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Brandenburg/Havel Frauenhaus ist rappelvoll
Lokales Brandenburg/Havel Frauenhaus ist rappelvoll
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05:03 10.09.2018
Christel Mück-Hannemann und die damalige Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) bei der Schlüsselübergabe für das neue Frauenhaus 2015. Quelle: Christian Griebel
Brandenburg/H

 Das Frauenhaus mit seinen 16 Plätzen ist so stark belegt wie selten in seiner 26-jährigen Geschichte. Wie Christel Mück-Hannemann, die langjährige Leiterin der Schutzeinrichtung, mitteilt, müssen Frauen bereits abgewiesen und an andere Frauenhäuser verwiesen werden. Zwischen dem 1. Januar und dem 31. August haben 47 Frauen und 65 Kinder im Frauenhaus Zuflucht gesucht und gefunden. Derzeit ist das Haus zu 100 Prozent belegt.

Noch vor fünf Jahren lag die durchschnittliche Belegungsrate bei 70 Prozent. Alle Frauen sind vor der Gewalt ihrer Männer oder Familienangehörigen geflohen. Angestiegen ist auch die Zahl der Migrantinnen, die sich in ihrer Not ans Frauenhaus wenden. Die Schutzsuchenden kommen laut Mück-Hannemann aus ganz Deutschland. Die Hausordnung ist in sieben Sprachen übersetzt. Dazu zählen Englisch, Belgisch, Polnisch, Kurdisch, Arabisch, Russisch, Ukrainisch und Tschedschnisch.

Christel Mück-Hannemann leitet das Frauenhaus seit 1995 und mithin seit 23 Jahren. Mitte nächsten Jahres möchte sich die Brandenburgerin in den Ruhestand zurückziehen. Träger des Frauenhauses ist der Unabhängige Frauenverband Brandenburg. Dort ist die Stelle bereits ausgeschrieben. „Das Verfahren läuft“, sagt Christel Mück-Hannemann. Vor genau 20 Jahren verlieh ihr die Stadt Brandenburg den Frauenpreis.

Das Team im Frauenhaus beseht aus vier Mitarbeitern. Eine von ihnen arbeitet Vollzeit, die übrigen drei 30, beziehungsweise 36 Stunden die Woche.

Gerade die Betreuung und Umsorgung der Frauen mit Migrationshintergrund erfordere ein hohes Maß an Zeit, berichtet Christel Mück-Hannemann. Auch das bringen das Team und das Haus an seine Kapazitätsgrenze. „Selbst Kinderärzte erwarten, dass jemand von dem Frauenhaus mitkommt, wenn eines der Kinder zu versorgen ist. Die Ärzte wollen jemanden, der für die Verständigung zuständig ist.“ Bei Behördengängen etwa zur Beantragung eines Kita- oder Schulplatztes müssten die Frauen ebenso begleitet werden. Weil nicht alle Dokumente der Migrantinnen sofort vorlägen oder unvollständig seien, würden sie meist auch länger im Frauenhaus wohnen als die durchschnittlichen drei Monate.

„Die Frauen bemühen sich, Deutsch zu lernen. Das ist erfreulich“, sagt die Frauenhaus-Chefin. „Meist klappt es nach wenigen Wochen mit der Verständigung.“

Finanziert wird das Haus anteilig von der Stadt Brandenburg und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Von Marion von Imhoff

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