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Campen deluxe am Domstreng

Wohnmobilstellplätze in Brandenburg an der Havel Campen deluxe am Domstreng

Mitten im historischen Zentrum der Stadt Brandenburg an der Havel hat der Unternehmer Bernd Jansen Raum für etwa 80 Wohnwagen und Caravane geschaffen. Der Dom, die Neustadt und die Altstadt sind in wenigen Gehminuten erreichbar. Auch Buga-Besucher wissen den Stellplatz zu schätzen. Dieser ist derzeit fast ausgebucht.

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Renate und Manfred Reuter aus Kaufungen bei Kassel machen Urlaub auf dem Campingplatz neben dem Dom.
 

Quelle: Melanie Höhn

Brandenburg an der Havel.  Direkt am Wasser im Liegestuhl sitzen und gemütlich frühstücken, während der Blick zum Dom und den kleinen Balkonen schweift: Mit diesem besonderen Flair kann der Wohnmobilstellplatz in Brandenburg aufwarten. Mitten im historischen Zentrum der Stadt hat der Unternehmer Bernd Jansen Raum für etwa 80 Wohnwagen und Caravane geschaffen. Der Dom, Neustadt und Altstadt sind in wenigen Gehminuten erreichbar, ein Kilowatt Strom oder 100 Liter Frischwasser kosten einen Euro. Der Platz ist befestigt, bei Regen müssen Besucher nicht im Schlamm laufen.

„Es gibt hier auch frischen Espresso am Kiosk“, freuen sich Detlef und Irmgard Grusa aus Köln. Eigentlich wollten sie mit dem Fahrrad zum nahen Beetzsee fahren, doch das Wetter machte dem Ehepaar einen Strich durch die Rechnung. Am Donnerstag spazierten sie an der Dominsel entlang und erkundeten die Stadt auf dem Wasser bei einer einstündigen Rundfahrt. Nun führt sie ihre Reise etwas früher weiter nach Berlin, wo sie sich die Impressionismus-Expressionismus-Ausstellung in der Alten Nationalgalerie anschauen werden. „Der Platz hier ist gut, es ist nicht so häufig, dass man auch duschen kann“, bemerkt Irmgard. „Wenn das Wetter besser wird, kommen wir vielleicht zurück und holen die Fahrradtour nach.“ Einen Zwischenstopp auf dem Heimweg nach Stedten bei Weimar legten Silvio und Annette Reich mit Tochter Claudia und Hund Struppi ein. Sie sind begeistert davon, dass sie ihr Wohnmobil so zentral parken können: „Und man hat hier alles, was man zum Camping braucht.“

„Am ersten Mai erlebten wir hier eine Ausnahmesituation“

Dafür sorgt auch Benno Rumbohm, der seit etwa vier Jahren den Kiosk auf dem Platz betreibt und auch die führerscheinfreien Rollyfloße vermietet. Er kümmert sich um die Gäste, verkauft Getränke und Bockwürste, gibt ihnen Stadt- und Fahrradpläne, so dass sie die Umgebung erkunden können. „Am ersten Mai erlebten wir hier eine Ausnahmesituation: Der Platz war komplett voll“, erzählt er, „natürlich hat die Buga ihren Anteil daran.“ Viele Touristen kommen für einen Kurztrip mit ihrem Wohnmobil in die Havelstadt, manche nehmen sogar den weiten Weg aus Spanien, Norwegen, Finnland oder aus der Schweiz auf sich. Bis Oktober erwartet er auch im Zuge der 850-Jahrfeier des Doms noch viele Besucher.

Wunderschön gelegen

Wunderschön gelegen: Der Campingsplatz am Domstreng in Brandenburg an der Havel.

Quelle: M. Höhn

Die Saison beginnt etwa im März, ab Ostern füllt sich der Platz so langsam. Doch in den heißen Tagen in der letzten Zeit ging die Nutzung stark zurück, sagt Pächter Bernd Jansen. „Zum Ferienende Ende August wird es aus Erfahrung wieder zunehmen, dann kommen Besucher, die Urlaub an der Ostsee, in Spanien oder Kroatien gemacht haben und nutzen den Platz für ein paar Tage als Durchfahrtstation.“ Auf Anfrage betreut sein Platzwart auch Kunden im Dezember oder Januar, aber das ist eher selten. Der Stellpatz mitten in der Stadt ist nicht billig: Strom, Ver- und Entsorgung, Toiletten, Duschen, Frischwasser müssen bezahlt werden, erklärt Jansen, der auch in zusätzliche Stromkästen investiert hat. Ein Mitarbeiter leert jeden Tag Toiletten und Mülleimer, mäht den Rasen und hält den Platz sauber.

„Man hat uns im Wegeleitsystem regelrecht ausgeschlossen“

Noch immer bemängeln viele Besucher, dass sie den Weg dorthin nicht auf Anhieb finden. Auch einige Straßensperrungen versperrten in den letzten Jahren so manchem den Weg zum Platz. „Man hat uns im Wegeleitsystem regelrecht ausgeschlossen“, merkt Jansen an, der schon mehrmals beim Ordnungsamt wegen einer Beschilderung nachfragt hatte, doch das Anliegen wurde immer abgelehnt. „Dabei sind die Touristen doch in erster Linie Gäste der Stadt“. Aber auch ohne Beschilderung finden genug Leute zum Stellplatz neben dem Dom, „wir machen eben mit einem guten Namen auf uns aufmerksam,“ fügt Jansen hinzu. Den Erfolg des Platzes hatte er so nicht erwartet, doch er wusste, dass ein reiner PKW-Parkplatz nicht ausreicht. Seine Idee war, in der Stadt Brandenburg einen zentralen Wohnmobilstellplatz wie in Wismar oder Meran zu etablieren. „Und ich kann sagen: Ja, das hat geklappt.“

Von Melanie Höhn

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