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Da wird der Hund in der Pfanne verrückt

Tierisches MAZ-Interview zum Roland-Spectaculum Da wird der Hund in der Pfanne verrückt

Am Wochenende ist das beliebte Roland-Spectaculum im Slawendorf gefeiert worden. Viele Mittelalterfans werfen sich dafür gerne zeitgenössisch in Schale. Doch nicht nur große und kleine Zweibeiner lieben das Wochenende. Auch Hunde lieben die Atmosphäre und, sich zu verkleiden. Wie etwa Elvis, der Schnauzermischling aus Berlin mit Migrationshintergrund. Der Hund gewährte der MAZ ein Exklusivinterview.

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Elvis, der Schnauzermischling aus Berlin mit Migrationshintergrund hat der MAZ tierische Einblicke in das Roland-Spectaculum gewährt.

Quelle: MAZ

Elvis, du trägst einen beeindruckenden Schuppenpanzer aus feinstem Leder. Seit wann gibt es so etwas?

Elvis: Schuppenpanzer wie meinen kennt man bereits seit über 2000 Jahren.

Am Wochenende ist das beliebte Roland-Spectaculum im Slawendorf gefeiert worden. Viele Mittelalterfans werfen sich dafür gerne zeitgenössisch in Schale. Und Tausende kamen, um sich das traditionelle Fest der Altstädter gefallen zu lassen.

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Und bei welchen Anlässen haben Hunde sie getragen? Wenn es in die Schlacht ging?

Elvis: Das weiß ich nicht. Mein Frauchen Susanne Sehling und mein Herrchen Rocco Picciolo sind begeisterte Besucher von Mittelalter- und Wikingermärkten. Dafür haben sie sich die passende Garderobe angeschafft. Und damit ich vom Aussehen her passe, hat Herrchen mein Ritterhemd genäht.

Freust du dich, wenn Herrchen und Frauchen dir deinen Schuppenpanzer anziehen – gehst du gerne mit ihnen auf Mittelaltermärkte?

Elvis: Ich freue mich immer, wenn es losgeht, wohin ist mir egal. Ich darf ja überall mit. Aber wenn ich meinen Schuppenpanzer trage, falle ich natürlich besonders auf. Fast jeder will mich fotografieren, viele auch streicheln.

Und diese Aufmerksamkeit genießt du?

Elvis: Teils, teils. Ich habe ja nichts davon. Wenn ich für jedes Fotoshooting ein Leckerli bekäme, so wie von dir, dann wäre es etwas anderes. Aber an so etwas denken die Leute ja leider nicht.

Was gefällt dir hier beim Roland-Spectaculum am besten?

Elvis: Die Fressstände!

Die Fressstände?

Elvis: Naja, die Stände halt, wo es etwas zu essen gibt.

Bestellen dir deine Leute denn auch etwas?

Elivs: Naja, nicht wirklich. Mein Futter haben sie immer dabei. Aber sie geben mir etwas ab, wenn sie selbst was essen. Und dann sind ja auch noch die anderen Leute da.

Du bettelst doch nicht etwa?

Elivs: Na klar mache ich das. Anders hätte ich doch früher gar nicht überlebt. Männchen machen und treu gucken – das funktioniert nicht nur bei Hunden.

Bei wem denn noch?

Elvis: Hast du denn vorhin nicht die „Tanzmäuse“ gesehen, die Kinderballettgruppe von Sandra Kuppko? Die haben Männchen gemacht und sich in alle Richtungen verrenkt.

 Die haben doch historische Tänze gezeigt und nicht gebettelt.

Elivs: Ach so? Aber das Ergebnis stimmt. Weshalb sonst hat die kleine Tanzmaus Annemarie Au (6) von ihren Eltern und Freunden ganz viel Schokolade bekommen nach ihrem Auftritt? Sie hat sogar extra ihren Freund Dominik Baum (6) mitgebracht, weil sie die vielen Süßigkeiten alleine gar nicht schaffen kann.

Ihr Hunde denkt wirklich nur ans Fressen!

Elvis: Nicht nur wir. Was denkst du, warum bei Greifvogelvorführungen keine Hunde dabei sein dürfen? Die Adler könnten sich als vermeintliche Beutetiere auf sie stürzen.

Adler auf Hunde?

Elvis: Na klar. Nen Dackel schaffen die locker.

 Apropos Dackel. Was hat vorhin der Anton, die kleine französische Bulldogge, zu dir gesagt?

Elvis: Verpiss dich!

Wie bitte?

Elvis: Genau das. Anton hatte wohl Angst, dass ich ihm die Schau stehle. Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt! Vielleicht sollte sein Herrchen Ronny Erdmann ihm die Elchoberschenkel lieber zu fressen geben, als filigranen Schmuck daraus zu schnitzen. So eine Verschwendung.

Er ist doch erst ein Jahr alt.

Elvis: Ein Jahr alt war die deutsche Dogge Pojke am Stand von Astrid und Uwe Wittkopp auch erst, aber besser erzogen. Pojke hat nicht mit der Wimper gezuckt, als ich vorbei gegangen bin. An ihrem Stand können Leute mit Hund die wunderschönen Webwaren sowie Kleidung aus selbst gefärbten Stoffen und Malereien von Astrid (60) in Ruhe bewundern.

Interview: Ann Brüning

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