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Brandenburg/Havel Buga-Ticketverkauf schwächelt
Lokales Brandenburg/Havel Buga-Ticketverkauf schwächelt
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17:32 04.07.2015
Buga-Einlass Freitagnachmittag am Marienberg in Brandenburg. Quelle: J. Steiner
Brandenburg an der Havel

Eigentlich hatte man im Vorfeld mit 600.000 verkaufter Einzeltickets zur Halbzeit gerechnet; insgesamt 1,2 Millionen über den gesamten Buga-Zeitraum. Bis zum 30. Juni waren aber nur 455.000 Einzelkarten verkauft worden, also 38 Prozent der angepeilten Gesamtzahl. Das erklärte Buga-Chef Erhard Skupch bei seiner Präsentation der Daten am Donnerstag im Rahmen der Sitzung des Buga-Zweckverbands.

Dass man bis zur Halbzeit noch 50 Prozent – also 600.000 Einzeltickets – schafft, erscheint mehr als fraglich. Schließlich müssten dann bis dahin 145.000 Karten an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht werden.

Unter den Erwartungen

Ein Einzelticket kostet bekanntlich 20 Euro und berechtigt den Käufer zum einmaligen Besuch der fünf Standorte. Skupch zeigte sich trotz der Zahlen optimistisch: „Wir haben noch mehr als die Hälfte vor uns und die Chance, das noch mehr zu aktivieren.“ Die Sommerferien in den Bundesländern stehen vor der Türe. Um die Besucherzahlen anzukurbeln, will man die Werbung intensivieren.

Die Zwecksverbandsvorsitzende, Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU), sieht auch keinen Grund zur Sorge. Nach bislang 76 Tagen Buga – 43 Prozent der Gesamtzeit – sei das kein Drama: „Wenn wir bisher 38 Prozent von dem erreicht haben, was wir erreichen wollten, ist die Differenz von fünf Prozent nicht allzu groß.“ Tiemann wies im MAZ-Gespräch auf teilweise erschwerten Rahmenbedingungen hin: der große Bahnstreik in Kombination mit dem Streik der Verkehrsbetriebe in Brandenburg/H. und die Wetter kapriolen.

Neu: die Halbzeitdauerkarte

Der Verkauf der Buga-Halbzeitdauerkarte soll ein paar Tage früher starten, als ursprünglich geplant. Statt am 20. Juli können die Gäste schon ab 17. Juli in den Genuss der Halbzeit-Karte kommen. Für Diskussionsstoff sorgte während der Sitzung die Frage, ob Besucherzahlen für die einzelnen Standorte bereits jetzt veröffentlicht werden. Die Rathenower Buga-Abgesandte Karin Dietze hatte nachgefragt. Ihr Wunsch wurde nicht erfüllt.

Es sei abgesprochen, dass es während der Buga „keine Zahlen zu den Städten gibt“, so Skupch. Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) hält dies für sinnvoll: „Weil man in einen Wettbewerb gedrängt wird.“ Apropos Zahlen: Die wurden am Donnerstag auch für den Buga-Skyliner präsentiert, der sich zum Publikumsliebling gemausert hat. Mit 34 600 verkauften Karten hatte man gerechnet – mittlerweile sind es schon 60.605.

Von Ildiko Röd

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