“, teilt Linken-Fraktionsvize Andreas Bernig mit. Er hatte schon im Mai die Ansicht vertreten, „das System Kreykenbohm“ gehöre abgeschafft.

Nach Bernigs Worten sondieren die Linken gerade, wer von mehreren möglichen Linken- Kandidaten ins Rennen gehen soll. Denn das Thema, die SPD-Frau Näther zu unterstützen, habe sich ja erledigt.

Im Hinblick auf Kreykenbohm bekundet der Linken-Politiker Freude darüber, dass es dem über so lange Zeit erkrankten Bürgermeister gesundheitlich offenbar besser gehe. Für ein beamtenrechtlich sauberes Verfahren würde Bernig es gleichwohl halten, legte der Amtsinhaber im Falle einer neuerlichen Kandidatur ein amtsärztliches Attest vor.

Mit der Unterstützung der CDU und der „Freien Bürger“ könnte der amtierende Rathauschef nach bisherigen Äußerungen rechnen.

Von Jürgen Lauterbach

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