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Das Busfahren in der Stadt wird komfortabler

Brandenburg an der Havel Das Busfahren in der Stadt wird komfortabler

Es ist eigentlich nur ein Pilotprojekt, dafür aber ein unglaublich aufwendiges. Mit nur einer Viertelmillion Euro mehr Zuschuss der Stadt Brandenburg an die eigenen Verkehrsbetriebe sollen vornehmlich die Busverbindungen für Nachtschwärmer, Schüler, Sportler, Senioren, Einkäufer und Verkäufer verbessert werden – abends länger und nachmittags dichter fahren.

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Mehr Nachtbusse auf den Linien N1 unbd N2 verkehren ab dem 6. Juni in der Stadt, die Verkehrsbetriebe sind vorbereitet.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Es ist eigentlich nur ein Pilotprojekt, dafür aber ein unglaublich aufwendiges. Mit nur einer Viertelmillion Euro mehr Zuschuss der Stadt an die eigenen Verkehrsbetriebe VBBr sollen vornehmlich die Busverbindungen für Nachtschwärmer, Schüler, Sportler, Senioren, Einkäufer und Verkäufer spürbar verbessert werden – abends länger und nachmittags dichter fahren. Das Team um VBBr-Chef Jörg Vogler tüftelt bereits seit Wochen, strafft Abläufe und optimiert Wagenumläufe. Gleichzeitig müssen Lenk- und Ruhezeiten sowie Kosten beachtet und das Zustimmen der Arbeitnehmervertreter gesichert werden.

Am 6. Juni soll der neue Fahrplan in Kraft treten. Im Mai stellt Vogler dessen Entwurf im Hauptausschuss vor. Viel ändern können die Stadtverordneten daran ohnehin nichts, sonst würde das ganze fragile Gebilde wieder zusammenklappen. „Da geht es nicht nur um Busse und Fahrer, sondern auch die LOgistik drumherum. Kommen die Fahrzeuge beispielsweise abends oder nachts auf den Betriebshof, werden sie betankt, gereinigt und gewartet, einschließlich kleiner Reparaturen, damit sie am nächsten Morgen gleich losrollen können. Wir müssen dies sicherstellen, auch wenn die Busse noch später reinkommen“, sagt Vogler.

Der Auftrag lautete, Taktverdichtung und -verlängerung, vor allem an den Wochenenden. Doch Voglers Team hat durch interne Optimierungen das Angebot viel weiter gefasst. So verkehren beispielsweise die Nachtbuslinien N1 und N2 in den Nächten Freitag/Sonnabend sowie Sonnabend/Sonntag künftig bis 3 Uhr morgens. „Wir wollten aber auch in der Woche mindestens einen Bus mehr bis Mitternacht fahren lassen und können dabei wenigstens einen Regionalexpress mehr bedienen“, sagt Vogler.

Hintergrund

Der neue Fahrplan der Verkehrsbetriebe tritt am 6. Juni in Kraft.

Derzeit verteilen VBBr-Mitarbeiter bereits Infomaterial mit Auszügen aus dem neuen Fahrplanheft.

Zusätzliche Busse und Straßenbahnen sind darin bereits vermerkt, hellblau unterlegt und mit einem „Z“ für Zusatzfahrt versehen.

Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass es sich um ein Pilotprojekt handelt. Das heißt, vor dem nächsten Fahrplanwechsel wird geprüft, ob das Zusatzangebote angenommen wurde.

Große Verbesserungen gibt es auch im Schülerverkehr : Der Bus der Linie F nach Klein Kreutz verkehrt an Schultagen zweimal mehr an den Nachmittagen, kommt künftig um 16.33 Uhr beziehungsweise 17.38 Uhr im Ortsteil an. Bislang fuhr nach 14 Uhr nichts mehr.

Für die Schüler der Tschirch-Oberschule wird am Nachmittag ein zusätzlicher C-Bus angeboten, der um 14.20 Uhr in der Fontanestraße ankommt. Auch für die Brecht-Gymnasiasten wird’s besser. Der H-Bus aus Schmerzke kommt fahrplanmäßig um 13.24 Uhr und 15.24 Uhr in der Fontanestraße an, die Schüler können in der Freiherr-von-Thüngen-Straße zusteigen. Ab Fontanestraße fährt der Bus dann aber noch die sechs Stationen bis zum Stadion/Industriemuseum weiter, so dass sich die Passagiere auf die Straßenbahn beziehungsweise den E-Bus Richtung Kirchmöser weiter verteilen können.

Die Fahrplanänderungen sind nicht die einzigen Herausforderungen für die VBBr in diesem und im nächsten Jahr stehen auch noch behindertenfreundliche Haltestellenumbauten an, was ähnlich kompliziert wird. In der Steinstraße beispielsweise müssen dazu die Fahrradspuren zwischen die Schienen im Haltestellenbereich verlegt werden, weil sonst kein Platz. Am Neustadt-Markt wiederum müssen lange Stufen, Rampen und Gitter angebracht werden, damit der Bau eines rollstuhlfreundlichen erhöhten Bahnsteigs möglich wird.

Von André Wirsing

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