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Brandenburg/Havel Bummi soll auf Wanderschaft gehen – sogar per Schiff
Lokales Brandenburg/Havel Bummi soll auf Wanderschaft gehen – sogar per Schiff
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12:57 14.12.2017
Jeanette Toussaint und Ralf Forster hatten die Idee zur Bummi -Ausstellung Quelle: JACQUELINE STEINER
Reckahn

Fast 30 Jahre nach der Wende hat sich im Schlossmuseum Reckahn eine erste wissenschaftlich erarbeitete Ausstellung der Kindervorschul-Zeitschrift Bummi gewidmet. Das 1957 gegründete Blatt sollte Vorschulkinder zu linientreuen Sozialisten erziehen. Die Zeitschrift gab Erzieherinnen in Kindertagesstätten dazu Anleitung und war auch für Familien zum Lesen zu Hause gedacht. An Kiosken war sie für anfangs 20 Pfennig zu kaufen. Umgeben von niedlichen Bildern, fantasievoll und farbig, erzählt die Zeitschrift immer wieder Geschichten des Bären Bummi. Seine Erlebnisse sollten den Kindern verdeutlichen, wer der Klassenfeind der DDR war.

Diese Ausstellung hat von Juli an bis zum 10. Dezember mehr als 2000 Menschen ins Schlossmuseum gezogen. 600 der Besucher waren Kinder. Wie Silke Siebrecht-Grabig jetzt auf MAZ-Anfrage mitteilte, interessieren sich verschiedene „Museumskollegen aus dem ganzen Land Brandenburg“ für die Bummi-Ausstellung, deren offizieller Titel „Die Kinderzeitschrift Bummi zwischen Spielzeugland und sozialistischer Ideologie“ ist.

Schloss Reckahn zeigte von Juli 2017 an die Bummi-Ausstellung. Quelle: JACQUELINE STEINER

Doch die Ausstellung in Kisten zu packen und auf Reisen zu schicken – so einfach ist das nicht: „Das Konzept inklusive mobilem Ausstellungsbau soll 2018 erfolgen, vorausgesetzt Fördermittel fließen“, sagt dazu die Museumschefin. „Da die Reckahner Ausstellung nicht als Wanderausstellung konzipiert war, müssen Inhalte und Form völlig neu geordnet werden.“ Dazu zählt auch, mit den Rechteinhabern zu klären, ob Medienausschnitte weiter genutzt werden können. In der Ausstellung waren unter anderem Filmsequenzen zu sehen. „Wenn das alles positiv verläuft, könnte die Ausstellung 2019 auf die Reise gehen - zunächst im Land Brandenburg und dann sicher auch in den neuen Bundesländern.“

Kuratoren der Schau sind die Ethnologin Jeanette Toussaint und der Medienwissenschaftler Ralf Forster. Die beiden Potsdamer hatten die Idee zur Ausstellung, haben diese konzipiert und entwickelt.

„Ein großer Traum der Kuratoren wäre es, für die Ausstellung ein Bummi-Schiff nutzen zu können“, sagt Silke Siebrecht-Grabig. Tatsächlich wurden zu DDR-Zeiten Fahrgastschiffe des Typs Bummi gebaut. Eines davon liegt auf einer Berliner Werft. Die Idee ist, auf dem relativ kleinen Schiff die Ausstellung aufzubauen und dann von Ort zu Ort damit auf dem Wasserwege zu reisen etwa entlang der Elbe.

Von Marion von Imhoff

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