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Brandenburg/Havel Charité stellt plötzlich knallharte Bedingungen
Lokales Brandenburg/Havel Charité stellt plötzlich knallharte Bedingungen
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18:57 21.05.2013
BRANDENBURG/H.

. Doch die Charité macht ihnen die weitere Zusammenarbeit schwer.

Das Städtische Klinikum führt den Zusatz „Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité“ stolz im Namen. Denn die Tatsache, dass ihm die berühmte Berliner Universitätsklinik jedes Jahr vier bis sechs Studenten für das praktische Jahr anvertraut, spricht auch für die eigene Qualität der medizinischen Versorgung. Zudem hält das Brandenburger Krankenhaus auf diese Weise ständig Kontakt zu jungen Ärzten, gewinnt so auch Nachwuchs für die eigene Klinik.

Zum 31. Juli hat die Charité den seit Januar 1999 gültigenVertrag mit dem Städtischen Klinikum, dem Asklepios-Fachklinikum Brandenburg und neun weiteren akademischen Lehrkrankenhäusern im Land Brandenburg gekündigt. Manuela Zingl, Vize-Sprecherin des Charité, begründet die Kündigung mit der neuen Approbationsordnung, die hohe Ansprüche an die Ausbildung von Ärzten stelle und eine Neufassung aller Verträge mit akademischen Lehrkrankenhäusern erfordere. Abhängig von der Erfüllung der Anforderungen werde in der Regel eine Fortführung möglich sein.

Doch so einfach ist es nicht. Selbst Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) wurde am Freitag bei Charité-Vorstand Karl Max Einhäupl vorstellig, um die Partnerschaft mit den Brandenburger Kliniken zu retten.

Das Städtische Klinikum soll zwar akademisches Lehrkrankenhaus bleiben. Geschäftsführerin Gabriele Wolter hat ein Vertragsangebot auf dem Tisch. Doch die Charité stellt darin Bedingungen, die in unternehmerische Entscheidungen der Brandenburger eingreifen. So möchten die Berliner, dass die Brandenburger künftig Patienten, die sie nicht selbst behandeln, zwingend an die Charité überweisen.

Sind Chefarztstellen zu besetzen, will die Charité mitreden. Selbst in den Stellenbesetzungsphasen, in denen die Bewerbungen noch vertraulich sind, möchte die Charité die gesamte Bewerberliste zugeleitet bekommen und sie gegebenenfalls um eigene Kandidaten ergänzen. Und bei der Anhörung der Bewerber möchte die Charité sich beteiligen. Bietet das Klinikum neue medizinische Leistungen an, sollen die Brandenburger zuvor die Zustimmung der Berliner Universitätsklinik einholen.

Das psychiatrische Fachkrankenhaus am Görden ist keineswegs besser dran. Bisher hat Asklepios noch gar kein Vertragsangebot bekommen, sondern mit der Kündigung des Vertrages lediglich eine Einladung zu einem noch nicht terminierten Gespräch.

Wie ihrer Kollegin in der Hochstraße sind auch Verwaltungschefin Daniela Wolarz-Weigel die Anbindung an die Charité und der direkte Kontakt zu Nachwuchsärzten sehr wichtig. Sie möchte, dass die Facharztausbildung der Fächer Neurologie, Psychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie weiterhin in ihrem Haus stattfindet und Medizinstudenten aus Berlin dort ihr praktisches Jahr absolvieren. Warum die Charité daran rüttelt, ist ihr nicht erklärlich. „An der Qualität unserer praktischen Ausbildung liegt es nicht, das ist sicher“, sagt Wolarz-Weigel. (Von Jürgen Lauterbach)

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