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Buga in süßer Endlosschleife

Eisverkäuferin auf der Gartenschau Buga in süßer Endlosschleife

Eisverkäuferin Dagmar Krüger aus Magdeburg tourt seit 2003 zu jeder Bundesgartenschau. 177 Tage bringt sie dann Eis am Stil und in der Waffel unter die Touristen. „Ich ziehe die sieben Monate jedes Mal durch“, sagt die 59-Jährige. In Brandenburg an der Havel verkauft sie Eis neben der Friedenswarte. Es ist die höchstgelegene Eisdiele in der Stadt.

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Dagmar Krüger hat den von seiner Lage her schönsten Eisstand in Brandenburg.

Quelle: Marion von Imhoff

Brandenburg an der Havel. Buga in Endlos-Schleife, das ist Dagmar Krügers Leben. Seit 2003 verkauft sie auf Bundesgartenschauen Eis am Stil und in der Waffel. „Es macht mir Spaß, mit Menschen umzugehen. Buga-Gäste sind in Urlaubsstimmung, haben Zeit. Es ist schön, mit ihnen zu plaudern.“

Die Magdeburgerin hat sich für ihren Stand auf der Buga 2015 in Brandenburg an der Havel den wohl schönsten Platz ausgesucht. Neben der Friedenswarte auf dem Marienberg verkauft die gelernte Köchin das, was ihre Kühltruhe hergibt. Und das ist viel. 34 Kartons passen dahinein, in jedem liegen 20 bis 25 Eistüten. Bevor die Truhe leer ist, kommt ein Fahrer im Elektroauto und bringt Nachschub.

Wetter spielt nicht immer mit

Doch mit dem Verkauf selbst auf dieser Bundesgartenschau in der Havelregion ist die 59-Jährige nicht so recht zufrieden: „Es könnte besser sein. Es ist schon ein bisschen wenig.“ Sie führt das auf die fünf Standorte zurück. Die Besucherströme würden sich zu sehr verteilen. Und auch das Wetter spielt nicht an jedem Tag mit. Es gibt nur wenige heiße Tage im Stück. Und bei Sonne, das weiß jedes Kind, verkauft sich Eis halt am besten.

Dagmar Krüger ist selbstständig, sie verdient nur an dem, was sie verkauft. Die erste Truhenfüllung hat sie vorfinanziert. So sind die Bedingungen für selbstständig arbeitende Eisverkäufer. Während sie das erzählt, staunt eine Kundin, die noch nicht weiß, ob sie Vanille-Eis mit Mandelstücken oder die Erdbeer-Eistüte nehmen soll.

Der Blick bietet das Panorama Brandenburgs. Nicht wenige der Buga-Besucher, die die Stufen erklommen haben, belohnen sich mit einem Eis.

177 Tage volles Programm

Dass Dagmar Krüger das Leben auf der Buga-Route mag, ist übertrieben. Aber sie gewinnt ihm genügend Vorteile ab, um ihm treu zu bleiben. Alle zwei Jahre ist sie auf Blumenschau-Tour. Sieben Monate ist sie jedes Mal im Stück an den Buga-Standorten. „Ich ziehe die 177 Tage voll durch.“ Dagmar Krüger überlegt kurz, dass rasselt sie herunter: „Rostock, München, Ronneburg und Gera, Schwerin, Koblenz. und Internationale Gartenschau in Hamburg“ Es ist die siebte Buga der Dagmar Krüger.

Zu DDR-Zeiten hat die so pragmatisch wirkende Frau eine Kantine geleitet. Dann wurde Dagmar Krüger arbeitslos. und hat dann über ihren Mann, der als Disponent arbeitet, die Idee bekommen, einen Stand zu betreiben.

Eine ältere Dame kommt vorbei. Schaut auf die Eistafel. „Haben Sie noch Zitrone“, fragt sie dann. „Na klar“, antwortet Dagmar Krüger. „Zitrone ist erfrischend. Macht zwei Euro.“

Die jetzige Buga ist für Dagmar Krüger Sahne, auch wenn die Kasse häufiger klingeln könnte Sie kann aus ihrer Heimatstadt Magdeburg jeden Tag anreisen. Eine Stunde braucht sie dafür, „wenn alles frei ist. Bei der Buga in München kam ich sieben Monate nicht nach Hause.“

Von Marion von Imhoff

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