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Dahlen wird 500 Jahre alt

Am Sonntag große Jubiläumsfeier Dahlen wird 500 Jahre alt

Am Sonntag feiert das zwischen Gräben und Görzke gelegene klitzekleine Dahlen sein 500. Gründungsjubiläum. Mit Sicherheit ist die Ansiedlung älter, doch mehr als ein halbes Jahrtausend gibt die Urkundenlage nicht her. Und da kommen schon die von Schierstädts ins Spiel. Ein gewisser Friedrich von Schierstädt zu Görzke kaufte 1515 die wüste Dorfstätte dem Vorbesitzer ab.

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In der Dahlener Fachwerkkirche werden die Feierlichkeiten eröffnet.

Quelle: F. Bürstenbinder

Dahlen. Die Dahlener sind bodenständig, fleißig und werden alt. So beschreibt Bürgermeister Siegfried Schröder (74) den Menschenschlag, der viele Jahrhunderte lang von der Waldwirtschaft lebte. Arbeitslose gibt es in dem ehemals adligen Vorwerk auch heute nicht. Denn die meisten der nur 15 Einwohner sind Rentner. Schröders Enkelin Lisa wird 18 und war das vorerst letzte schulpflichtige Kind in der Ansammlung weniger Häuser entlang Dahlens einziger Straße, in der es immerhin ein Eiscafé, einen Briefkasten und eine Bushaltestelle gibt.

Am Sonntag feiert das zwischen Gräben und Görzke gelegene klitzekleine Dahlen sein 500. Gründungsjubiläum. Mit Sicherheit ist die Ansiedlung viel älter, doch mehr als ein halbes Jahrtausend gibt die Urkundenlage nicht her. Und da kommen schon die von Schierstädts ins Spiel. Ein gewisser Friedrich von Schierstädt zu Görzke kaufte 1515 die damals wüste Dorfstätte dem Vorbesitzer ab. Der hieß Friedrich von Brant. „Über dieses Geschäft existiert eine Urkunde, die Grundlage für unsere Jubiläumsfeier ist“, erklärt Bürgermeister Schröder, dessen Ehrenamt sich über Dahlen, Gräben und Rottstock erstreckt.

Ginge es nur um die wenigen Alteingesessenen könnte das Dahlener Jubelfest in einem der alten Bauerngärten stattfinden. Gäbe es da nicht einen triftigen Grund, der die wahre Bevölkerungszahl und den überregionalen Bekanntheitsgrad des Ortes ausmacht – das Pflege- und Betreuungszentrum des Arbeiter-Samariter-Bundes, 1952 als Feierabendheim im einstigen Gutshaus derer von Schierstädt gegründet. Heute größter Arbeitgeber im Amt Ziesar mit 75 Betten und betreuten Wohnungen für Menschen mit Behinderungen.

Zwei Heimbewohnerinnen blicken auf ein gesegnetes Alter von 102 Jahre zurück. Irgendwas muss dran sein an der guten und vielgepriesenen Dahlener Waldluft. Dahlen ist ohne das Pflegeheim nicht denkbar. Es gibt kein Nebeneinander, sondern ein Miteinander. So wird es auch bei der Jubiläumsfeier am Sonntag sein, wenn die Geschichte Dahlens vor dem 1837 errichteten Gutshaus in mehreren Bildern mit kostümierten Darstellern zum Leben erwacht. „Wir spannen den Bogen von 1515 mit dem Einzug der Schierstädts bis zur Gründung des Feierabendheims 1952“, verrät Doris Giesecke vom Festkomitee.

Nicht fehlen wird der Einzug Friedrich II., der in einer Kutsche Dahlen einen Besuch abstattet. Mit Bürgermeister Schröder und Hans-Friedrich von Schierstädt, dem ältesten Sohn des letzten Gutsherren, wird der Alte Fritz einen Baum im Gutspark pflanzen und einen Gedenkstein enthüllen. Tanz- und Singegruppen sowie Stände von Gräbener und Rottstocker Vereinen sorgen für einen bunten Nachmittag, der um 12.30 Uhr mit einem Gottesdienst im Dahlener Fachwerkkirchlein eröffnet wird. Für die musikalische Unterhaltung sorgen unter anderem der Bad Belziger Fanfarenzug ab 13.30 Uhr und das Feuerwehrblasorchester Görzke ab 16 Uhr.

Von Frank Bürstenbinder

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