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Das Emil-Spiess-Mosaik ist zurück

Brandenburg an der Havel Das Emil-Spiess-Mosaik ist zurück

Mit dem Abriss des Plattenbaus gegenüber vom Brandenburger Hauptbahnhof verschwand vor mehr als sieben Jahren auch das großformatige Mosaik von Emil Spiess, mit dem der Künstler etwa 30 Jahre zuvor eine Außenwand bemalt hatte. Nun ist es in großen Teilen wieder zu sehen: an der Giebelseite des Industriemuseum.

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Die farbigen Platten des Emil-Spiess-Mosaiks sind wieder zu sehen.

Quelle: Heike Schulze

Brandenburg/H. Mit dem Abriss des Plattenbaus gegenüber dem Brandenburger Hauptbahnhof verschwand vor mehr als sieben Jahren auch das großformatige Mosaik von Emil Spiess, mit dem der Künstler etwa 30 Jahre zuvor eine Außenwand bemalt hatte. Nun ist es in großen Teilen wieder zu sehen: an der Giebelseite des Industriemuseum.

Am Sonnabend, 5. November, lädt Marius Krohn, der das Industriemuseum leitet, um 14 Uhr zur öffentlichen Übergabe des neuinszenierten Wandbildes. Die Chefin des Denkmalschutzes Katrin Witt, die sich gemeinsam mit Architektin Heidrun Fleege, über viele Jahre für den Erhalt des Kunstwerks eingesetzt hat, wird auf das Wandbild und seine Geschichte eingehen. Anschließend erwartet die Gäste ein Imbiss mit Glühwein und anderen Getränken.

Überlebensgroß prangte das Bild an der Hauswand

Überlebensgroß prangte das Bild an der Hauswand.

Quelle: Heike Schulze

Das etwa 14 mal 10 Meter große Mosaik schmückte bis zu dessen Abbruch 2009 den Wobra-Wohnblock zwischen Großer und Kleiner Gartenstraße. Das Werk des Brandenburger Künstlers Emil Spiess (1938-2009) wurde ursprünglich zum 30. Jahrestag der DDR im Jahr 1979 angebracht und 1981 überarbeitet. Es zeigt auf farbigen Mosaike Szenen des sozialistischen Arbeiterstaates.

Schon frühzeitig sorgten sich Bürger, der Denkmal- und Sanierungsbeirat und nicht zuletzt Monika Spiess als Witwe des Wandbildschöpfers um den Erhalt von dessen künstlerischem Erbe. Die Wobra als Eigentümer entsorgte es nicht, sondern lagerte die 15 großen Platten zunächst im städtischen Bauhof.

Der feuchte Lagerort war allerdings denkbar ungeeignet für die Aufbewahrung. Das Entsorgungsunternehmen Mebra gestattet schließlich die Unterbringung in einer ihrer Hallen. Doch seit dem vergangenen Jahr benötigt die Mebra diesen Platz für ihre neue Sortieranlage.

Somit stieg der Druck für eine andere Lösung, die Heidrun Fleege, Katrin Witt und Marius Krohn mit Unterstützung der Wobra vorantrieben. Die alte Idee, das Industriemuseum zu nutzen, wurde wieder aktuell. Die Architektin entwarf mehrere Varianten, ihr Statiker rechnet alles durch, die Wobra finanzierte den Transport und die Montage, ein Metallbauunternehmen engagierte sich.

Neun der 15 Platten werden nun am Industriemuseum ausgestellt. Eine Steele mit einem Foto des Originals liefert Erklärungen. Nach der Übergabe werden um 15 Uhr im Industriemuseum acht meist kurze Filme gezeigt über Stahl und Menschen, darunter „In Flammen geboren“ von 1957, „Alle Jahre wieder“ von 1984 und ein Stummfilm von 1917.

Von Jürgen Lauterbach

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