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Brandenburg/Havel Das Herz am rechten Fleck: Diakonie wird 25
Lokales Brandenburg/Havel Das Herz am rechten Fleck: Diakonie wird 25
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00:21 18.09.2017
Von Herzen: Die Theatergruppe Fliedners mit ihrem Stück „Ich bin, was ich bin“. Quelle: Tobias Wagner
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Brandenburg/H

„I am what I am“ heißt es im Refrain zu Gloria Gaynors Klassiker, der am Freitag über den Neustädtischen Markt schallte. Zu deutsch: „Ich bin, was ich bin“. Dies ist auch der Titel des Stücks der Theatergruppe rund um Regisseurin Michelle Schmidt. Aufgeführt wurde es hier zum 25-jährigen Bestehen des Regionalen Diakonischen Werkes Brandenburg an der Havel . „Ich bin sehr zufrieden, ständig kamen neue Zuschauer dazu“, sagte Daniel Unger, Darsteller im Stück. „Es ist wichtig, anderen Menschen zu zeigen, dass auch Menschen mit Behinderung was drauf haben“.

Die Diakonie ist ein sozialer Dienst der evangelischen Kirche im Bereich Krankenpflege und soziale Fürsorge. Die Einrichtung Fliedners, ansässig im Brandenburger Ortsteil Schmerzke, ist Teil des Landesausschusses für Innere Mission. Und damit ebenfalls ein diakonischer Träger. Zentraler Gedanke ist es, Menschen mit Behinderung ein lebenswertes Umfeld zu bieten.

Es war der 15. Auftritt der Darstellertruppe, die sich zum Hauptteil aus eben jenen Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen zusammensetzt. „Wir arbeiten sehr professionell“, sagte Schmidt. „Nicht nur ich als Regisseurin, sondern die ganze Truppe“.

Es war zudem der erste Auftritt unter freiem Himmel. Glücklicherweise spielte das Wetter mit, es kamen viele Zuschauer. Es wurde geschunkelt, geklatscht und gesungen.

Die anschließende Podiumsdiskussion mit Direktkandidaten für den deutschen Bundestag im Wahlkreis 60 hatte weniger Glück mit dem Wetter. Über soziale Gerechtigkeit debattierten dabei Dietlind Tiemann (CDU), für den erkrankten Erardo Rautenberg Ralf Holzschuher (SPD), Anke Domscheit-Berg (Die Linke), Till Heyer-Stuffer (B 90/Grüne), Eric Vohn (FDP) und Klaus Riedelsdorf (AfD). Moderiert wurde die Diskussion von Wulf Schmiese vom ZDF. „Es geht immer auch darum, das Herz in den Entscheidungsprozess der Politik mit einzubeziehen, wenn es um die Gerechtigkeit geht“, leitete Tiemann die Debatte ein.

Laut Holzschuher geht es den Leuten in der Region überwiegend gut, es gebe aber auch Menschen, die sich Sorgen um die Zukunft machen. „Darum muss sich gekümmert werden“. Für Anke Domscheit-Berg ist Altersarmut ebenfalls ungerecht. Laut Till Heyer-Stutter sollten alle in ein gemeinsames System einzahlen, um der Armut im Alter zu umgehen.

Eric Vohn hält die schleppende Digitalisierung für eine Gerechtigkeitslücke, vor allem für die ländliche Bevölkerung in der Region.

Klaus Riedelsdorf sieht in dem Thema soziale Gerechtigkeit eines für alle Parteien. Schlussendlich sei es in Brandenburg nicht gerechter oder ungerechter als anderswo in der Bundesrepublik.

Von Tobias Wagner

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