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Café Contact hofft auf 200 000 Euro

Finanzspritze Café Contact hofft auf 200 000 Euro

Das Jugendhaus Café Contact in Brandenburg an der Havel wartet auf die jährliche Finanzspritze der Stadt. Am Mittwoch entscheidet der Jugendhilfeausschuss über die Bewilligung von knapp 200 000 Euro als Zuschuss der Personal- und Sachkosten für das laufende Jahr. Das sei so spät wie noch nie im Jahr, sagt Jugendhaus-Leiter Raymund Menzel.

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Wie Jugendliche moderne Medien sinnvoll nutzen, auch das lernen sie im Café Contact.
 

Quelle: dpa

Brandenburg/H.  Das Jugendhaus Café Contact des Evangelischen Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg hofft am Mittwoch auf Geld. Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Brandenburg entscheidet am Abend über knapp 200 000 Euro jährlichen Zuschuss zur Finanzierung der Personal- und Sachkosten der Einrichtung auf der Dominsel. Es ist mit der Zustimmung zu rechnen.

Das Geld gilt als städtischer Zuschuss für das laufende Jahr. Nach Angaben von Raymund Menzel, der die Jugendbegegnungsstätte leitet, gab es noch nie im Jahr so spät diese nötige Finanzspritze wie 2015. Raymund Menzel, der auch Chef der sozialdiakonischen Arbeit im Kirchenkreis ist, sagt, es sei insbesondere für kleinere Träger der Jugendhilfe extrem schwierig, wenn die Zuschüsse der Stadt derart spät kämen. „Für die ist es die Hölle.“ Der Kirchenkreis als größerer Träger könne es eher abfedern, so Menzel.

Ein offener Jugendtreff

Die Anfänge des Jugendhauses Café Contact reichen bis in die Zeit vor der Wende. Die gegenüber dem Dom liegende Einrichtung hat folgende Angebotsschwerpunkte: Kreativ- und Gesundheitskurse, sie unterstützt die soziale und interkulturelle Kompetenz der jungen Gäste und schult unter anderem die sinnvolle Nutzung moderner Medien. Auch Kurse zur Gewaltprävention zählen zu den Möglichkeiten, die die täglich rund 20 bis 40 Besucher nutzen können. Auch Jugendliche auf Arbeitssuche und solche in schwierigen Lebenslagen finden nach Angaben des Jugendamtes im Café Contact Hilfe und Informationen. Café Contact ist zudem ein offener Treffpunkt für junge Leute.

Angestellt sind neben Menzel und einer halbtags beschäftigten Verwaltungskraft drei Mitarbeiter: zwei Sozialarbeiter und eine Erzieherin. Die Stadt Brandenburg finanziert derartige Angebote in Kooperation mit mehreren freien Trägern der öffentlichen Jugendhilfe.

Immer wieder geraten Kultur- und Jugendhäuser durch die späten Zahlungen in Bedrängnis. Im vorigen Jahr mussten sich das Café Contact und andere Einrichtungen gegen Kürzungen der finanzschwachen Stadt wehren.

Von Marion von Imhoff

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