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Brandenburg/Havel Buslinie gekürzt, Schulweg verlängert
Lokales Brandenburg/Havel Buslinie gekürzt, Schulweg verlängert
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00:18 15.07.2017
Die Linie 554 endet nun zumeist am Hauptbahnhof Brandenburg. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg/H

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark und die Stadt Brandenburg/Havel sind uneins geblieben in Bezug auf die Buslinie 554, die von Kloster-Lehnin in die Stadt führt. Das Ergebnis ihrer Uneinigkeit ist eine Verschlechterung für die Schulkinder, die nun deutlich häufiger umsteigen müssen als vorher.

Seit dem 11. Dezember 2016 fährt Bus 554 nach 7.30 Uhr nicht mehr die Schleife durch Brandenburgs Innenstadt zu den Schulen, sondern endet am Hauptbahnhof. Schulkinder, die nicht zur ersten Stunde Unterricht haben, müssen umsteigen. Nur die ersten drei Busse des Tages fahren noch durch die Stadt.

Das zuständige Landesamt Bauen und Verkehr (LBV) hatte dem privaten Busunternehmen Fritz Behrendt OHG für diese Ausdünnung zunächst die befristete Genehmigung bis Ende Mai erteilt. Nach dem geregelten Anhörungsverfahren gilt die Genehmigung inzwischen für zehn Jahre, obwohl die Stadt dagegen ist: „Hinsichtlich der Linienführung der Omnibuslinie 554 konnte seitens der Stadt Brandenburg an der Havel mit dem Verkehrsunternehmen Fritz Behrendt OHG und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark keine Einigung erzielt werden“, betont Stadtsprecherin Angelika Jurchen.

Die erwähnte Verkehrsbehörde LBV sei den Bedenken der Stadt gegen eine Linienänderung nicht gefolgt und habe vielmehr im Interesse der Fritz Behrendt OHG entschieden, weil diese Lösung dazu beitrage, den Omnibus-Parallelverkehren in der Stadt zu reduzieren.

LBV-Sprecherin Birgit Schuster berichtet allerdings, dass ihre Behörde die Stadt Brandenburg mehrfach gebeten habe, in der Frage abschließend und eindeutig Stellung zu nehmen. Auch Nachfristen habe man eingeräumt. Doch nach Ende Februar 2017 habe es keine Äußerung der Stadt Brandenburg in der Sache mehr gegeben.

Birgit Schuster weist darauf hin, dass Potsdam-Mittelmark und Brandenburg/Havel für die Bestellung und Finanzierung der Verkehrsleistungen auf ihrem Gebiet zuständig seien und sie jederzeit auf veränderten Bedarf an Verkehrsleistungen reagieren und auch hier eine erneute Änderung herbeiführen könnten.

Von Jürgen Lauterbach

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