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Buga: Weiterhin fehlen 7,52 Millionen

Gartenschau wird immer teurer Buga: Weiterhin fehlen 7,52 Millionen

Das Minus bleibt gewaltig: 7,52 Millionen Euro muss die Stadt Brandenburg noch auf das Konto des Buga-Zweckverbandes überweisen. Erst dann ist dieses wieder ausgeglichen und der Zweckverband, der sich um die Organisation und Durchführung der Gartenschau kümmerte, kann abgewickelt werden.

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Themengärten auf dem Packhof in Brandenburg

Quelle: thomas uhlemann

Brandenburg/H. Wenn Kämmerer Steffen Scheller in naher Zukunft mal wieder die Stadtverordneten um ein Erhöhen des Kassenkredites bittet, ist klar, wofür er die Millionen verwendet: 7,52 Millionen Euro muss die Stadt Brandenburg an der Havel auf das Konto des Buga-Zweckverbandes überweisen, damit es wieder ausgeglichen ist und der Zweckverband zum Jahresende aufgelöst werden kann.

Die Verbandsversammlung hat am Montagnachmittag die Umlagen für alle Ausrichtergemeinden festgesetzt, sie alle müssen nach dem Einwohnerschlüssel prozentual ihre Beitrag an der Gesamtsumme von 12,16 Millionen Euro leisten: Mit 61,83 Prozent ist Brandenburg ganz vorn dabei, Premnitz zahlt für 7,34 Prozent 892 544 Euro, Rathenow für 21 Prozent 2,56 Millionen, das Amt Rhinow für 4,05 Prozent 492 480 Euro und die Hansestadt Havelberg für 5,78 Prozent 702 848 Euro. Die sachsen-anhaltinischen Nachbarn sind wieder einmal fein raus, deren Landesregierung hat schon einmal mindestens 400 000 Euro Finanzhilfe in Aussicht gestellt, das war ihnen die Buga wert. Zustände, von denen die märkischen Kommunen nur träumen können, hier hoffen sie auf ein paar Euro aus dem Ausgleichstopf für notleidende Gemeinden.

Brandenburg an der Havel trägt den Bärenanteil

Andernfalls muss Scheller in Brandenburg an der Havel, das Defizit rückwirkend in die Eröffnungsbilanz des doppischen Haushaltes stellen, dort den Fehlbetrag über die Kassenkredite ausgleichen, weil er keine anderen Finanzierungen aufnehmen darf.

Buga-Finanzchefin Elke Adam benannte einige der Gründe für das in den vergangenen Monaten größer gewordene Defizit, das man nun nicht mehr fehlenden Zuschauereinnahmen zurechnen konnte. So sind beispielsweise die jetzt anfallenden Rückbaukosten für die temporären Anlagen mit 325 000 Euro fast doppelt so hoch wie zuvor veranschlagt. In Brandenburg an der Havel sind diese immer noch nicht beendet.

Rückbaukosten fast doppelt so hoch wie veranschlagt

Der Packhof soll zum Monatsende sauber sein, bis Mitte Mai werden noch die Schäden im Fußboden der benachbarten Werfthalle – hier gibt es nachhaltige Spuren im Estrich durch schwere Stellagen und unsachgemäßen Transport von Geräten – sowie am Bootsanleger am Parkplatz Wiesenweg beseitigt, sagt Verbands-Geschäftsführer Erhard Skupch. 510 000 Euro Mehrkosten liefen bei der „gärtnerisch-technischen Durchführung“ auf – hoher Stromverbrauch (durch die vielen Wasserpumpen) sowie höhere Reinigungs- und Instandhaltungskosten, unter anderem wegen der beiden großen Unwetter im vorigen Sommer.

Auch die Marketingausgaben wurden um eine halbe Million Euro überzogen. Elke Adam versichert aber, dass mit diesen Mehrausgaben die Umlagen der Kommunen nicht mehr steigen sollen, einen Teil des Aufwandes habe man schon durch Sparen ausgeglichen, zudem habe beispielsweise der Inventarverkauf mit bislang 288 000 Euro mehr erbracht als die erhoffte Viertelmillion. Und es könnte noch etwas hinzukommen.

Marketingkosten um halbe Million überzogen

Die Brücke in Havelberg über die Fleethe steht beispielsweise noch zum Verkauf. Ein Interessent hat laut Skupch noch eine Zuschlagsfrist bis zum 18. April. „Nimmt er seine Option nicht wahr, kauft eine Buga-Stadt“, sagt Skupch kryptisch. Bürgermeister Bernd Poloski aus Havelberg hat schon einen ablehnenden Stadtratsbeschluss, Roy Wallenta (Premnitz) und Ronald Seeger (Rathenow) schüttelten auf Skupch’ Ankündigung heftig den Kopf – also bleibt wohl wieder mal nur Brandenburg an der Havel übrig.

Von André Wirsing

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