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Bundesweite Anteilnahme am Tod von Feuerwehrleuten

Reaktionen auf tödlichen Unfall Bundesweite Anteilnahme am Tod von Feuerwehrleuten

Nach einem Unfall sperrt die Feuerwehr zwei Spuren auf der A 2. Ein Lkw übersieht die Sperrung, prallt auf einen Einsatzwagen der Helfer. Das Feuerwehrauto kippt um und begräbt zwei Kameraden unter sich. Die Anteilnahme im ganzen Land ist groß.

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Quelle: Morris Pudwell (Honorarpflichtig)

Potsdam. Zwei Feuerwehrmänner sind bei einem Einsatz auf der Autobahn 2 in Brandenburg tödlich verunglückt. Die Helfer wurden am frühen Dienstagmorgen zu einem Unfall bei Brandenburg an der Havel gerufen, wie die Polizei mitteilte. Ein Sattelzug prallte kurze Zeit später gegen ein Feuerwehrauto an der Unfallstelle. Dieses drehte sich um die eigene Achse, kippte um und begrub die zwei Feuerwehrmänner unter sich. Der 23-Jährige und sein 38-jähriger Kollege starben noch an der Unfallstelle. Der Lkw-Fahrer wurde verletzt.

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Zwei Feuerwehrmänner bei Einsatz auf der A 2 tödlich verunglückt: Am 5. September 2017 erkannte ein Lkw-Fahrer eine Unfallstelle zu spät, erfasste ein Polizeiauto, geriet ins Schleudern und prallte gegen ein Feuerwehrauto. Dieses kippte und fiel auf die Einsatzkräfte vor Ort.

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Vor Ort und im Internet ist die Anteilnahme groß. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hatte sich schon am Dienstagmorgen bei der Freiwilligen Feuerwehr in Kloster Lehnin (Landkreis Potsdam-Mittelmark) aus erster Hand über das tragische Geschehen unterrichten lassen und zusammen mit Innenminister Karl-Heinz Schröter den Kameraden die Anteilnahme der Landesregierung übermittelt.

Woidke zeigte sich fassungslos: „Es ist eine Tragödie, die für mich kaum zu fassen ist. Sie wollten Leben retten und kamen dabei selbst zu Tode. Das macht mich unendlich traurig. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen und Kollegen. Ihnen gilt meine ganze Anteilnahme“, sagte der Ministerpräsident.

Der Innenminister Schröter war ebenso tief betroffen von dem „ganz furchtbaren Unfall“. Er ordnete als Zeichen der Anteilnahme für heute Trauerbeflaggung an allen öffentlichen Gebäuden des Landes an.

Die Polizei Brandenburg twitterte ihr „aufrichtiges Beileid“ mit den „Angehörigen und Kameraden der tödlich verunglückten Feuerwehrleute“.

Anteilnahme aus den Nachbarregionen

Uwe Brückner , Gemeindebürgermeister von Kloster Lehnin, sprach den Angehörigen sein Beileid aus und wünschte den Kameraden „viel Kraft bei der Verarbeitung“ dieses schrecklichen Unglücks.

Aus Brandenburg an der Havel schreibt Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann auf Facebook: „Es ist unfassbar traurig und schrecklich, was auf der A2 passiert ist. Ich habe gerade mit meinem Lehniner Amtskollegen, Bürgermeister Uwe Brückner telefoniert und ihm unser aller Beileid und auch die Unterstützung durch unsere Feuerwehr zugesagt. Ich habe auch mit unserem Feuerwehrchef Mathias Bialek gesprochen: Derzeit befinden sich die Kameraden unserer Feuerwehr im unfassbar schweren Bergungseinsatz für die beiden Lehniner Kameraden. Unser aller Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Feuerwehrleuten und ihren Familien sowie Angehörigen und allen Kameraden unserer Freiwilligen und Berufsfeuerwehren“.

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs sagte, dass er mit den Gedanken bei den Familien sei: „Unser Mitgefühl und unser Anteilnahme gilt nach diesem schlimmen Ereignis den Angehörigen“, sagte Jakobs. Zum Tag der offenen Tür der Potsdamer Feuerwehr am kommenden Samstag wird es eine Schweigeminute geben, hieß es aus dem Rathaus Potsdam.

Der Ordnungsbeigeordnete Mike Schubert sagte: „Ich bin tief bestürzt und trauere mit den Angehörigen. Wir werden der Familie unsere volle Unterstützung anbieten.“

Potsdam Feuerwehr-Chef Wolfgang Hülsebeck sagte: „Ein furchtbarer Unfall hat zwei Kameraden aus dem Leben gerissen. Wir sind fassungslos und traurig. Unser ganzes Mitgefühl gilt jetzt den Familien.“

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, Ingo Senftleben , sprach den Angehörigen ebenfalls sein Mitgefühl aus. „Mit großer Betroffenheit haben wir die schreckliche Nachricht der vergangenen Nacht vernommen. [...] Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und ihren Angehörigen und Kameraden. Der schreckliche Unfall führt uns allen auf besonders traurige Weise vor Augen, welchen Gefahren und Belastungen unsere Rettungs- und Einsatzkräfte bei ihrem Dienst ausgesetzt sind. Dafür gebührt ihnen unsere allerhöchste Anerkennung“, teilte Senftleben mit.

Feuerwehren gedenken ihrer Kameraden

Auf der Facebook-Seite der Feuerwehr Lehnin ist seit dem Mittag ein Foto mit Trauerflor zu sehen: „Als Retter gekommen & Als Engel gegangen“.

Auch Feuerwehren aus anderen brandenburgischen Regionen drückten via Facebook ihr Mitgefühl aus. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Werder (Havel) / Ortsfeuerwehr Glindow trauert ebenso um die Kameraden, wie die Freiwillige Feuerwehr Potsdam Drewitz, die ihr Profilbild änderten und als Zeichen der Trauer ein schwarzes Bild einfügten. Die Feuerwehr Ketzin/ Havel zeigte sich auf Facebook schockiert: „Unser tiefstes Mitgefühl gilt derzeit den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Lehnin sowie deren Angehörigen, denen wir unser aufrichtiges Beileid übermitteln“, heißt es dort auf Facebook.

Die Feuerwehr Potsdam postete ein Foto der Leitstelle an der Holzmarktstraße – mit der Fahne auf Halbmast.

Auch aus Berlin kam Anteilnahme am Schicksal der beiden getöteten Feuerwehrleute. Bereits am Morgen wurde auf der Facebook-Seite „ Freiwillige Feuerwehr Berlin“ ein Bild gepostet und darum gebeten mit ein Klick die Anteilnahme auszudrücken. Innerhalb von drei Stunden hatte über 3500 Menschen den Beitrag geklickt.

Bundesweit einen Monat Trauerflor bei der Feuerwehr

Der Deutsche Feuerwehrverband twitterte am Mittag einen Öffentlichen Brief von Jochen Stein, Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF bund), Raimund Bücher, Vorsitzender des Werkfeuerwehrverbandes Deutschland, sowie Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes. Die drei Unterzeichner reagierten mit „großer Trauer“. „Auch wenn wir wissen, dass unser Dienst immer mit der Gefahr verbunden ist, selbst Schaden zu nehmen, ost dies kein Trost in der Stunde unserer Trauer“, heißt es dort und weiter: „Wir bitten darum, die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren in unserem Land ab sofort bis zum Abend des 30. September 2017 mit Trauerflor zu versehen“.

Beileid aus allen Teilen Deutschlands

Die Macher des „Feuerwehr Magazins“ schreiben auf ihrer Facebook-Seite: „Wirklich schrecklich! Wir trauern mit den Angehörigen und Kameraden“. Dutzende drücken dort in Kommentaren ihr Mitgefühl aus.

Große Trauer auch im Westen Deutschlands. So postete die Feuerwehr Duisburg auf Facebook: „Wir trauern mit der Familie und den Kameraden der beiden Angehörigen der Feuerwehr Kloster Lehnin, die am heutigen frühen Morgen im Einsatz ums Leben kamen“. In Stuttgart hat „ Fabi Zwo“ sein Profilbild durch einen Trauerflor ersetzt und gedenkt so den verunglückten Feuerwehrleuten. Auf der Facebook-Seite der Feuerwehr Düsseldorf heißt es: „Zu unserem tiefsten Bestürzen mussten wir in den frühen Morgenstunden erfahren, dass zwei Kameraden der Feuerwehr bei diesem Einsatz ihr Leben verloren haben. Unsere tiefe Anteilnahme gilt der Familie, den Angehörigen und Freunden, sowie den Kameraden der Verunglückten.“

Selbst aus den Niederlanden kamen Beileidsbekundungen: „Dld, Kloster Lehnin: condoleances voor 2 brandweercollega’s die stierven tijdens een HV-inzet op de snelweg“, steht dort geschrieben. Auch bei der Feuerwehr in Tirol zeigt man sich betroffen.

Von MAZonline

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