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Bürgerservice: Ortsvorsteher empören sich

Brandenburg an der Havel Bürgerservice: Ortsvorsteher empören sich

Was die Stadt Brandenburg im Großen – sprich bei der geplanten Kreisgebietsreform – kritisiert, setzt sie im Kleinen, nämlich bei den Ortsteilverwaltungen, selber um. Erst schleichend, dann mit einem großen Knall: In jedem Fall ist die Empörung in den Ortsteilen in Kirchmöser und Plaue riesig, weil der dortige Bürgerservice fast nicht mehr geöffnet hat.

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Ines Budick (Pro Kirchmöser)

Quelle: Nack

Brandenburg/H. Was die Stadt im Großen – sprich bei der geplanten Kreisgebietsreform – kritisiert, setzt sie im Kleinen, nämlich bei den Ortsteilverwaltungen selber um. Erst schleichend, dann mit einem großen Knall.

So kann man die Reaktionen aus Kirchmöser und Plaue zusammenfassen, nachdem bekannt geworden ist, dass es im Bürgerservice Unter den Platanen 2 nur noch eine Mini-Öffnungszeit von 90 Minuten in der Woche in Anwesenheit des Revierpolizisten geben soll.

„Schön, dass wenigstens die Vertreter der Presse über wichtige Vorgänge in Brandenburg an der Havel informiert werden und diese dann auch in ihren Medien verbreiten. So können wir Ortsvorsteher wenigstens auf dem gleichen Informationsstand sein, wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger“, schreiben Ines Budick (Pro Kirchmöser) und Lieselotte Martius (SPD) in einer gemeinsamen Erklärung. „Was bleibt uns Ortsvorstehern denn an Aufgaben in unserem Ortsteil?

Über die Jahre wurde unsere Amtsfunktion immer weiter abgewickelt, genau so, wie die Rathäuser, die Bibliotheken, die Ortsteilverwaltungen. Aus einem Bürgerhaus wird eine Brauerei, aus einem Informationszentrum ein Dokumentenlager, aus einem Industrielehrpfad ein … was auch immer. Was kommt als nächstes, die Schließung der Freiwilligen Feuerwehren?“ Das „Reformieren“ der Ortsteile führe für die Bürger zu langen Wegen, zu erhöhtem Zeitaufwand sowie zum Verlust von Informationen und Ansprechpartnern.

„Die Verwaltungen der anderen Ortsteile wurden in den letzten Jahren still und heimlich abgewickelt. Kirchmöser und Plaue waren die letzten standhaften Bastionen. Mit einer Hinterzimmerentscheidung wird die Bevölkerung vor vollendete Tatsachen gestellt“, monieren die Ortsvorsteherinnen. Vorschläge aus der Stadtverordnetenversammlungen, wenigstens einen Verwaltungsbus durch die Ortsteile zu schicken und ihn gleichzeitig als rollende Bibliothek zu nutzen, seien in der Verwaltung überhaupt nicht verfolgt worden.

„Dieses Büro ist für mehr als 8000 Menschen zuständig. Ich höre aus der Verwaltung derzeit so viel von kurzen Wegen, wenn es um die Diskussion um die Kreisgebietsreform geht. Hier gilt das offensichtlich nicht“, sagt Gerhard Sondermann vom SPD Ortsverein Kirchmöser/Plaue. „Am meisten ärgert es uns, dass diese Entscheidung offensichtlich im Alleingang der ehemaligen OberbürgermeisterinTiemann und der Verwaltung getroffen wurde.“ Der SPD-Ortbereinsvorsitzende Carsten Eichmüller ergänzt: „Wir erwarten, dass erstens die Umstände dieser Entscheidung genauer kommuniziert werden.

Bislang war von Übergriffen nichts bekannt geworden. Sollte es so sein, muss natürlich für die Sicherheit der Verwaltungsmitarbeiterin gesorgt werden. Zweitens erwarten wir, dass die Verwaltung Vorschläge macht, wie Plaue und Kirchmöser und alle anderen Ortsteile an den Einwohnerservice angebunden werden können.“

Von André Wirsing

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