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Buga-Fähren fleißig wie die Bienchen

Mehr als 30 000 Kilometer zurückgelegt Buga-Fähren fleißig wie die Bienchen

„Fleißiges Lieschen“, „Klatschmohn“, „Pusteblume“ und „Frieda“. Ein halbes Jahr lang bestimmten die Buga-Fähren zwischen Wiesenweg, Packhof und Salzhofufer das Brandenburger Stadtbild. Waren Nahverkehrsmittel, Zubringer und Ausflugsschiff zugleich.

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Eine von vier Buga-Fähren, die im Acht-Minuten- Takt auf der Havel verkehrten.

Quelle: Privat

Brandenburg/H. Havelstädter und Gäste kennen ihre Namen aus dem Effeff: „Fleißiges Lieschen“, „Klatschmohn“, „Pusteblume“ und „Frieda“. Ein halbes Jahr lang bestimmten die Buga-Fähren zwischen Wiesenweg, Packhof und Salzhofufer das Stadtbild. Waren Nahverkehrsmittel, Zubringer, Ausflugsschiff zugleich. Wie die übrige Nordstern-Flotte sind sie im Heimathafen winterfest gemacht.

Drei Gefährte zum Verkauf angeboten

Bis auf die nach Kerstin Bischoffs Großmutter benannte „Frieda“, die die Reederei schon vor der Bundesgartenschau hatte, stehen die 2014 von der Stern-Kreisschifffahrt Berlin für die Buga erworbenen drei Fähren zum Verkauf. „Es gibt zwar Interessenten, aber wir sind noch nicht in Verhandlungen eingetreten“, sagt Bischoff, die nicht davon ausgeht, dass sie jemand im Paket nimmt. „Wir halten uns die Möglichkeit offen, eine dieser Fähre zu behalten“, erklärt die Nordstern-Chefin. Aber ein Rundkurs auf der unteren Havel in die City mit dann längeren Taktzeiten mache nur Sinn, wenn ein Teil des Parkplatzes am Wiesenweg erhalten bliebe. Auch die zeitliche Entwicklung am Packhof spiele in die Entscheidung hinein. „Wir können uns vorstellen, Hotelgäste und Parkhausnutzer mit der Fähre zum Dom zu fahren“, schaut sie voraus.

Die „Pusteblume“ auf Kurs

Die „Pusteblume“ auf Kurs.

Quelle: privat

Beim Saison-Rückblick kommen Lothar und Kerstin Bischoff trotz Sieben-Tage-Woche und Zwölf-Stunden-Arbeitstagen ins Schwärmen. „Es war zwar Stress, aber positiver. Von mir aus könnte nächstes Jahr wieder Buga sein“, sagt sie. Allein im Shuttleverkehr seien 450 000 Stationstickets verkauft worden, wobei Leute ihn auch mehrmals nutzten. Die Buga-Fähren hätten funktioniert wie die Bienchen und es auf insgesamt 41 800 An- und Ablegemanöver sowie mehr als 30 000 zurückgelegte Kilometer gebracht. Manchmal war sogar Schlangestehen angesagt. „Diese Dienstleistung für den Zweckverband lief zusätzlich zum normalen Saisonbetrieb“, erklärt Bischoff. Allerdings wurden bis auf vier „Pegasus“-Touren nach Havelberg alle anderen Tagesfahrten aus dem Programm genommen. „Mehr war logistisch nicht leistbar.“

Reiseveranstalter haben Havelstadt neu entdeckt

Im Vergleich zu 2014 habe die Nordstern-Reederei in diesem Jahr 50 Prozent mehr Umsatz gemacht. Es sei aber nicht nur der finanzielle Aspekt. „Die Buga war trotz Defizits eine Werbung für die Stadt und die Havelregion, die unbezahlbar ist“, so die bekennende Brandenburgerin, die im Vorstand des Tourismusvereins ist. Reiseveranstalter, die die Havelstadt vorher nicht kannten, hätten schon für 2016 bestellt.

„Stressig, aber schön“, lautet auch die Buga-Bilanz von Sylvia Ritzka von der Reederei Röding. Umsatz und Zahl der Passagiere hätten sich verdoppelt. Die „Havelfee“ startete mit gut angenommenen Frühstücks-, Mittags- und Kaffeeangeboten zu täglich vier Rundfahrten. Ritzka: „Mai , Juni, Juli waren die stärksten Monate“.

„Frieda“ schippert über die Havel

„Frieda“ schippert über die Havel

Quelle: privat

Während die „Havelfee“ in diesem Winter nicht zur Landrevision muss, sind bei der Nordstern-Reederei gleich vier Schiffe turnusmäßige an der Reihe. Bereits hinter sich haben sie „Frieda“ und „Fleißiges Lieschen“, die „Pegasus“ ist gerade auf der Werft Malz bei Oranienburg. Danach kommt der 1902 auf der Wiemann-Werft gebaute Dampfer „Nordstern“ dran, der zur Buga im Historischen Hafen als technisches Denkmal zu besichtigen war und sich ab Mai 2016 wieder auf Charterfahrten begibt.

Von Claudia Nack

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