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Das Ehepaar Schröter ist 65 Jahre verheiratet

Eiserne Hochzeit Das Ehepaar Schröter ist 65 Jahre verheiratet

Eine Ehe, die durch die Annalen der Geschichte geht: Er kam aus einer sowjetischen Kriegsgefangenschaft, sie lernten sich im Jahr der DDR-Gründung kennen und gingen kurz vor der Wende beide in Rente. Ingeborg und Klaus Schröter kennen sich seit 67 Jahren, am Donnerstag feiern sie in Brandenburg an der Havel ihren 65. Hochzeitstag. Nie haben sie bereut.

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Ingeborg und Klaus Schröter feiern am Donnerstag ihre Eiserne Hochzeit.

Quelle: Annika Jensen

Brandenburg/H. Eine Ehe, die durch die Annalen der Geschichte geht: Er kam gerade aus einer vierjährigen sowjetischen Kriegsgefangenschaft, sie lernten sich im Jahr der DDR-Gründung kennen und gingen kurz vor der Wende beide in Rente. Ingeborg und Klaus Schröter kennen sich seit 67 Jahren, am Donnerstag feiern sie ihren 65. Hochzeitstag. Nie haben sie bereut. „Wir würden auch noch mal von vorne anfangen“, sagt Ingeborg Schröter und lacht. „Wir sind zufrieden, dass wir beide noch sind. Und unsere Entscheidung, zu heiraten haben wir nie bereut. Wir hatten auch gar keinen Grund zu bereuen.“

Ihr Mann ist in Thüringen geboren und war nach seiner Rückkehr aus der Sowjetunion von seiner Firma nach Kirchmöser geschickt worden. Als Rohrleger war er auf Montage im Walzwerk beschäftigt. In Kirchmöser ist er hängengeblieben. „Der Liebe wegen. Ich hatte Ingeborg kennengelernt und konnte dann nicht mehr weg.“ Sie arbeitete im Konsum-Geschäft und fühlte sich fast täglich so sehr von einem jungen Mann beobachtet, dass sie ihn schließlich ansprach. „Er hat immer gewartet bis ich Feierabend hatte, war aber zu schüchtern, mich anzusprechen. Ich schlug vor, tanzen zu gehen.“ Klaus´ Mutter war jedoch kurz vorher gestorben und zum Tanzen war ihm nicht zumute. „Wir sind stattdessen viel spazieren gegangen“, sagt Frau Schröter. „Ich habe ihn aber auch schnell meinen Eltern vorgestellt und dann war er viel bei uns.“ Ihr sei ihm sein kleines möbliertes Zimmer so einsam vorgekommen.

Zwei Jahre später, im Jahr 1951, traten sie gemeinsam vor den Traualtar. Sie war 23 und er 24 Jahre alt. Ein Jahr später kam das erste Kind auf die Welt, Tochter Monika. 1954 folgte Sohn Wolfgang. Heute haben sie drei Enkelkinder und zwei Urenkelkinder.

In all diesen Jahren der Gemeinsamkeit kamen doch die eigenen Bedürfnisse nicht zu kurz. Beide haben Hobbies, die sie leidenschaftlich gepflegt haben. Ingeborg Schröter liebt es, Kreuzworträtsel zu lösen und zu stricken. „Ich habe meine Enkel vollständig bestrickt.“ Ihr Mann brennt für das Filmen. Alles habe er aufgenommen, sagt er immer wieder und deutet auf die Schrankwand. Zahllose Videokassetten und DVDs sind zu sehen. „Von 1999 bis 2006 habe ich immer wieder an begleiteten Flügen teilgenommen. Dabei habe ich Brandenburg, Kirchmöser und Potsdam von oben gefilmt.“ Eine große Leidenschaft war auch der Garten. „Wir gehen immer noch gerne raus, aber heute hilft uns unsere Tochter.“ Sowieso seien sie ihrer Tochter, die in Brandenburg lebt, sehr dankbar. „Wenn wir unsere Tochter nicht hätten, würde es uns dreckig gehen“, sagt Frau Schröter. „Sie macht sehr viel für uns.“

65 Jahre, was ist ihr Geheimrezept in Zeiten schneller Eheschließungen und mindestens ebenso schneller Scheidungen? Klaus Schröter zuckt mit den Achseln. „Wir waren uns einfach immer schnell einig. Zwar sind wir auch durch Höhen und Tiefen gegangen, aber Klamauk gab es nicht.“

Von Annika Jensen

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