Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Buga: Kräuter im „Garten der Grünen Segel“
Lokales Brandenburg/Havel Buga: Kräuter im „Garten der Grünen Segel“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 30.07.2015
Dagmar Welz (links) erläutert das Konzept. Quelle: Ann Brünink
Anzeige
Brandenburg an der Havel

Tatort Buga.Packhofgelände in Brandenburg an der Havel. Wer hier inmitten von Traumgärten etwas Besonderes schaffen will, der muss seine Fantasie anstrengen. Dagmar Welz, Landschaftsarchitektin aus Sachsen-Anhalt, ist das gelungen. Die gebürtige Hallenserin präsentiert zusammen mit ihrem jungen Kollegen Matthias Poese einen Garten, den sie ausschließlich mit natürlichen Nutzpflanzen bepflanzt hat, die alles andere als unscheinbar sind. Wer ihren „Garten der Grünen Segel“ betritt, der wird rundum verwöhnt. Üppige Pflanzen mit Wolken von schaumig wirkenden Rispen oder attraktive Doldenblüten beweisen, wie wunderschön Kräuter und Nutzpflanzen wirken können. Und die Nasen der Besucher werden gleichzeitig mit herrlich würzigen Düften umschmeichelt.

Zuerst 2004 auf der Laga in Zeitz

Seit sie 2004 für die Landesgartenschau in Zeitz einen Apothekergarten angelegt hat, habe sie ein Faible für Kräuterpflanzen, bekennt die Landschaftsarchitektin. Und weil die Themengärten auf dem Packhofgelände, dem ehemaligen Standort der Wiemannwert, thematisch an die Tradition des Schiffbaus anknüpfen sollten, erschienen ihr Kräuter und Nutzpflanzen besonders geeignet. Schließlich stammen viele von ihnen ursprünglich aus fernen Ländern und wurden Jahrhunderte lang auf dem Seeweg um die halbe Welt transportiert. „Für die Seefahrt stehen symbolisch auch die Grünen Segel, die dem Garten seinen Namen gegeben haben“, so Dagmar Welz. Es sind versetzt angeordnete Rankgitter, an denen Tee- und Aromapflanzen hoch wachsen. Sie funktionieren gleichzeitig als Sichtblenden, die den Besuchern den Blick auf den gesamten Garten versperren und ihn sanft veranlassen, in den Garten hineinzugehen, um ihn näher zu erkunden.

So sieht der Kräutergarten auf der Buga aus. Quelle: Ann Brünink

Dekorativ leuchten die filigranen roten Blüten der hoch gewachsenen „Indianernessel“. Wer ahnt schon beim Betrachten dieses üppigen Strauches aus Amerika, dass wegen ihm sogar Kriege geführt wurden. Denn die Indianer haben aus den Blättern und Blüten einen Aufguss hergestellt, den Oswego-Tee, den auch die amerikanischen Kolonisten gern tranken. Doch die Engländer wollten das nicht zulassen, weil nur der englische Tee getrunken werden sollte. „Und deshalb führten sie Krieg“, erzählt Dagmar Welz.

Ein Kräutergarten ist leicht anzulegen

Mit ihrer Gartenanlage will sie die Besucher davon überzeugen, wie attraktiv ein Kräutergarten auch in privaten Ziergärten wirken könnte. „Es ist gar nicht so schwierig, Kräuter- und Nutzpflanzen in einen Hausgarten zu integrieren“, sagt sie. Neulinge könnten ja erst einmal Kräuter in Töpfen ziehen, um sich mit den Anforderungen der Pflanzen vertraut zu machen. Wenn Licht- und Bodenverhältnisse stimmen, dann zeigen die Pflanzen ein natürliches Wuchsverhalten, so die Fachfrau. So würden beispielsweise Thymian, Salbei und Kamille auf trockenen, sandigen Böden gut gedeihen. Engelwurz und Gewürztagetes hingegen bräuchten feuchte, satte Böden. Wer hochrankende Gerüstpflanzen mit kleineren Pflanzen kombiniere und darunter noch Bodendecker wie beispielsweise Thymian pflanzt, erhalte einen pflegeleichten Garten, der alle Sinne weckt.

Von Ann Brünink

Brandenburg/Havel Brandenburg/Havel: Gezielter Brandanschlag - Die Angst nach dem Brandanschlag

Der Täter hat den Türspion zuklebt und dann vor der Wohnungstür eine Zeitung angezündet, als die 24-jährige Mutter und ihre kleinen Kinder in der Wohnung bereits schliefen. Nach dem gezielten und perfiden Brandanschlag lebt Familie Tsychuer in großer Angst. Das Motiv für den Anschlag ist noch ungeklärt, die Polizei ermittelt.

27.07.2015
Brandenburg/Havel Kulturfest in Päwesin - Bibliothek im Bauwagen

Am Wochenende lockte das Kunst- und Kulturfest nach Päwesin. Mit sieben Lesungen, Konzerten und Tanz sprudelten hier für ein Wochenende die kreativen Ideen. Begleitet wurde die Veranstaltung zudem von einem ganz besonderen Maskottchen.

29.07.2015
Brandenburg/Havel Feuerwehren im Löscheinsatz - Wollin: Stoppelfeld in Flammen

Ein abgeerntetes Getreidefeld ist am Sonntag bei Wollin in Flammen aufgegangen. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar. Feuerwehren aus Wollin, Wenzlow und Ziesar konnten den Brand löschen und ein Ausbreiten auf benachbarte Flächen verhindern.

26.07.2015
Anzeige