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Das Gotische Haus wird zum Veranstaltungsort

Öffnung eines Denkmals Das Gotische Haus wird zum Veranstaltungsort

Es war jahrzehntelang ein kummervoller Anblick, das Gotische Haus in der Brandenburger Altstadt. Im Herbst zog nach millionenteurer Sanierung die Kulturverwaltung in das fast 600 Jahre alte Gebäude. Nun soll ein weiteres Kapitel in der Nutzung aufgeschlagen werden.

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Im Dezember waren dutzende Brandenburger im frisch sanierten Gotischen Haus bei einem Vortrag „Blaue Reiter“. Von solchen Events soll es jetzt mehr geben.

Quelle: Benno Rougk

Brandenburg/H. Das für 2,7 Millionen Euro sanierte Gotische Haus in Brandenburg soll von der Kulturverwaltung auch als Veranstaltungsort etabliert werden. Bisher tagt dort unter anderem der Kulturausschuss der Stadt. Nach einer Mitteilung des Kulturbeigeordneten Wolfgang Erlebach (Linke) auf eine Anfrage von Linken-Stadtverordneten Heidi Hauffe können die Räume im Erdgeschoss auch von Dritten „in Kooperation mit dem Fachbereich Kultur“ genutzt werden. Nach Angaben von Frauke Havekost, Vorstandsmitglied und Sprecherin der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg, hat der Verein für eine Veranstaltung bereits eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt. Ausgestattet ist der Saal im Erdgeschoss mit Veranstaltungstechnik, mobilen Tischen und Bestuhlung. Das Gotische Haus liegt an der Johanniskirchgasse, Ecke Ritterstraße und hat ein jahrzehntelanges Dornröschenschlaf hinter sich vor seiner Sanierung.

Der Saal im Erdgeschoss des Gotischen Hauses ist nach Angaben Erlebachs für Veranstaltungen bis 80 Personen geeignet. Voraussetzung ist der kulturelle Hintergrund des Events. So soll die Stadtbibliothek dort den Saal für Veranstaltungen ebenso nutzen können wie die Musikschule. „Im Gotischen Haus soll sich ein Kulturort etablieren“, sagt Erlebach. Ideal sei der Saal für Lesungen, Workshops, Ausstellungen, Diskussionen und „Kunstaktionen mit Bezug zur Geschichte der Stadt“. Am Donnerstag kommt dort auch der Historische Verein zu einer Lesung zusammen, ebenso am 28. April. Thema wird jeweils Plaue sein.

Auch Begleitveranstaltungen zur Schau „Deine Anne, ein Mädchen schreibt Geschichte“ über Anne Frank sind im Gotischen Haus geplant. Die Ausstellung selbst wird vom 1. Juni an bis zum 28 Juni in der Johanniskirche zu sehen sein. Es ist eine Kooperation mit der Stiftung Begegnungsstätte Gollwitz. Am 3. Juni ist zudem eine Sonderausstellung des Netzwerkes Städte mit historischen Stadtkernen im Zuge des Kulturland-Themenjahres „Handwerk zwischen gestern und heute“.

Öffentlich besichtigt werden kann Erlebach zufolge das aufwändig sanierte älteste profane Backsteinbau der Altstadt aus dem Jahr 1451 während der normalen Behördenöffnungszeiten. Einen Besucherservice soll es jedoch nicht geben. Auch beim Tag des offenen Denkmals im Herbst ist eine Öffnung des Gotischen Hauses geplant. Denkbar sei auch eine Beteiligung beim traditionellen Höfefest am 13. August mit bunten Treiben auf den Höfen der Altstadt in Brandenburg.

Das Gotische Haus ist Sitz der Kulturverwaltung der Stadt und des Kultur- und Sozialbeigeordneten Erlebachs. Auf das herausragende Denkmal, das neben Verwaltungsbüros auch eine öffentliche Toilette beherbergt, soll ab Herbst eine Schautafel an der Fassade aufmerksam machen. Die Keller- und Dachgeschoss-Räume sind aus baurechtlichen Gründen nicht für Veranstaltungen nutzbar, können aber auf Wunsch an besonderen Veranstaltungstagen laut Erlebach von Interessierten besichtigt werden.

Von Marion von Imhoff

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