Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Buga: Vom Blütenparadies bleibt nur Beton
Lokales Brandenburg/Havel Buga: Vom Blütenparadies bleibt nur Beton
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 21.03.2016
Ein trostloser Zustand, der von der Buga übrig bleibt. Quelle: JACQUELINE STEINER
Anzeige
Brandenburg/H

Der Packhof bleibt noch bis mindestens Ende April Buga-Baustelle, erst jetzt hat die Kommune eine verbindliche Regelung mit dem Zweckverband hinbekommen, der laut Vertrag bereits zum Jahreswechsel das Vier-Hektar-Areal hätte zurückgeben müssen – komplett beräumt und verkehrssicher. Davon ist nur das zweite Kriterium noch übrig.

„Der Zweckverband wird alle temporären Aufbauten beräumen und auf den offenen Baufeldern Boden verfüllen und Rasen ansäen. Außerdem wird er einen Zaun zum Gelände der Stadtwerke setzen, um ein ordnungswidriges Parken auf dem Packhofgelände zu verhindern“sagt Kirstin Ohme, die als Fachgruppenleiterin im Rathaus für Bodenschutz und öffentliches Grün zuständig ist. „Vornehmlich geht es um die Herstellung einer wieder begehbaren verkehrssicheren Grünfläche. Es werden auch die Wege bleiben und in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzt. Ebenfalls verbleiben einige Gestaltungselemente, die fünf Hochbeete mit den Erhaltungskulturen und die Stromkästen.“

Packhof noch Wochen eine Baustelle

Allerdings verbleiben die Streifenfundamente von den zeitweiligen Bauten, wenn sie nicht stören und verkehrssicher sind, im Boden. Auch der so genannte Betongarten bleibt stehen und wird vom Zweckverband in einen begehbaren und verkehrssicheren Zustand versetzt und der Stadt kostenfrei übergeben. Auf den nach Rückbau offenen Bodenflächen wird Rasen angesät. „Ansonsten gibt es keine gärtnerische Gestaltung bis zum Beginn der Bautätigkeiten im Zusammenhang mit einer künftigen Bebauung“, sagt Kirstin Ohme. Der Zaun werde erst weggenommen, wenn das Gelände verkehrssicher hergerichtet ist. Die Stadt hat dem Zweckverband daher aufgefordert, die Arbeiten zum Rückbau unverzüglich fortzuführen.

Allerdings ist ein unverzügliches Reagieren gar nicht möglich. Die mit dem Rückbau beauftragte Garten- und Landschaftsbau-Firma H & K Gartendesign wurde bereits vor Wochen vom Zweckverband weggeschickt, nachdem diesem das Geld ausgegangen war. In der Zwischenzeit haben die Galabauer andere Projekte begonnen, um für die 30 Mitarbeiter Arbeit zu sichern.

Zweckverband hat kein Geld mehr

Es dauert nun mindestens zwei Wochen, um Maschinen und Mitarbeiter wieder auf den Packhof zu dirigieren. Weitere drei bis vier Wochen benötigen die Arbeiten im günstigen Falle. Allerdings ist zurzeit der Grundwasserspiegel so hoch, dass gar nicht bis an alle Baustellen herangefahren werden kann, will man nicht komplett das Areal „umpflügen“ oder die Maschinen gefährden.

Offensichtlich hat die Stadt den Druck auf den Zweckverband erhöht, gleichzeitig auch Kompromisse gemacht, damit sich überhaupt etwas bewegt. Sonst hätte sie auf Vertragstreue bestanden und eine „besenreine“ Übergabe verlangt. Gleichzeitig riskiert sie selbst Streitigkeiten: Derzeit läuft das Ausschreibungsverfahren für den Verkauf der Flächen an potenzielle Investoren für Wohn- und Hotelbauten. Im Exposé dürfte nicht drinstehen, dass nun teilweise betonierte und versiegelte Areale angeboten werden.

Von André Wirsing

Wenn ein Iraner und ein Kameruner den deutschen Außenminister treffen, dann muss es gar nicht um diffizile diplomatische Probleme gehen. Am Freitag erlebte Frank Walter Steinmeier an der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) den Start von „IQ Brandenburg – Brückenkurse für Akademiker“. Ausländische Informatiker sollen fit werden für den Arbeitsmarkt.

18.03.2016

Das Brandenburger Stadtmuseum wird auch 2017 teilgeschlossen bleiben. Darauf bereitet Kulturbeigeordneter Wolfgang Erlebach die Öffentlichkeit vor. Es fehle an Geld, um das Museum 2017 komplett neu eröffnen zu können. Die Stadt hat für die Modernisierung nur 150 000 Euro übrig. Sollten sich nicht weitere 300 000 Euro finden, sieht es für das Museum schlecht aus.

21.03.2016

Es gab riesige Diskussionen als im Vorjahr fünf Euro Eintrittsgeld auch für den Besuch der Domkirche erhoben wurde. Doch das Kassieren hat seinen Zweck erfüllt, jetzt soll der Kapiteltag auch wieder übers Abschaffen entscheiden. s werden noch mehr Grundsatz-Voten erwartet.

21.03.2016
Anzeige