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Brandenburg/Havel Christen freuen sich auf Berlin
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16:13 13.11.2016
Pfarrer Andreas Uecker aus Bliesendorf koordiniert die Aktivitäten im Kirchenkreis zum Kirchentag 2017. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Lehnin

Die 27 000 evangelischen Christen zwischen Brandenburg an der Havel und Treuenbrietzen rüsten sich für den 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin und Wittenberg. Zwar gehört der Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg nicht zum Quartiergebiet, doch werden sich viele Gemeinden in die Ausgestaltung des Großereignisses im Mai nächsten Jahres einbringen. Superintendent Siegfried-Thomas Wisch hat bei der Herbstsynode des Kirchenkreises in Lehnin zur Teilnahme und zum Mitmachen aufgerufen.

So wird sich der Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg am 24. Mai nach dem Eröffnungsgottesdienst bei einem Abend der Begegnung mit einem Areal in Berlin-Mitte vorstellen. Dafür werden Helfer, Kulturgruppen, Sänger und Bläser benötigt. Höhepunkt in Wittenberg wird am 28. Mai der Festgottesdienst auf den Elbwiesen sein, dem sich ein Reformationspicknick anschließt. Auch dabei werden sich Christen aus unserer Region mit kulturellen Beiträgen, Musik und regionalen Produkten einbringen. Pfarrer und ehrenamtliche Seelsorger werden beim Austeilen des Abendmahls an Zehntausende Teilnehmer benötigt.

Parlament des Kirchenkreises

Der Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg ging 2012 aus der Fusion der drei Altkirchenkreise Brandenburg, Beelitz-Treuenbietzen und Lehnin-Belzig hervor. Die Kreissynode ist das Parlament des Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg.

Dem obersten Leitungsgremium gehören 65 Frauen und Männer aus allen Teilen des Kirchenkreises an. Getagt wird im Frühjahr und im Herbst in Lehnin, dem Sitz der Superintendentur. Zwischen den Tagungen der Synode werden die Geschäfte vom Kreiskirchenrat wahrgenommen.

Pfarrer Andreas Uecker aus Bliesendorf bei Werder ist als Koordinator Ansprechpartner für alle Aktivitäten in den Gemeinden. Der Kirchenkreis beteiligt sich mit 45 000 Euro an der Finanzierung des Kirchentages. Weitere 50 000 Euro stehen der Basis für die Ausgestaltung von Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum 2017 zur Verfügung. Ausgaben, die sich der Kirchenkreis leisten kann. Denn die in Lehnin vorgestellte Jahresrechnung 2015 weist einen Überschuss von rund einer Million Euro auf, was bei den rund 60 anwesenden Synodalen einiges Erstaunen auslöste.

Zu den Personalien auf der Herbstsynode gehörte die offizielle Verabschiedung von Fred Litwinski (l.) von seiner Aufgabe als Kreiskantor für den ehemaligen Kirchenkreis Brandenburg durch Superintendent Siegfried-Thomas Wisch. Quelle: Frank Bürstenbinder

„Nicht vorhersehbar war ein um 470 000 Euro gestiegener Anteil an der Kirchensteuer, der uns von der Landeskirche überwiesen wurde“, erklärte Erhard Gottschalk von der AG Haushalt die komfortable finanzielle Verfassung des Kirchenkreises. Weitere Gründe waren geringere Sach- und Darlehenskosten als geplant. Außerdem verzögerte sich die Wiederbesetzung freier Stellen. Gottschalk riet den Synodalen die angeschwollene Rücklage mit Augenmaß auszugeben. Denn dafür sei sie schließlich da, so Gottschalk.

Für 2017 kann sich der Kirchenkreis zusätzliche Ausgabeposten leisten. So wird erstmals ein Fonds für Orgelinstandsetzungen (200 000 Euro) aufgelegt. Für die Sanierung von Pfarrhäusern werden 400 000 Euro bereitgestellt. Neu ist eine Technikrücklage für eine bessere IT-Ausstattung der Gemeinden. Es werden sogar rund 102 0000 Euro an die Gemeinden ausgeschüttet, weil ein Teil ihrer Umlagen nicht benötigt wurde. Das macht 3,77 Euro je Gemeindeglied. Für den Brandenburger Gottschalk war es die letzte Jahresrechnung an der Spitze der AG Haushalt. Seine Arbeit übernehmen künftig Jan van Lessen und Wolfgang Biedermann. Für den Kreiskirchenrat wurde in einer Nachwahl der Wiesenburger Pfarrer Stephan Schönfeld gewählt.

Von Frank Bürstenbinder

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