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Brandenburg/Havel Charleen Walter liest am besten
Lokales Brandenburg/Havel Charleen Walter liest am besten
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16:51 17.02.2016
Charleen Walter (1.v.l.) hat am Mittwoch den Brandenburger Vorlesewettbewerb als Stadtsiegerin gewonnen. Im Vordergrund Amelie Messer von der Busch-Grundschule. Quelle: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/H

Etwas schneller geschlagen haben die Herzen von acht Mädchen und drei Jungen am Mittwochnachmittag, als Jane Fanselow von der Fouqué-Bibliothek den Gewinner des diesjährigen Vorlesewettbewerbs der Stadt Brandenburg verkündete. Beste Vorleserin unter den Sechstklässlern der Stadt wurde Charleen Walter von der Magnus-Hoffmann-Schule.

Es war ein Wettbewerb auf hohem Niveau, hieß es aus der Jury. Die elf Kinder waren angetreten beim 24. Stadtentscheid als beste Vorleser ihrer jeweiligen Schulen. Mehr als 450 Jungen und Mädchen hatten an der Vorauswahl teilgenommen. „Ihr seid also alle schon Gewinner“, begrüßte Jane Fanselow, die die Kinderbuch-Bibliothek leitet, die elf Schulsieger. „Dies ist kein Leistungswettkampf, es ist wichtig, dass Ihr Spaß habt und dabei seid“.

Elf Kinder traten gegeneinander an

Zunächst lasen die Sechstklässler einen Text ihrer Wahl jeweils fünf Minuten vor. Dabei fiel das unterschiedliche Niveau der Bücher auf, die die Jungen und Mädchen sich dafür ausgesucht hatten. Es reichte vom sehr anspruchsvollen Text aus Anne Franks Tagebuch über den Mädchen-Bestseller Ostwind bis hin zu Daniel Defoes Robinson Crusoe. Diesen Stoff hatte sich Amelie Messer von der Wilhelm-Busch-Grundschule ausgewählt.

Leonard Koppe, Schüler der Klingenberg-Schule, hatte sich seine Text-Passage aus dem Roman Erebos von Ursula Poznanski drei Mal am Tag selbst laut vorgelesen. Wochenlang, „seitdem ich wusste, dass ich hier an dem Wettbewerb teilnehme“.

Im zweiten Durchgang mussten die Kinder einen ihnen unbekannten Text vorlesen. Dabei überzeugte vor allem Charleen Walter. Wie Cornelia Stabrodt sagte, war es vor allem der Blickkontakt kombiniert mit flüssigem Vorlesen, der der Kirchmöseraner Schülerin gelang. „Die Jury war von dieser Lesetechnik schwer beeindruckt“, sagte Cornelia Stabrodt. Sie lobte zugleich die übrigen Teilnehmer: „Wir hatten schon lange micht mehr so ein hohes Niveau.“

Unbekannter Text in Durchgang 2

In der Jury saß auch von-Saldern-Gymnasiast Linus Müller. Er hatte im vorigen Jahr nicht nur den Stadtentscheid gewonnen, sondern nahm später als brandenburgischer Landessieger auch am Bundeswettbewerb teil. Ebenfalls die Qual der Wahl über die Entscheidung hatten Dorina Neie von der Wichern-Buchhandlung, Axel Krause vom Humanistischen Regionalverband und dem Kinder- und Jugendclub Kiju, Elke Kroll als Vorsitzende des Bibliothek-Fördervereins, Bibliotheks-Leiterin Cornelia Stabrodt und Tim Freudenberg als Kultur-Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung.

Der Brandenburger Stadtsieger muss zum Bezirksentscheid Brandenburg West in Wittstock. Die acht besten Schüler der vier Bezirksentscheide nehmen im Sommer am Landeswettbewerb in der Brandenburger Fouqué-Bibliothek teil. Wer deutschlandweit am besten vorliest, das wird der Bundesentscheid am 22. Juni in Berlin ergeben. Eins gab Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) allen Teilnehmern mit auf den Weg: „Ein Buch in den Händen zu halten, ist immer etwas Schönes.“

Von Marion von Imhoff

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