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Brandenburg/Havel Das Geheimnis der Schallschutzmatte
Lokales Brandenburg/Havel Das Geheimnis der Schallschutzmatte
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18:26 08.07.2018
Eberhard Seidel präsentiert die in Gräben gefertigte Schallschutzmatte, die im Trabbi verwendet wurde. Quelle: SZ
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Gräben

 Auch beim 19. Sport und Parkfest überließen die Gräbener nichts dem Zufall und hatten für die Besucher, die wieder zu Hunderten in den Gräbener Park strömten, alles gut vorbereitet.

Bereits am Vormittag trafen die drei Freizeitmannschaften aus Gräben, Görzke und von der Lebenshilfe Brandenburg-Potsdam zu einem kleinen Fußball-Turnier aufeinander. Die Spielzeit betrug jeweils zweimal zehn Minuten. „Wir begannen 1995 mit diesem Turnier und führen es bis heute durch. Damals stellte jedes Dorf eine Mannschaft“, erinnerte sich Frank Matusch. Matusch hielt alle Ergebnisse fest und wachte über die Spielzeit.

Lebenshilfe gewinnt

Am Ende der spannenden Zweikämpfe gewann die Mannschaft der Lebenshilfe aus Brandenburg. Diese setzte sich aus Betreuern und Bewohner

Kuchen für die Gäste. Quelle: Silvia Zimmermann

mit einer körperlichen und geistigen Behinderung zusammen. Acht Tore konnten sie in gegerische Tor schießen. Drei Tore schoss Steffan Giese und war somit der beste Torschütze. „Wir wurden 2017 zum Turnier eingeladen und beteiligten uns seither“, sagte Betreuer Björn Cichos.

Die Görzker Mannschaft belegte den zweiten Platz. Aus ihrer Mannschaft kam auch der beste Torwart – Torsten Volkmann. Die Mannschaft freute sich über diesen zweiten Platz und feierte ihren Sieg mit kühlem Bier. „Die Rahmenbedienungen sind hier in Gräben besonders gut. Es waren faire Spiele“, sagte Torsten Volkmann. Die Gräbener waren gute Gastgeber und belegten am Ende den dritten Platz. Zahlreiche Zuschauer verfolgten das Turnier.

70 alte Fahrzeuge

Neben dem Sportfest laden die Gräbener seit zehn Jahren zu ihren Trecker- und Oldtimertreffen ein. Über 70 Gefährte wurden nach Gräben kutschiert und dem Publikum vorgeführt. Vom Oldtimertraktor bis hin zu Autos und Krafträdern, war alles vertreten. Diese Fahrzeuge wurden zu regelrechten Familienfahrzeugen.

Die Besitzer fachsimpelten untereinander und gaben kund, wie alt ihre Fahrzeuge sind und für welchen Zweck sie noch genutzt werden. Eine Besonderheit hatten die Veranstalter vorbereitet. Der Wusterwitzer Gernot Schimmer Händen von Jutta Debler- Vereinsvorsitzende des Jugend-, Sport- und Spielvereins Gräben, einen Präsentkorb überreicht.

Trecker als Dauerläufer

Grund dafür war, der Wusterwitzer war derjenige, der mit seinem Traktor „Güldner G50“ bereits das neunte Mal an der Show der alten Fahrzeuge teilnahm. Das war den Gräbenern eine Anerkennung wert. „Ich bin mit diesem Traktor sogar schon bis nach Paaren Glien gefahren“, sagte stolz Schimmer. Meinhard Putz und Jens Peter Fried registrierten alle ankommenden Fahrzeuge. Jeder Teilnehmer erhielt am Ende eine Urkunden und einen Aufkleber.

Etwas Neues gab es bei diesem Fahrzeugtreffen zu erfahren. In Gräben wurde zu Ostzeiten ein Teil für den Trabant produziert. Das wussten nur wenige. Ganz genau wusste es Eberhard Seidel. „Meine Schwiegereltern, die Familie Seeger, stellte in Handarbeit die Schallschutzmatte her. Diese wurde im Motor des Trabbis eingebaut“, so Seidel.

Axel Kuhlmey aus Potsdam war mit seinem Trabant BJ 1989 vor Ort und öffnete auch die Motorhaube. Eberhard Seidel zeigte die Schallschuztmatte aus Gräben. Das Oldtimertreffen endete mit einer gemeinsamen Ausfahrt rund um Gräben. Im Schatten der alten Bäume waren für die Besucher die gewohnten Annehmlichkeiten vorbereitet. Die Kinder freuten sich besonders über die Hüpfburg.

Gutes Wetter garantiert

„Dachdeckermeister Oliver Senst aus Dahlen stellt uns die Hüpfburg jedes Jahr kostenlos zur Verfügung“, sagte Debler. Auch das Kuchenbuffet war wieder mit vielen leckeren Torten und Kuchen bestückt. In diesem Jahr sogar mit einer Brottorte, die Petra Matusch gefertigt hatte. Nicht aus Buttercreme sondern mit Brot, Frischkäse Wurst und Gemüse. Das Gebäck kam gut bei den Kunden an. Das Glück konnten die Besucher bei der Tombola und dem Kegeln herausfordern.

„Wir haben seit dem wir mit unserem Sport- und Parkfest begannen, immer gutes Wetter gehabt. Alle Vereinsmitglieder helfen, jeder hat seine Aufgaben und so wird das Fest für alle ein Erlebnis“, lobte Jutta Debler das gemeinsame Tun aller Akteure.

Von Silke Manske

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