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Brandenburg/Havel Bunte Farbe gegen graue Tristesse
Lokales Brandenburg/Havel Bunte Farbe gegen graue Tristesse
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00:16 19.09.2017
Guido Raddatz und Schüler der Wilhelm-Busch-Schule verschönern die Trafostation hinter dem Schulgelände Quelle: Tobias Wagner
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Brandenburg/H

Die Welt ein bisschen bunter machen. Mit diesem Ziel begannen am Dienstag, dem 12. September, Schüler der Wilhelm-Busch-Schule unter Anleitung von Guido Raddatz,Geschäftsführer der Colorful Agentur für Gestaltung, die Trafostation hinter der Schule auf dem Görden zu verzieren. Dieser Graffiti Workshop war der Hauptpreis beim diesjährigen Kreidespektakel im Stadtteil Hohenstücken, an dem 256 Schüler und Kindertagesstättenkinder teilnahmen. Ziel war es, in 54 Feldern mit einer Größe von vier Quadratmetern mit Kreide eigenen Ideen zeichnerisch zu verwirklichen.

Der Workshop existiert seit drei Jahren. „Ich wollte ein Graffiti Projekt mit Kindern machen, und hatte diese Idee den Stadtwerken vorgestellt“, sagt Raddatz. Die Stadtwerke stimmten zu und wurden neben der Stadt und der GGS Brandenburg/Havel zum Hauptsponsor der Aktion. Die Planung zum Bemalen der Trafostation startete am Dienstag, dem 5. September, in der Bibliothek des Bürgerzentrums in Hohenstücken, und wurde am Donnerstag, dem 7. September, abgeschlossen. Es wurden Einweisungen der Kinder zum Arbeitsschutz durchgeführt, Kunstbücher gewälzt und Videomaterial gesichtet. Zur Ideenfindung bezüglich der Motive wurde schlussendlich das Gelände rund um die Trafostation in der Berner Straße inspiziert.

Das Ergebnis war ein bunter Flickenteppich an Einfällen, die von den Kindern auf der Trafostation verewigt werden wollten. Jedes Kind sollte sein Wunschmotiv malen können. „Ich weiß nicht wie man sprüht, aber zu Hause zeichne ich ganz viel“, sagt eine der Schülerinnen. Beginn des Bemalens der Trafostation war am Dienstag, dem 12. September, und dauerte bis zum Freitag, dem 15. September. Es werden unter anderem Einhörner, Regenbögen und singende Fische zu sehen sein, aber auch die spießige Kleingartenkultur wird auf die Schippe genommen. Wunsch zweier persischer Schülerinnen war es, die syrische Stadt Aleppo abzubilden. Über dieser sieht man beide in einem Flugzeug sitzen. Statt Bomben werfen sie Herzen ab.

Diese Herzen ziehen sich mit Friedenssymbolen wie ein roter Faden durch das finale Gesamtwerk. „Die Deutung für den Beobachter ist frei, lediglich die Kinder wissen von der Bedeutung ihrer Motive“, sagt Raddatz. Aufgrund der fehlenden Erfahrung mit der Sprühdose malen die Kinder grob vor, die Feinheiten übernehme er. Das Konzept des Workshops komme so gut an, dass es bereits weitere Anfragen gäbe. Schließlich gebe es noch genug graue Plätze in der Stadt, die von Kinderhänden verschönert werden wollen.

Von Tobias Wagner

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