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Brandenburg/Havel CDU-Triumvirat: Scheller, Tiemann und Paaschen sollen Kommunalwahl gewinnen
Lokales Brandenburg/Havel CDU-Triumvirat: Scheller, Tiemann und Paaschen sollen Kommunalwahl gewinnen
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10:33 11.01.2019
Walter Paaschen, Dietlind Tiemann und Steffen Scheller (v.l.) sollen als Spitzenkandidaten die CDU der Stadt Brandenburg 2019 in den Kommunalwahlkampf führen.  Quelle: Benno Rougk
Brandenburg/H

Kann die CDU der Stadt Brandenburg an der Havel noch Wahlen gewinnen? Dietlind Tiemann als Kreisvorsitzende der Partei ist überzeugt: „Wir werden zur Kommunalwahl im Mai 2019 stärkste Partei!“

18 von 46 Vertretern stellt ihre Partei in der aktuellen Stadtverordnetenversammlung. Nach der Kommunalwahl im Mai würden es noch mehr sein. Vom negativen Trend auf Bundesebene lasse sie sich dabei ebenso wenig stoppen wie von dem gleichbleibend mäßigen Umfrageergebnis auf Landesebene. Man habe vor Ort Wahlergebnisse schon oft gegen den Trend erzielt, sagt sie.

Allerdings gehen die Christdemokraten dabei auf Nummer sicher. Als Spitzenkandidaten für die drei Wahlkreise treten an: CDU-Kreisgeschäftsführer Walter Paaschen, Dietlind Tiemann, Ex-Oberbürgermeisterin und heutige Bundestagsabgeordnete sowie Steffen Scheller als Oberbürgermeister der Stadt.

Diskussionen im Vorfeld

Im Vorfeld war parteiintern darüber diskutiert worden, ob man CDU-Fraktionschef Jean Schaffer zutraue, einen Wahlkreis zu führen um sich für die Landtagswahl bekannt zu machen. Man tut es augenscheinlich nicht. Schaffer hat noch keine Wahl gewonnen und zog nur im Gefolge starker Kandidaten vot fünf Jahren in die SVV ein.

Gleichwohl soll er, wenn die Partei am 16. Februar ihr Wahlprogramm und die Kandidatenliste beschließt, dann auch als Landtagskandidat für die Wahl im September nominiert werden. Er müsse zwar von der Partei dafür nominiert und gewählt werden. Doch dafür werde sie sich als Parteivorsitzende stark machen, sagt Tiemann selbstbewusst und optimistisch.

Reduzierung der Wahlkreise von vier auf drei

Die Reduzierung der Wahlkreise in der Stadt Brandenburg von vier auf drei, scheint ein Nachteil für die CDU zu sein. „Wir könnten weit mehr Wahlkreise prominent besetzten“, sagt Tiemann. Mit den maximal möglichen 69 Kandidaten geht die Partei ins Rennen, insgesamt sind im Kreisverband 210 Mitglieder organisiert. Es waren schon 220. Doch insgesamt sei die Mitgliedschaft stabil, sagt Paaschen.

Tiemann sieht ihren Kreisverband gut aufgestellt. „Ich sehe keine Konkurrenz für uns. Nur Wettbewerber“, sagt Dietlind Tiemann. Am schwersten würde es die CDU wohl mit den Freien Wählern haben, glaubt sie. „Aber wir wissen ja, wo die herkommen“, so Tiemann weiter.

Freie Wähler werben im bürgerlichen Lager um Stimmen

Tatsächlich sind die FW in der Mehrzahl Mitglieder des früheren „linken Freundeskreises der SPD“, mussten aber die Partei nach dem von ihnen initiierten Chatskandal schnell verlassen, um ihrem Rauswurf zuvorzukommen.

Heute werben die FW vor allem im bürgerlichen Lager um Stimmen. Jean Schaffer, der wahrscheinlich hinter Tiemann auf der Liste für die Kommunalwahl kandidieren darf, ist überzeugt: „Wir werden vor allem mit den Freien Wählern auf Augenhöhe in Wettstreit treten.“ Andere, nennenswerte Gegner sieht auch er nicht mehr in Brandenburg.

Steffen Scheller: CDU setzt auf „Klasse statt Masse“

Die FW-Führer Norbert Langerwisch und Dirk Stieger, sind derzeit ernsthaft bemüht ihre Wahllisten mit den maximal möglichen 69 Kandidaten zu füllen, obwohl sie selbst nur etwa 25 aktive Mitglieder haben. Langerwisch erklärte jetzt, schon 52 Kandidaten stünden auf den Listen.

Steffen Scheller: „Andere füllen mit vielen Leuten ihre Liste. Wir füllen unsere Listen mit Klasse und Masse.“ Tiemann schien entspannt, als sie am Donnerstag ihr Spitzenpersonal vorstellte: „Wir haben viele Wahlen gegen den Trend geworden!“ Was die CDU inhaltlich vorhabe, davon wurde noch nicht viel verraten.

Programmschwerpunkte der CDU: Bildung, Wirtschaft Tourismus

Gleichwohl werden die Bereiche Bildung und Wirtschaft sowie Tourismus in dem bald vorzustellenden Programm eine wesentliche Rolle spielen. Und das Programm werde sich an den Leitlinien der Stadt orientieren, sagt Paaschen zur MAZ. Tiemann: „Wir dürfen das neue Hotel nicht aus den Augen verlieren.“

Offenbar hält die CDU an dem Vorhaben fest, ein großes Hotel im Bereich des Slawendorfs errichten zu wollen. Das bekräftigte Jean Schaffer. Er sagt: „Wir sind eine wachsende Stadt. Wir brauchen dieses Hotel. Allerdings bin ich der Meinung, dass man das Slawendorf nicht einfach nur abreißen sondern an einer anderen Stelle wieder auf- oder neubauen muss.“

Walter Paaschen plädiert dafür, sich der eigenen Stärke der Partei bewusst zu sein. Das habe sich schon im Kampf um die Kreisfreiheit ausgezahlt.

Spekulationen im Vorfeld um den Posten des SVV-Vorstehers

Im Vorfeld war spekuliert worden, Dietlind Tiemann würde im Falle ihrer Wahl in die SVV nach dem Posten als Stadtverordnetenvorsteherin greifen und Paaschen ins Glied schicken.Das hatte Donnerstag nicht den Anschein. Walter Paaschen sagte, er stehe weiter für dieses Amt zur Verfügung, sollte er gewählt werden. Tiemann kommentierte dies mit einem unterstützenden Nicken.

Von Benno Rougk

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