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Brandenburg/Havel „Bunter Dorfweg“ hat für Radler viele Tücken
Lokales Brandenburg/Havel „Bunter Dorfweg“ hat für Radler viele Tücken
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12:38 27.02.2018
Böse Falle: Solche ausgefahrenen Stellen gibt es mehrere zwischen Gollwitz und Wusterwitz. Für Radler sind diese besonders gefährich. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Gollwitz/Warchau

Sie gehört zum „Bunten Dörferweg“, mit denen sich die Gemeinden im Amt Wusterwitz schmückt. Gemeint ist die aus zwei Betonfahrspuren bestehende Verbindung zwischen Gollwitz und Wusterwitz. Radwanderer sollen animiert werden, den Orten zwischen Zitz und Bensdorf einen Besuch abzustatten.

Tatsächlich hat sich in den letzten Jahren ein regelrechter Tourismus auf zwei Rädern an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt entwickelt. Doch leider sind Touren auf dem Weg zwischen Gollwitz und Wusterwitz nicht ganz ungefährlich.

Mehrere heikle Stellen für Fahrradfahrer

„Ich bin schon böse in ein Loch geraten“, berichtet Regina Rahn aus Gollwitz. Sie zeigte der MAZ mehrere heikle Stellen, in die man als Radfahrer besser nicht geraten sollte. Vor allem in den Kurvenbereichen fehlt Material, dass entweder gar nicht oder laienhaft durch Ziegel und Bruchsteine ersetzt wurde. Zwar halten sich Radfahrer in der Regel auf den Fahrspuren auf, doch bei Laubfall sind die Grenzen fließend.

„Hier ist dringender Handlungsbedarf. Denn noch lassen sich die Unebenheiten mit wenig Aufwand beseitigen“, findet Regina Rahn. In einigen Bereichen wächst das Gras immer weiter von den Randstreifen und engt so die Fahrspuren ein.

Ein touristisches Markenzeichen zwischen Gollwitz und Wusterwitz. Quelle: JACQUELINE STEINER

Auch Jürgen Engel von der Agrargenossenschaft Wusterwitz spricht von „ganz gefährlichen Stellen“. Eigentlich handelt es sich um eine landwirtschaftliche Wegeverbindung für Traktoren, die zu den Äckern wollen. Doch längst ist die Trasse zu beliebten Abkürzung für die Dorfbewohner aus Gollwitz und dem hinter der Landesgrenze liegenden Kade geworden.

Viele Autos sind hier zu schnell unterwegs

„Viele Autos fahren zu schnell. In den Kurven wird dann das Material zwischen den Fahrspuren hochgeschleudert“, beschreibt Agrar-Chef Engel das eigentliche Problem. Ärgste Sturmschäden hat er mit eigenen Leuten beseitigt. Auch wenn mal ein Ast über die Fahrbahn wächst, wird in Abstimmung mit dem Amt Wusterwitz gehandelt.

Immer mehr Radtouristen steuern die Gollwitzer Kirche an. Die Außenhülle ist gerade saniert worden. In diesem Jahr folgt der Außenbereich. Quelle: JACQUELINE STEINER

Doch für den baulichen Zustand der Verbindung ist eigentlich die Gemeinde Rosenau zuständig. Es ist schon etliche Jahre her, als der Weg nach Wusterwitz/Rosenthal im Rahmen des ländlichen Wegebaus ertüchtigt wurde.

„Mir sind noch keine Klagen über Probleme auf dem Weg bekannt geworden“, sagte Bau- und Ordnungsamtsleiterin Monika Bothe der MAZ auf Nachfrage. Sie nehme die Kritik jedoch auf.

Möglicherweise könnten Gemeindearbeiter für Abhilfe sorgen. Wenn nicht, müsste über die Beauftragung einer Firma entschieden werden, so Bothe.

Immer wieder kippen Menschen hier ihren Müll illegal ab

Die starke Pkw-Frequentierung des Weges in Richtung Wusterwitz bringt noch anderen Ärger mit sich. Entlang der Fahrspuren wird immer wieder Müll abgeladen. Warum die Anhaltiner gerne über Kade und Gollwitz nach Wusterwitz statt nach Genthin zum Bahnhof zu fahren, hat mit dem günstigeren Nahverkehrstarif auf Brandenburger Seite zu tun.

„Es ist schade, dass der Weg und das Umfeld immer mehr leidet“, findet Regina Rahn. Sie denkt schon an den Frühling. Dann geht die Radsaison erst richtig los.

Von Frank Bürstenbinder

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