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Brandenburg/Havel Das Einhorn ist für die Walpurgisnacht gesattelt
Lokales Brandenburg/Havel Das Einhorn ist für die Walpurgisnacht gesattelt
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20:50 19.04.2016
Babette Weißbach (rechts) und ihre Kreativgruppe sind schon im Hexen- und Zauberermodus Quelle: Volkmar Maloszyk
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Gollwitz

Als Kind hat sich Babette Weißbach immer ein Pferd gewünscht. Was heute vor ihrer Haustür in Gollwitz steht, hat durchaus Ähnlichkeit mit einem edlen Schimmel. Lässt sich sogar reiten und hat schon bei der Filmpremiere des ersten Harry-Potter-Films vor mehr als 15 Jahren in Berlin für Aufsehen gesorgt. „Ich habe mir ein Pferd gewünscht und ein Einhorn bekommen“, erzählt die studierte Heimerzieherin, die vor mehr als zehn Jahren die Kinder-Event-Agentur „Kinder-Wahnsinn“ gegründet hat und zur Eröffnung das Band dabei von Matthias Platzeck durchschneiden ließ.

Über die Frau, die in Finsterwalde geboren wurde, in Bensdorf groß wurde, in Wusterwitz zur Schule ging und mit zwölf Jahren mit ihrer Familie nach Gollwitz kam, ließen sich viele Geschichten erzählen. Im Vordergrund steht für die hausbauende Künstlerin, jagende Tierpräparatorin und bogenschießende Gerberin aktuell aber die Nacht des 30. April. die Walpurgisnacht.

Im Alter von Zwölf nach Gollwitz gekommen

Gemeinsam mit dem magischen Festkomitee, dem Ortsbeirat und den Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren gestaltet Babette Weißbach den Hexenabend. Die Walpurgisnacht beginnt um 18 Uhr auf der Festwiese und wird später in Andreas Heldts Festscheune in der Schlossallee 81 tanzend fortgesetzt.

Seit Januar schon laufen bei Babette Weißbach die Vorbereitungen für das Familienfest im Zeichen von Hexen und Zauberern. Auf jedem Festtisch wird Hexenschmuck und Zauberkunst stehen, beides haben die Kinder und Jugendlichen von Babette Weißbachs Kreativkurs gebaut.

Die Gruppe hat Zauberstäbe und Besenstiele aus Korkenzieherweise geschnitzt, ein dankbares Material, aus dem Babette Weißbach schon Treppengeländer gebaut hat. „Ich habe schon seit der Kindheit gern gebaut“, erzählt die Frau, die mit Hilfe des Gollwitzer Tiefbauunternehmers Silvio Fischer ein originelles Haus mit viel Holz gleich am Ortseingang in zweiter Reihe hochgezogen und innen toll ausgestaltet hat. Woher sie das kann? „Vorstellungskraft und ein visuelles Gedächtnis“, erklärt die Kreativunternehmerin.

Gemeinsam kreativ werden

Seit rund sieben Jahren kommt in wechselnder Besetzung der Nachwuchs des Ortes ins Babette Weißbachs paradiesisches Anwesen, um begleitet von rhythmischem Gänsegeschnatter und melodischem Entenquaken kreativ zu werden. Die Pappmachéfiguren fürs Fest sind nun fertig, das Einhorn vor der Tür ist gesattelt, Jannes (12) als reitender Zauberer sitzt auf.

Der Suppenpokal ist das Glanzstück der Kreativgruppe. Über die Vergabe entscheidet in der Walpurgisnacht die Jury, die aus Mitgliedern des Motorrad-Clubs besteht. Sie dürfen und sollen wie alle anderen Gäste von den Suppen probieren, die Bewohner des Dorfes für die Walpurgisnacht vorbereitet haben und die auf der Hexensuppenalle(e) angeboten werden.

Außerdem im Angebot: selbst gemachte Hüte, Besen und Zauberstäbe, das Lebkuchenhaus, ein selbst gemixter Zaubertrank, Einhornreiten, Besen-Probeflüge, ein magisches Quiz und Bogenschießen. Zielscheibe ist ein von Babette Weißbach selbst erlegter und präparierter Frischling. Er ist so präpariert, dass er umfällt, sobald der Pfeil ihn richtig trifft.

Von Jürgen Lauterbach

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