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Chefdiplomaten zu Gast in der Havelstadt

Staatsbesuch bei Steinmeier Chefdiplomaten zu Gast in der Havelstadt

Die Außenminister Jean-Marc Ayrault (Frankreich) und Frank-Walter Steinmeier trafen sich am Mittwoch an einem ungewöhnlichen Ort zum Staatsbesuch – m Paulikloster in Brandenburg an der Havel. Beide Politiker hoffen, dass die Briten für den Verbleib in der Europäischen Union stimmen. Sonst ginge es, so Steinmeier, dort nicht „28 minus 1“ einfach weiter.

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Brandenburg Außenminister Frank-Walter Steinmeier und der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault bei der Domführung.

Quelle: Jacqueline Steiner

Brandenburg/H. Das kommt auch nicht alle Tage vor, dass das Archäologische Landesmuseum im Paulikloster wegen eines Staatsbesuchs geschlossen ist. Am Mittwoch trafen sich nämlich der deutsche und der französische Außenminister an „diesem ungewöhnlichen Ort“, wie Frank-Walter Steinmeier es vor Journalisten beider Staaten ausdrückte.

Deutschlands Chefdiplomat traf in Brandenburg/Havel mit seinem französischen Amtskollegen, dem früheren Premierminister Jean-Marc Ayrault, zu einem Arbeitsgespräch zusammen und zeigte ihm im Dom, im Boot auf der Havel und in Brandenburgs Altstadt welche „Reize die Stadt zu bieten har und wie angenehm es sich hier leben lässt“. Am Ende des Besuchs trug sich Ayrault ins Goldene Buch der Stadt ein.

 Auch eine Bootstour gehörte zum Besuch

Auch eine Bootstour gehörte zum Besuch.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Der nach eigenen Worten heimatverbundene französische Sozialist bekundete in bestem Deutsch „großes Vergnügen, den Charme von Franks Wahlkreis kennenzulernen“.

Die beiden Außenpolitiker präsentierten sich nicht nur in Sachen Fußball einig, als sie beide auf einen 2:1-Sieg im Spiel Frankreich gegen Albanien tippten. In wesentlichen politischen Fragen sehen sich der Sozialdemokrat und der Sozialist auf einer Linie.

Das gilt besonders für ihre Haltung zu Europa und dem Referendum über einen britischen Ausscheiden aus der Europäischen Union. Steinmeier und Ayrault hoffen, dass die Briten für den Verbleib stimmen. Bei einem Austritt, so Steinmeier, würde Europa vieles fehlen, es ginge dann nicht „28 minus 1“ einfach weiter.

Die Außenminister im Brandenburger Dom

Die Außenminister im Brandenburger Dom.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Das Ausscheiden würde „eine Erschütterung der Europäischen Union bedeuten“. Frankreich und Deutschland trügen dafür Verantwortung, dass Europa weiter besteht, sagte sein französischer Amtskollege.

Die beiden Minister, die regelmäßig zusammentreffen und viele Länder wie Libyen, Mali, Nigeria und die Ukraine schon gemeinsam bereist haben, sprachen über aktuelle Bemühungen, die Stabilität in Syrien zu stärken und den Ukraine-Konflikt mit Russland zu überwinden.

Auf die Frage ob Russland wegen seiner Hooligans von der aktuellen Fußball-Europameisterschaft ausgeschlossen werden sollte, sprach sich Jean-Marc Ayrault für Mäßigung aus. Er wolle nicht mit dem Finger auf ein bestimmtes Land zeigen, einzelne Täter würden aber von der Justiz zur Rechenschaft gezogen.

Schon bald möchten Steinmeier und Ayrault wieder zusammenkommen. Als Zeit und Ort stellten sie den 10. Juli im Stade de France in Aussicht. Dort steigt an jenem Tag das EM-Finale.

Von Jürgen Lauterbach

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