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Buga: Vom Blütenparadies bleibt nur Beton

Ehemalige Schauflächen Buga: Vom Blütenparadies bleibt nur Beton

Es ist ein unwürdiges Ende einer zauberhaften Bundesgartenschau: Der Zweckverband schafft es nicht, das ehemalige Schau-Areal Packhof in Brandenburg an der Havel in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Die Stadt hat Druck auf den Zweckverband gemacht, Kompromisse geschlossen und riskiert nun Streit.

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Ein trostloser Zustand, der von der Buga übrig bleibt.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Der Packhof bleibt noch bis mindestens Ende April Buga-Baustelle, erst jetzt hat die Kommune eine verbindliche Regelung mit dem Zweckverband hinbekommen, der laut Vertrag bereits zum Jahreswechsel das Vier-Hektar-Areal hätte zurückgeben müssen – komplett beräumt und verkehrssicher. Davon ist nur das zweite Kriterium noch übrig.

„Der Zweckverband wird alle temporären Aufbauten beräumen und auf den offenen Baufeldern Boden verfüllen und Rasen ansäen. Außerdem wird er einen Zaun zum Gelände der Stadtwerke setzen, um ein ordnungswidriges Parken auf dem Packhofgelände zu verhindern“sagt Kirstin Ohme, die als Fachgruppenleiterin im Rathaus für Bodenschutz und öffentliches Grün zuständig ist. „Vornehmlich geht es um die Herstellung einer wieder begehbaren verkehrssicheren Grünfläche. Es werden auch die Wege bleiben und in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzt. Ebenfalls verbleiben einige Gestaltungselemente, die fünf Hochbeete mit den Erhaltungskulturen und die Stromkästen.“

Packhof noch Wochen eine Baustelle

Allerdings verbleiben die Streifenfundamente von den zeitweiligen Bauten, wenn sie nicht stören und verkehrssicher sind, im Boden. Auch der so genannte Betongarten bleibt stehen und wird vom Zweckverband in einen begehbaren und verkehrssicheren Zustand versetzt und der Stadt kostenfrei übergeben. Auf den nach Rückbau offenen Bodenflächen wird Rasen angesät. „Ansonsten gibt es keine gärtnerische Gestaltung bis zum Beginn der Bautätigkeiten im Zusammenhang mit einer künftigen Bebauung“, sagt Kirstin Ohme. Der Zaun werde erst weggenommen, wenn das Gelände verkehrssicher hergerichtet ist. Die Stadt hat dem Zweckverband daher aufgefordert, die Arbeiten zum Rückbau unverzüglich fortzuführen.

Allerdings ist ein unverzügliches Reagieren gar nicht möglich. Die mit dem Rückbau beauftragte Garten- und Landschaftsbau-Firma H & K Gartendesign wurde bereits vor Wochen vom Zweckverband weggeschickt, nachdem diesem das Geld ausgegangen war. In der Zwischenzeit haben die Galabauer andere Projekte begonnen, um für die 30 Mitarbeiter Arbeit zu sichern.

Zweckverband hat kein Geld mehr

Es dauert nun mindestens zwei Wochen, um Maschinen und Mitarbeiter wieder auf den Packhof zu dirigieren. Weitere drei bis vier Wochen benötigen die Arbeiten im günstigen Falle. Allerdings ist zurzeit der Grundwasserspiegel so hoch, dass gar nicht bis an alle Baustellen herangefahren werden kann, will man nicht komplett das Areal „umpflügen“ oder die Maschinen gefährden.

Offensichtlich hat die Stadt den Druck auf den Zweckverband erhöht, gleichzeitig auch Kompromisse gemacht, damit sich überhaupt etwas bewegt. Sonst hätte sie auf Vertragstreue bestanden und eine „besenreine“ Übergabe verlangt. Gleichzeitig riskiert sie selbst Streitigkeiten: Derzeit läuft das Ausschreibungsverfahren für den Verkauf der Flächen an potenzielle Investoren für Wohn- und Hotelbauten. Im Exposé dürfte nicht drinstehen, dass nun teilweise betonierte und versiegelte Areale angeboten werden.

Von André Wirsing

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