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Brandenburg/Havel Das CDU-Links-Bündnis ist am Ende
Lokales Brandenburg/Havel Das CDU-Links-Bündnis ist am Ende
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21:33 18.10.2016
René Kretzschmar (Linke). Quelle: JAST
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Brandernburg an der Havel

„Das war das öffentliche Ende einer kommunalpolitischen Kooperation.“ So bezeichnete der Linken-Fraktionsvorsitzende René Kretzschmar das Ergebnis der Hauptausschusssitzung am Montagabend. Bislang leitete er das Gremium, weil CDU und Linke seit Jahren zusammenarbeiteten. Das Bündnis bröckelte aber schon in den vergangenen Monaten. Weil nach der SPD-Abspaltung der Büfübü-Fraktion und dem Übertritt eines Gartenfreundes eine neue Fraktion mit fünf Stadtverordneten entstanden war, zog dies Neubesetzungen und -wahlen auch im wichtigsten Ausschuss nach sich – in dem unter anderem über Vergaben, Personalien und Immobilienverläufe entschieden wird.

SPD-Mann schlug Kretzschmar erneut für den Vorsitz vor, CDU-Fraktionschef Jean Schaffer nominierte Norbert Langerwisch (Büfübü). Dieser setzte sich in geheimer Wahl mit 9:5 Stimmen gegen den Linken durch, Schaffer gibt sich als Vorsitzender der größten Fraktion mit dem Vizeposten zufrieden. Langerwisch dankte Kretzschmar für seine gute Arbeit, findet aber, dass nun gemeinsam mit der Verwaltung mehr durchgesetzt werden könne. Gleichwohl wolle er mit allen zum Wohle der Stadt reden.

„Frau Tiemann macht als CDU-Chefin die AfD hoffähig, weil sie neben den Stimmen der CDU und von Büfübü immer noch mindestens eine von denen braucht. Auch Büfübü scheint keine Berührungsängste zu haben“, sagt Kretzschmar. Immerhin hatte sich Langerwisch vom AfD-Fraktionschef Klaus Riedelsdorf öffentlich zur Wahl beglückwünschen lassen. „Das wird die Stadt bei den anstehenden Diskussionen im Land weiter isolieren“, mutmaßt Kretzschmar.

Der Linken-Vorstand will am Dienstag einen Mitgliederbrief verschicken und über die neue Situation informieren, „wir werden dann wieder freier in der Stadtverordnetenversammlung agieren können“. Die Fraktion werde alles dafür tun, um den Sozialbeigeordneten Wolfgang Erlebach (Linke) zu stützen, ansonsten aber fortan unabhängige Entscheidungen treffen.

Von André Wirsing

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