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Container-Hort kommt erst im Dezember

Brandenburg an der Havel Container-Hort kommt erst im Dezember

Für zwei Jahre als Provisorium soll ein Hort aus drei großen Containern an der Bauhofstraße aufgestellt werden, um die 280 Mädchen und Jungen der Grundschule Kleine Gartenstraße und der Fontane-Grundschule unterzubringen, bis die Einrichtungen in der Hausmannstraße und im Augustaheim fertig sind. Doch der Zulieferer kommt nicht nach.

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Der als Holzwerkstatt und Kreativzentrum genutzte große Raum ist nun wieder in ein Gruppenzimmer verwandelt worden, weil der Platz knapp wird.
 

Quelle: FOTO: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H.  Der provisorische Container-Hort in der Bauhofstraße geht frühestens am 1. Dezember in Betrieb und damit drei Monate verspätet, bestätigt Sozialbeigeordneter Wolfgang Erlebach (Die Linke). „Es gab vom Errichter eine einseitige Erklärung, dass die besprochenen Termine bis zum Schuljahresbeginn am 4. September nicht zu halten seien.

Wir hingegen haben auf den Terminen bestanden, können momentan aber nichts ausrichten.“ Ursprünglich sollten die drei Container für die Hortkinder der Grundschule in der Kleinen Gartenstraße und für die Kinder der Fontane-Grundschule erst zu Jahresbeginn bezugsfertig sein, doch nun habe man sich auf Anfang Dezember verständigt, sagt Erlebach. Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) hingegen sagt, es gebe eine schriftliche Zusage der Errichterfirma, bereits zum Ende der Herbstferien am 3. November fertig zu sein.

Bis dahin wird das Schulhaus in der Kleinen Gartenstraße doppelt genutzt. Erlebach glaubt zwar, „die Eltern sind uns nicht so sehr böse, weil die Kinder nicht den Zusatzweg zum neuen Hort bewältigen müssen“. Doch hat es dennoch gravierende Folgen. Die ursprünglich für den Sommer 2016 geplanten Renovierungsarbeiten in der Schule werden jetzt noch einmal verschoben auf die Sommerferien 2018.

Zudem wird es eng in der reaktivierten Schule, die im vergangenen Schuljahr mit zwei ersten Klassen gestartet war. Jetzt kommen noch einmal zwei Klassen dazu, der Hort „Havelkids“ musste deshalb gerade drei  Gruppenräume und eine Garderobe leer ziehen, sagt Hortchefin Elke Hoffmann vom Jugend- und Sozialwerk, das die Einrichtung betreibt. „Wir haben derzeit noch 170 Kinder, bekommen Anfang September noch 25 bis 30 Mädchen und Jungen dazu, das wird ganz schön eng.“

Jugend- und Sozialwerk als Träger

4.859 Kinder werden derzeit in Krippen, Kindergärten und Horten betreut.

Das Jugend- und Sozialwerk Oranienburg betreibt neben dem Havelkids-Hort in der Stadt die Kitas „Natur-Kinder-Garten“, „ Schritt für Schritt“ und „Sonnenschein“.

Auf dem 9000 Quadratmeter großen Grundstück des ehemaligen VBBr-Busbetriebshofes entsteht das kleine Containerdorf für 300 Mädchen und Jungen aus zwei großen zweigeschossigen Modulen mit Betreuungs- und AG-Räumen sowie einem Modul mit Funktionsräumen, Küche und Essensraum.

Unter anderem musste der Bewegungs- und Entspannungsraum zum Klassenraum umfunktioniert werden, steht also nicht mehr zur Verfügung. Die Holzwerkstatt wurde freigeräumt, das gesamte Inventar mit Werkzeugen ist im Keller eingelagert, weil das Zimmer als Gruppenraum benötigt wird. „Statt Holzarbeiten können wir eben in der Übergangszeit nur kleineres Basteln anbieten“, sagt Elke Hoffmann.

Die Eltern werden fortlaufend über alle Veränderungen informiert, allerdings nicht von der Stadt sondern vom Träger selbst. Das hat Regionalchefin Rita Ajas schon Anfang April den Eltern fest zugesagt – seitdem geht einmal pro Monat ein Elternbrief an alle raus.

Es gibt aber auch noch ein weiteres praktisches Problem: Die Stadt hatte 150.000 Euro für das Möblieren und Ausstatten des temporären Hortes zugesagt, aber nur einen Bruchteil der Summe auch frei gegeben. „Ich konnte bislang nur drei Tische und einige Stühle für einige Tausend Euro kaufen, müsste aber eigentlich schon beinahe alles bestellen“, sagt Elke Hoffmann. Die Lieferzeiten beim Möbelhersteller sind derzeit zweieinhalb Monate lang. Viel Zeit sei nicht mehr.

Auf den Umzug in die Bauhofstraße sei ihr Team vorbereitet. „Die Eltern müssen sich auch keine Sorgen machen.“ Im ersten Schulhalbjahr begleiten wir die Kinder ohnehin auf dem Weg zum Hort.“

Von André Wirsing

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