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Das DRK sorgt für Sicherheit auf der Buga

Rettungssanitäter auf der Buga Das DRK sorgt für Sicherheit auf der Buga

Heiner Knoche (24) aus Brandenburg an der Havel ist der Mann für alle Fälle: Auf dem Buga-Gelände in Premnitz sorgt er dafür, dass die Besucher sicher durch die Blumenbeete spazieren können. Er spendet Pflaster, bei kleineren Verletzungen manchmal auch Trost. Auch den Buga-Pfarrer hat der Rotkreuz-Helfer schon verarztet.

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Retter zwischen Blumen: DRK-Mitglied Heiner Knoche.

Quelle: Josefine Sack

Havelregion. Zwischen Blumenbeeten und Havelufer ist er der Retter in der Not: Fast jedes Wochenende passt Rotkreuz-Sanitäter Heiner Knoche auf dem Buga-Gelände in Premnitz auf, dass die Besucher bei der Hitze genug trinken und versorgt wund gelaufene Füße und kleinere Wunden mit Pflastern.

Seit knapp vier Jahren ist der 24 Jahre alte BWL-Student aus Brandenburg an der Havel ehrenamtliches Mitglied beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Als Bereitschaftshelfer des Kreisverbands Brandenburg sichert er normalerweise Großveranstaltungen wie Reitturniere und Moto-Cross-Rennen in der Region ab und leistet im Ernstfall Erste Hilfe bei Verletzten. Seit Juli verdient sich Knoche, der an der Fachhochschule in Brandenburg studiert und gerade Semesterferien hat, außerdem noch etwas Taschengeld als Fahrer beim DRK-Krankentransport dazu. Kranke fährt Heiner Knoche derzeit allerdings kaum zum Arzt oder ins Krankenhaus. Zur Bundesgartenschau ist stattdessen das knapp drei Hektar große Buga-Areal in Premnitz das Ziel seiner Einsatzfahrten. Sechs Tage im Monat macht sich der junge Mann samstags und sonntags gegen 8.30 Uhr von Brandenburg aus auf den Weg in die Buga-Nachbargemeinde, wo er bis zum späten Nachmittag ein wachsames Auge auf die Buga-Gäste hat.

Dass Knoche arbeiten muss, während die Besucher seelenruhig die üppige Blumenpracht an der Uferpromenade bewundern, sieht er gelassen: „Es ist mal was anderes als die üblichen Bereitschaftsdienste und Einsätze und man ist den ganzen Tag an der frischen Luft“, sagt er. Nur Urlaub sei während der Gartenschau nicht drin, bedauert er.

Viel zu tun hatte Knoche bislang noch nicht – „zum Glück“, wie er betont. Ein bis zwei Pflaster verteile er pro Schicht. Auch Buga-Pfarrer Thomas Zastrow sei schon mal sein Patient gewesen. Er hatte sich beim Räumen im Kirchenpavillon eine leichte Schnittwunde zugezogen. Am vergangenen Wochenende erlitt eine Rentnerin wegen der Hitze einen Kreislaufzusammenbruch. „Alles halb so wild“, versichert der ehrenamtliche Sanitäter. „Ich hatte mit mehr Problemen gerechnet“, sagt er und ergänzt: „Die älteren Gäste sind gut vorbereitet, tragen Kopfbedeckung und trinken viel.“ Weil die Gäste größtenteils auf sich selbst aufpassen, gibt’s weniger zu tun und Knoche hat Zeit, selbst über die Buga zu schlendern. Sein Lieblingsort ist der zehn Meter hohe Aussichtsturm direkt an der Havel, verrät er.

Jeder Buga-Standort hat ein Sicherheitskonzept. Die Areale in Brandenburg/Havel überwacht der Rettungsdienst der Stadt, den sich Feuerwehr, Johanniter und DRK teilen. In Premnitz ist das Rote Kreuz nur an den Wochenenden vor Ort. „In der Woche ist das Besucheraufkommen zu gering“, sagt Kreisverbandschef Andreas Griebel. Das gut besuchte Rathenower Gelände wird die ganze Woche über vom dort ansässigen DRK überwacht. Nur bei Großveranstaltungen wie etwa beim Buga-Erwachen rückt das Brandenburger DRK auch schon mal mit bis zu 20 Sanitätern an.

Retter an Land und auf dem Wasser:

Erste Hilfe, Absicherung von Großveranstaltungen, Krankentransporte und Unterstützung der Wasserwacht – der DRK-Kreisverband Brandenburg/Havel hilft in der Not an vielen Fronten.

Insgesamt zählt das Rote Kreuz in der Havelstadt mehr als 300 ehrenamtliche Mitglieder und 163 hauptamtliche Mitarbeiter.

46 DRK-Mitglieder engagierten sich 2014 im Bereitschaftsdienst. Mehr als 100 Rettungshelfer sind in der Wasserwacht tätig.

Das Jugendrotkreuz umfasst aktuell etwa 30 Mitglieder. Der Kreisverband besitzt 65 Einsatzfahrzeuge für Kranken- und Behindertentransporte.

 

Von Josefine Sack

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